1. Berufsbezeichnung:
    Medizinisch-technische/r Laboratoriumsassistent/in (MTLA)
  2. Welchen spezifischen Beitrag leistet der Beruf bei der Patientenversorgung?
    Medizinisch-Technische Laboratoriumsassistenten/innen (MTLA) sind tätig in der Diagnostik, Therapie und Prävention. – Weit über 70% aller Diagnosen und therapeutische Entscheidungen hängen von Laborwerten ab. MTLA leisten einen wichtigen Beitrag in der Patientenversorgung, indem sie qualitativ hochwertige Laboranalytik erbringen. Sie führen die jeweiligen Untersuchungen in der Laboratoriumsdiagnostik selbständig durch und sind für eine umfassende Qualitätssicherung verantwortlich. Der analytische Prozess ist eigenverantwortliche Aufgabe der MTLA. Ein Schwerpunkt der Tätigkeiten von MTLA ist die technische und biomedizinische Validation der Laborergebnisse. Der Gesetzgeber hat gem. Art 74 (1) Nr.19 des Grundgesetzes den Angehörigen der 4 MTA-Berufe ( Medizinisch-technische/r Laboratoriumsassistent/in, Medizinisch-technische/r Radiologieassistent/in, Medizinisch-technische/r Assistent/in für Funktionsdiagnostik, Veterinärmedizinisch-technische/r Assistent/in) vorbehaltene Tätigkeiten eingeräumt. Die den MTLA vorbehaltenen Tätigkeiten erfordern zwingend bei der Erstellung großer Analyseserien mit Großgeräten oder an „Analysenstraßen“, telematische Anwendungen (z.B.: Telekonferenzeinrichtungen, Telemikroskopie) technisches Know how, hohe IT-Kompetenz neben naturwissenschaftlich-medizinischem Fachwissen, um der Verbesserung der Patientenversorgung und dem Patientenschutz zu dienen.
  3. Mit welchen drei Berufen erfolgt eine besonders intensive Zusammenarbeit?
    • Ärztin / Arzt
    • Gesundheits- und Krankenpfleger/in
    • Medizinische/r Fachangestellte/r
  4. Tätigkeitsorte:
    • Krankenhaus
    • Reha-Einrichtung
    • öffentlicher Gesundheitsdienst
    • Forschungseinrichtung
    • Gesundheitswirtschaft
    • Beratungsstelle
  5. Voraussetzungen für den Zugang zur Ausbildung bzw. zum Studium:
    • Realschulabschluss bzw. Mittlere Reife oder gleichwertiger Abschuss
    • eine nach Hauptschulabschluss oder einem gleichwertigen Abschluss abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer
  6. Mindestalter:
    Kein Mindestalter für den Beginn der Ausbildung, Personen unter 18 Jahren unterliegen bei Arbeiten in Kontrollbereichen und mit bestimmten Gefahrstoffen zusätzlichen Bestimmungen.
  7. Art der Ausbildung:
    Die Ausbildung erfolgt an staatlich anerkannten Schulen für technische Assistenten in der Medizin (§ 4 MTAG).
  8. Dauer der Ausbildung:3 Jahre
  9. Ziel der Ausbildung:
    Die Ausbildung soll entsprechend der Aufgabenstellung des Berufs insbesondere die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln, die zur eigenverantwortlichen und selbstständigen Durchführung von geeigneten Verfahren labordiagnostischer Untersuchungsgände in der :
    • Klinischen Chemie
    • Morphologischen Hämatologie
    • Immunhämatologie
    • Hämostaseologie
    • Immunologie
    • Mikrobiologie
    • Parasitologie
    • sowie Histologie und Zytologie
    befähigen, sofern eine Erlaubnis als MTLA angestrebt wird.
  10. Ausbildungsinhalte/ -fächer:
    Laut MTA-APrV umfasst die Ausbildung zur MTLA theoretischen und praktischen Unterricht von 3170 Stunden sowie eine praktische Ausbildung von 1230 Stunden.
    Fächer sind u.a.:
    • Klinische Chemie
    • Hämatologie
    • Mikrobiologie
    • Zytologie
    • Immunologie
    • EDV
    • Dokumentation
    • Statistik
    • Mathematik
    • Physiologie/Pathophsiologie
    • Chemie/Biochemie
    • Biologie/Ökologie
    • Krankheitslehre
    • Histologie
  11. Gesetzliche Grundlage:
    • Gesetz über technische Assistenten in der Medizin (MTAGesetz- MTAG) vom 2.August 1993 (BGBl. I S. 1402) Ausbildungs – und Prüfungsverordnung für technische Assistenten in der Medizin (MTA-APrV) vom 25.04.1994 (BGBl. I S. 922)
  12. Art des Gesetzes:
    • Bundesgesetz
  13. Letzte Änderung der gesetzl. Grundlage:
    02.08.1993
  14. Berufsverband:
    Logo
    DVTA Dachverband für Technologen/-innen und Analytiker/-innen in der Medizin Deutschland e.V.
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