1. Berufsbezeichnung:
    Arzt / Ärztin
  2. Welchen spezifischen Beitrag leistet der Beruf bei der Patientenversorgung?
    Der Arzt / Ärztin ist zumeist der erste Ansprechpartner bei gesundheitlichen Störungen oder Krankheiten.Er begleitet Patienten und ihre Familien oft Jahrzehnte. Aufgabe des Arztes / Ärztin ist es, Krankheiten zu erkennen und zu behandeln, Gesundheit zu schützen und wiederherzustellen, Leben zu erhalten, Leiden zu lindern und Sterbenden Beistand zu leisten. Der Arzt / Ärztin arbeitet hierbei mit anderen Gesundheitsberufen zusammen, deren Leistungen er anordnet, verordnet, koordiniert und verantwortet. Insbesondere Behandlungsmaßnahmen, die wegen ihrer Schwierigkeiten, ihrer Gefährlichkeit oder wegen der Unvorhersehbarkeit etwaiger Reaktionen professionelles ärztliches Fachwissen voraussetzen, sind vom
    Arzt / Ärztin persönlich zu erbringen. Grundlegend für die ärztliche Tätigkeit sind die Weisungsunabhängigkeit von nichtärztlichen Dritten in fachlichen und medizinischen Fragen und die Vertrauensbeziehung zwischen Patienten und Arzt / Ärztin.
  3. Mit welchen drei Berufen erfolgt eine besonders intensive Zusammenarbeit?
    • Medizinische/r Fachangestellte/r
    • Pflegefachkräfte
    • Heilmittelerbringer/in
  4. Tätigkeitsorte:
    • Krankenhaus
    • Reha-Einrichtung
    • öffentlicher Gesundheitsdienst
    • Forschungseinrichtung
    • zugelassene Praxis
    • Gesundheitswirtschaft
    • Beratungsstelle
  5. Voraussetzungen für den Zugang zur Ausbildung bzw. zum Studium:
    • Hochschulreife bzw. Abitur oder gleichwertiger Abschluss
  6. Mindestalter:
    -
  7. Art der Ausbildung:
    • Studium der Medizin an einer Universität oder einer gleichgestellten Hochschule inklusive einer zusammenhängenden praktischen Ausbildung (Praktisches Jahr) von 48 Wochen
  8. Dauer der Ausbildung:Regelstudienzeit: 6 Jahre und 3 Monate
  9. Ziel der Ausbildung:
    • Ziel der ärztlichen Ausbildung ist gemäß ÄAppro der wissenschaftlich und praktisch in der Medizin ausgebildete Arzt / Ärztin, der zur eigenverantwortlichen und selbstständigen ärztlichen Berufsausübung, zur Weiterbildung und zu ständiger Fortbildung befähigt ist.
    • Zur ärztlichen Tätigkeit gehören die Vorbeugung (Prävention, Gesundheitsförderung), Erkennung (Diagnose), Behandlung (Therapie) und Nachsorge (Rehabilitation) von Krankheiten und Verletzungen, die Behandlung Schwerstkranker und Sterbender (Palliation) sowie die Koordination der Behandlung. Die hierfür notwendigen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten werden in der Ausbildung vermittelt.
    • Im Anschluss an die Ausbildung erfolgt (zumeist) eine mindestens fünfjährige Weiterbildung zur Erlangung einer Facharztkompetenz.
  10. Ausbildungsinhalte/ -fächer:
    • Grundlagenwissen über die Körperfunktionen und die geistig-seelische Eigenschaften des Menschen,
    • Grundlagenwissen über die Krankheiten und den kranken Menschen,
    • für das ärztliche Handeln erforderliche allgemeine Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten in Diagnostik, Therapie, Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation,
    • praktische Erfahrungen im Umgang mit Patienten, einschließlich der fächerübergreifenden Betrachtungsweise von Krankheiten und der Fähigkeit, die Behandlung zu koordinieren,
    • die Fähigkeit zur Beachtung der gesundheitsökonomischen Auswirkungen ärztlichen Handelns,
    • Grundkenntnisse der Einflüsse von Familie, Gesellschaft und Umwelt auf die Gesundheit, die Organisation des Gesundheitswesens und die Bewältigung von Krankheitsfolgen,
    • die geistigen, historischen und ethischen Grundlagen ärztlichen Verhaltens,
    • Gesichtspunkte ärztlicher Qualitätssicherung,
    • die Zusammenarbeit mit anderen Ärzten und den Angehörigen anderer Berufe des Gesundheitswesens.
  11. Gesetzliche Grundlage:
    • Bundesärzteordung in der Fassung der Bekanntmachung vom 16.04.1987 (BGBI. imagedata sbr. 1218) sowie Approbationsordnung für Ärzte (ÄAppro) vom 27.06.2002 (BGBI. I S. 2405)
  12. Art des Gesetzes:
    • Bundesgesetz
  13. Letzte Änderung der gesetzl. Grundlage:
    2009
  14. Berufsverband:
    Logo
    Bundesärztekammer
    Logo
    Arbeitgeber- und Berufsverband private Pflege e. V. (ABVP)
Zurück zum Formular