1. Berufsbezeichnung:
    Medizinisch-technische/r Radiologieassistent/in (MTRA)
  2. Welchen spezifischen Beitrag leistet der Beruf bei der Patientenversorgung?
    Medizinisch-technische Radiologieassistenten (MTRA) fertigen selbstständig Bilder aus dem Körperinneren an und bestrahlen Tumore. Die Fachkunde im Strahlenschutz der MTRA garantiert, dass der Patient dabei durch die Strahlung nicht geschädigt wird. Der Gesetzgeber hat gem. Art 74 (1) Nr.19 des Grundgesetzes den Angehörigen der 4 MTA-Berufe (Medizinisch-technische/r Laboratoriumsassistent/in, Medizinisch-technische/r Radiologieassistent/in, Medizinisch-technische/r Assistent/in für Funktionsdiagnostik, Veterenärmedizinisch-technische/r Assistent/in) vorbehaltene Tätigkeiten eingeräumt. Die heutige Tätigkeit erfordert technisches Know how, hohe IT-Kompetenz, neben naturwissenschaftlich-medizinischem Fachwissen, um der Verbesserung der Patientenversorgung und dem Patientenschutz zu dienen.
  3. Mit welchen drei Berufen erfolgt eine besonders intensive Zusammenarbeit?
    • Arzt / Ärztin
    • Gesundheits- und Krankenpfleger/innen
    • Medizinische/r Fachangestellte/r
  4. Tätigkeitsorte:
    • Krankenhaus
    • Reha-Einrichtung
    • öffentlicher Gesundheitsdienst
    • Forschungseinrichtung
    • Gesundheitswirtschaft
    • Beratungsstelle
  5. Voraussetzungen für den Zugang zur Ausbildung bzw. zum Studium:
    • Realschulabschluss bzw. Mittlere Reife oder eine gleichwertige Abschluss
    • eine nach Hauptschulabschluss oder einem gleichwertigen Abschluss abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer
  6. Mindestalter:
    Kein Mindestalter für den Beginn der Ausbildung; Personen unter 18 Jahren unterliegen bei Arbeiten in Kontrollbereichen und mit bestimmten Gefahrstoffen zusätzlichen Bestimmungen.
  7. Art der Ausbildung:
    Die Ausbildung erfolgt an staatlich anerkannten Schulen für technische Assistenten in der Medizin (§ 4 MTAG).
  8. Dauer der Ausbildung:3 Jahre
  9. Ziel der Ausbildung:
    Die Ausbildung soll entsprechend der Aufgabenstellung des Berufs insbesondere die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln, die zur eigenverantwortlichen und selbstständigen Durchführung von: Unter Anwendung geeigneter Verfahren in der Radiologischen Diagnostik und anderen bildgebenden Verfahren die erforderlichen Untersuchungsgänge durchzuführen sowie bei der Erkennung und Behandlung von Krankheiten in der Strahlentherapie und Nuklearmedizin mitzuwirken, sofern eine Erlaubnis als MTRA angestrebt wird.
  10. Ausbildungsinhalte/ -fächer:
    Laut MTA-APrV umfasst die Ausbildung zur MTRA: MTRA theoretischen und praktischen Unterricht von 2800 Stunden sowie eine praktische Ausbildung von 1600 Stunden. Fächer sind u.a.:
    • Radiologische Diagnostik und andere bildgebende Verfahren
    • Strahlentherapie
    • Nuklearmedizin
    • Strahlenphysik
    • Dosimetrie und Strahlenschutz
    • Mathematik
    • Statistik
    • EDV
    • Dokumentation
    • Physik
    • Anatomie
    • Physiologie
  11. Gesetzliche Grundlage:
    • Gesetz über technische Assistenten in der Medizin (MTAGesetz-MTAG) vom 2. August 1993 (BGBl. I S. 1402) Ausbildungs – und Prüfungsverordnung für technische Assistenten in der Medizin (MTA-APrV) vom 25.04.1994 (BGBl. I S. 922)
  12. Art des Gesetzes:
    • Bundesgesetz
  13. Letzte Änderung der gesetzl. Grundlage:
    02.08.1993
  14. Berufsverband:
    Logo
    DVTA Dachverband für Technologen/-innen und Analytiker/-innen in der Medizin Deutschland e.V.
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