Abrechnungsempfehlungen der Bundesärztekammer

Das GOÄ-Leistungsverzeichnis wird nur in großen Zeitabständen durch Amtliche Verordnung aktualisiert. Dies erfordert eine Ergänzung der fehlenden Leistungen durch die Bildung Analoger Bewertungen (§ 6 Abs. 2 GOÄ). Um Ärzten, Patienten und Kostenträgern Hilfestellung bei der Analogabrechnung zu geben, veröffentlicht die Bundesärztekammer ein "Gesamtverzeichnis Analoger Bewertungen und Auslegungsbeschlüsse". In dieses Verzeichnis werden sowohl im Einvernehmen mit Bundesgesundheitsministerium, einem Vertreter der Beihilfe und dem Verband der Privaten Krankenversicherungen e. V. definierte Leistungen aufgenommen als auch Leistungen, die nicht mit allen Beteiligten konsentiert werden konnten.

Da die Bundesärztekammer von vielen Seiten (Ärzten, Patienten, einzelnen Krankenversicherungen, nicht zuletzt vom Bundesrat in den Entschließungen zur GOÄ-Novelle von 1996 - Drucksache 688/95) gebeten wird, ihre Ordnungsfunktion bei der Berechnung privatärztlicher Leistungen durch Empfehlungen zu Analogen Bewertungen wahrzunehmen, beschloss der Vorstand der Bundesärztekammer in seiner 33. Sitzung vom 11. September 1998, auch die "Abrechnungsempfehlungen der Bundesärztekammer" zu veröffentlichen.

Welche Leistung von welchem Gremium beschlossen wurde, ist im jeweiligen Volltext ersichtlich.

Hinweis:

Das Gesamtverzeichnis ist - wie das Verzeichnis Analoger Bewertungen der Bundesärztekammer - nicht abschließend. Zum einen werden nicht alle Fragen zur Analogen Berechnung ärztlicher Leistungen an die Bundesärztekammer herangetragen, zum anderen wurden vielfach an die Bundesärztekammer herangetragene Wünsche nach Analogen Berechnungen ärztlicher Leistungen bereits im Vorfeld der Beratungen im Gebührenordnungsausschuss schon von der Geschäftsführung als nicht den GOÄ-Kriterien entsprechend beurteilt, so dass sie nicht bis zur Beratung im Gebührenordnungsausschuss gelangten. Die dazu gegebenen Stellungnahmen liegen den Landesärztekammern - als primäre Ansprechpartner in Fragen zur Angemessenheit einer ärztlichen Privatliquidation - vor.