Verzeichnis der Analogen Bewertungen der Bundesärztekammer

Verzeichnis der Analogen Bewertungen (GOÄ) [PDF]

Quelle: Hess R, Klakow-Franck R (2015) (Bearb.), Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) - Stand der Ausgabe Juli 2015, S. 287-304, Deutscher Ärzte-Verlag, Köln

Gemäß § 6 Abs. 2 GOÄ können selbständige, nicht im Gebührenverzeichnis aufgeführte ärztliche Leistungen entsprechend einer nach Art, Kosten und Zeitaufwand gleichwertigen Leistung des Gebührenverzeichnisses berechnet werden. Mit der zum 1. Januar 1996 in Kraft getretenen Vierten Änderungsverordnung zur GOÄ wurden die von der Bundesärztekammer empfohlenen analogen Bewertungen weitgehend
in das Gebührenverzeichnis aufgenommen. Auf der Grundlage der Vierten Änderungsverordnung hat die Bundesärztekammer dann seit dem 1. Januar 1996 weitere analoge Bewertungen beschlossen. Diese analogen Bewertungen, die mit dem Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherung, dem Bundesministerium des Innern und dem Verband der privaten Krankenversicherung im Zentralen Konsultationsausschuss abgestimmt wurden, sind nachfolgend wiedergegeben.

Das Verzeichnis enthält des Weiteren die seit 1996 von der Bundesärztekammer empfohlenen Analogbewertungen, die zwar nicht auf Beschlüssen des Zentralen Konsultationsausschusses beruhen, jedoch mit den Mitgliedern dieses Ausschusses schriftlich abgestimmt wurden. Diese Analogbewertungen sind vielen Abschnitten des Gebührenverzeichnisses der GOÄ zuzuordnen, Grundleistungen und Allgemeine Leistungen, Kontrastmitteleinbringung, Innere Medizin, Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Urologie, Laboratoriumsuntersuchungen  u.a. Einige Analogbewertungen sind nicht in der nachstehenden Liste, sondern im folgenden Abschnitt „Abrechnungsempfehlungen zur GOÄ aufgeführt wegen des fachlichen Zusammenhangs; dies betrifft die Beschlüsse  des Zentralen Konsultationsausschusses zu den GOÄ-Anwendungsempfehlungen der Abschnitte HNO-Operationen und -Leistungen, Bandscheibenoperationen und herzchirurgische  Operationen und die Abrechnungsempfehlungen des Gebührenordnungsausschusse der Bundesärztekammer, die nicht mit den Mitgliedern des Zentralen Konsultationsausschusses abgestimmt sind.

Im nachstehenden Analogverzeichnis ist jede Analogbewertung mit einem großen „A“ und einer Nummer, der sogenannten Platzhalternummer,  gekennzeichnet, welche die jeweilige Analogbewertung dem entsprechenden Fachkapitel in der GOÄ zuordnet. Die Verwendung dieser Nummer in der Rechnung ist mo¨glich, aber nicht nach der GOÄ (§ 12) vorgeschrieben; sie ersetzt jedoch in keinem Falle die Wiedergabe des Inhaltes  der Analogbewertung und der Gebührenordnungsnummer der in der GOÄ analog abgegriffenen Gebührenposition.

Die Analogbewertungen der augenärztlichen Operationen und -Leistungen sind zum größten Teil mit 7000er-Nummern als Platzhalter versehen  worden, weil im Kapitel I. Augenheilkunde in der Nummernfolge (1200f.) selbst keine Lücke mehr für die Vielzahl der augenärztlichen  Analogbewertungen vorhanden war.

Eine Sonderregelung ist für Laborleistungen zu beachten; bei Leistungen der Abschnitte M II bis M IV muss bei analoger Bewertung einer nicht im Verzeichnis befindlichen Leistung die analog abgegriffene Gebührenposition durch Voranstellen des Buchstabens „A“ gekennzeichnet  werden (vgl. Allgemeine Bestimmungen Nr. 8 zu Abschnitt M). Für die Abrechnung mit den gesetzlichen Unfallversicherungsträgern  (Berufsgenossenschaften) gelten die „Analogen Bewertungen“ nicht. Die entsprechenden Leistungen können dort entweder (noch) nicht abgerechnet werden (nachfolgend gekennzeichnet mit „-“) oder sind im Leistungsverzeichnis gesondert ausgewiesen (gekennzeichnet mit „1“).