Ulrich Höffler: MRSA: Eine Problematik in Klinik und Praxis

Ulrich Höffler, Ludwigshafen

MRSA(Multi-Resistente-Staphylococcus-Aureus)-Stämme breiten sich weltweit dramatisch aus und verursachen in Klinik und Praxis zunehmend häufiger schwer therapierbare, invasive, lebensbedrohende Infektionen. Alle Strategien zur MRSA-Prävention haben ein Hauptziel: die Non-Infektion potenzieller Eintrittspforten für Staphylokokkeninfektionen! Zur Erkennung, Verhütung und Bekämpfung sind notwendig: eine mikrobiologische Diagnostik mit Spezies-Identifizierung und Antibiogramm, Hygienepläne in Klinik und Praxis nach der Richtlinie für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention des Robert-Koch-Instituts (RKI-Richtlinie; 9) sowie nach BGR 250/TRBA 250 Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitswesen (10; auch gültig für Arzt-, Zahnarzt- und Tierarztpraxen!), die Beschäftigung von bzw. Beratung durch Hygienefachkräfte, Hygienebeauftragte (Ärztinnen/Ärzte) und Krankenhaushygieniker (Fachärzte für Hygiene) sowie eine Resistenzstatistik nach § 23 Infektionsschutzgesetz in allen Kliniken und Einrichtungen für ambulantes Operieren.