1. Berufsbezeichnung:
    Anthroposophische/r Kunsttherapeut/in (BVAKT)
  2. Welchen spezifischen Beitrag leistet der Beruf bei der Patientenversorgung?
    Qualitätsgesicherte Leistungserbringung der „Besonderen Therapierichtung“ Anthroposophische Medizin (§ 2 SGB V). Fachspezifische Diagnostik, Zielsetzung, Planung, Durchführung und Evaluation der Therapie, reflektierter prä- und nonverbaler Einsatz künstlerischer Mittel und der therapeutischen Beziehung. Akute und chronische Störungen: ganzheitliche Ressourcenaktivierung durch positive Selbsterfahrung, Regeneration und Steigerung der Schwingungsfähigkeit und des Selbstwertgefühls, schöpferische Erweiterung des Erlebens und Verhaltens (Verhaltensmodifikation), Aktivierung und Innovation von Ich-Stärke, Selbstgestaltungskompetenz in Krankheitsbewältigung und Lebensgestaltung, Selbstregulation. Schwerstkranke/Palliativpatienten: Entspannung, Schmerzlinderung, Förderung von Selbsterleben und –ausdruck. Frühgeborene und ihre Mütter: Beruhigung, Entspannung, Sinnespflege und Beziehungsaufbau.
  3. Mit welchen drei Berufen erfolgt eine besonders intensive Zusammenarbeit?
    • Arzt / Ärztin
    • Psychotherapeut/in
    • Gesundheits-, Kranken-und Altenpfleger/in
  4. Tätigkeitsorte:
    • Krankenhaus
    • Reha-Einrichtung
    • Forschungseinrichtung
  5. Voraussetzungen für den Zugang zur Ausbildung bzw. zum Studium:
    • Fachhochschulreife oder vergleichbarer Abschluss
    • vier Wochen Krankenpflegepraktikum
    • Erste-Hilfe-Kurs
    • persönliche, gesundheitliche und künstlerische Eignung
    • keine Eintragungen im polizeilichen Führungszeugnis
  6. Mindestalter:
  7. Art der Ausbildung:
    • Studiengänge an privaten Ausbildungsstätten
  8. Dauer der Ausbildung:Vollzeit mindestens drei Jahre;Teilzeit mindestens fünf Jahre
  9. Ziel der Ausbildung:
    Insbesondere die Vermittlung von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die erforderlich sind, um in der fachspezifischen Diagnostik, Therapie, Prävention und Rehabilitation von Störungen mit Krankheitswert, bei denen die Anthroposophische Kunsttherapie (BVAKT) indiziert ist, eigen- und selbständig handeln zu können. Dabei sind die ärztlich erhobenen Befunde zum körperlichen, psychischen und biografisch individuellen Status und der sozialen Lage des Patienten auf den menschenkundlichen, geistigen und ethischen Grundlagen der Anthroposophischen Kunsttherapie (BVAKT) zu berücksichtigen.
  10. Ausbildungsinhalte/ -fächer:
    • Berufskunde, -ethik, -recht
    • Gesundheitslehre
    • Hygiene
    • kunsttherapeutische Anamneseerhebung und Diagnostik
    • Fallkonzeptualisierung
    • Gesprächsführung
    • Dokumentation
    • Evaluation
    • Embryologie
    • Anatomie und Physiologie
    • allgemeine und spezielle Pathologie
    • Arzneimittel- und Substanzlehre
    • Entwicklungslehre
    • Pädagogik
    • Entwicklungspsychologie
    • fachspezifische Grundlagen der Anthroposophischen Kunsttherapie (BVAKT)
    • Prävention
    • Salutogenese und Rehabilitation
    • künstlerisch-therapeutische Methoden
    • Techniken des therapeutischen Instrumentariums
    • Selbsterfahrung im künstlerischen Mittel
    • Umwandlung der künstlerischen in therapeutische Mittel
    • therapeutische Schulung
    • Intervision
    • Biografiearbeit
    • Mentorierung
    • Supervision
    • fachspezifische kunsttherapeutische Tätigkeit im klinischen, sozialtherapeutischen und ambulanten Bereich
    • Projekte und Hospitationen
  11. Gesetzliche Grundlage:
  12. Art des Gesetzes:
    • keine Angabe
  13. Letzte Änderung der gesetzl. Grundlage:
    -
  14. Berufsverband:
    Logo
    Berufsverband für Anthroposophische Kunsttherapie e.V.
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