1. Berufsbezeichnung:
    Physiotherapeut/in
  2. Welchen spezifischen Beitrag leistet der Beruf bei der Patientenversorgung?
    Physiotherapie arbeitet auf der Grundlage der ICF-Komponenten in der Struktur- und Funktionsebene, im Bereich Aktivitäten und Partizipation sowie unter Berücksichtigung der Umweltfaktoren (z.B. Hilfsmitteleinsatz) Prävention: In der Primärprävention und (betrieblichen) Gesundheitsförderung auf der Grundlage von § 20 SGB V. Im Rahmen der Sekundärprävention Angebote zur Gesunderhaltung nach Krankheitsereignis, Funktionstraining bei bestimmten Krankheitsbildern wie z.B. Osteoporose, rheumatoide Arthritis. Kurative Medizin: Behandlung von akuten und chronischen Erkrankungen, Entwicklungs- und Funktionsstörungen, psycho-physische Störungen, Verletzungsfolgen sowie nach Operationen in den Bereichen Haltung und Bewegung, innere Organe und Nervensystem mit dem Ziel, sie zu heilen, zu lindern oder Verschlimmerungen vorzubeugen. In der Palliativmedizin wird Physiotherapie eingesetzt zur Schmerzlinderung, Linderung oder Vorbeugung von Sekundärbeschwerden und damit zur Verbesserung der Lebensqualität. Rehabilitation: in der medizinischen Rehabilitation nach Krankheiten oder Unfällen, in der beruflichen Rehabilitation zur Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit.
  3. Mit welchen drei Berufen erfolgt eine besonders intensive Zusammenarbeit?
    • Arzt / Ärztin
    • Heilmittelerbringer/in (z. B. Ergotherapeut/in)
    • Gesundheits-, Kranken-und Altenpfleger/innen
  4. Tätigkeitsorte:
    • Krankenhaus
    • Reha-Einrichtung
    • ambulante Pflegeeinrichtung
    • öffentlicher Gesundheitsdienst
    • Forschungseinrichtung
    • zugelassene Praxis
    • Gesundheitswirtschaft
    • stationäre Pflegeeinrichtung
    • Beratungsstelle
  5. Voraussetzungen für den Zugang zur Ausbildung bzw. zum Studium:
    • Realschulabschluss oder Mittlere Reife oder gleichwertiger Abschluss
    • ein Hauptschulabschluss plus eine mindestens zweijährige Ausbildung
  6. Mindestalter:
  7. Art der Ausbildung:
    • Staatlich anerkannte Fachschule, Ausbildungsberuf und ggf. zusätzlich entweder parallel oder im Nachgang zur Ausbildung ein Hochschulstudium. Seit 2010 grundständiges Hochschulstudium im Rahmen einer Modellklausel möglich.
  8. Dauer der Ausbildung:3 Jahre
  9. Ziel der Ausbildung:
    Die Ausbildung soll entsprechend des Berufs insbesondere dazu befähigen, durch Anwenden geeigneter Verfahren der Physiotherapie in Prävention, kurativer Medizin, Rehabilitation und im Kurwesen Hilfen zur Entwicklung, zum Erhalt oder Wiederherstellung aller Funktionen im somatischen und psychischen Bereich zu geben und bei nicht rückbildungsfähigen Körperbehinderungen Ersatzfunktionen zu schulen.
  10. Ausbildungsinhalte/ -fächer:
    Gemäß Ausbildungs- und Prüfungsverordnung als Bestandteil des MPHG:
    • Bewegungslehre
    • allgemeine und spezielle Krankheitslehre
    • Anatomie
    • Physiologie
    • Berufskunde
    • Pädagogik
    • Befund- und Untersuchungstechniken
    • Behandlungstechniken
    • Trainingslehre
    • Bewegungserziehung
    • Massage-, Elektro-, Hydrotherapie
    • Hygiene
    • Erste Hilfe
    • methodische Anwendung der Physiotherapie in medizinischen Fachgebieten
    • praktische Anwendung der Physiotherapie in medizinischen Fachgebieten
    • Physik und Biomechanik
    • Sprache und Schrift
    • Psychologie, Soziologie
  11. Gesetzliche Grundlage:
    • Masseur- und Physiotherapeutengesetz vom 26.05.1994 (BGBl. I S. 1084) MPhG
  12. Art des Gesetzes:
    • Bundesgesetz
  13. Letzte Änderung der gesetzl. Grundlage:
    25.09.2009
  14. Berufsverband:
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    Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten - IFK e. V.
    Logo
    Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK) e. V.
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    Physiotherapieverband e. V. Bundesverband (VDB)
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    Verband Physikalische Therapie - Vereinigung für die physiotherapeutischen Berufe e. V. (VPT)
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