1. Berufsbezeichnung:
    Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/in
  2. Welchen spezifischen Beitrag leistet der Beruf bei der Patientenversorgung?
    • Gemäß SGB V, Heilmittel-Richtlinien/Heilmittel Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie:
      Behandlung von Stimm-, Sprech-, Sprach-, Hör- und Schluckstörungen.
  3. Mit welchen drei Berufen erfolgt eine besonders intensive Zusammenarbeit?
    • Arzt / Ärztin
    • Heilmittelerbringer/in (z. B. Logopäde/in, Ergotherapeut/in, Physiotherapeut/in)
    • medizinische und pädagogische Bezugspersonen
  4. Tätigkeitsorte:
    • Krankenhaus
    • Reha-Einrichtung
    • ambulante Pflegeeinrichtung
    • öffentlicher Gesundheitsdienst
    • Forschungseinrichtung
    • zugelassene Praxis
    • Gesundheitswirtschaft
    • stationäre Pflegeeinrichtung
    • Beratungsstelle
  5. Voraussetzungen für den Zugang zur Ausbildung bzw. zum Studium:
    • Sekundarstufe I (Realschulabschluss) oder gleichwertiger Abschluss
    • Erfolgreicher Abschluss des Auswahlverfahrens:
    - 2 schriftliche Tests (Musiktheorie und verbale Intelligenz - Vortrag (Lied und Sprechtext) - 2 Gruppenstunden (Singstimme, Sprechstimme und Bewegung) - mindestens 1 Einzelprüfung (höchstens 4 aus den Bereichen Stimme,    Sprechen, Bewegung, musikalische Eignung - Gespräch
    • Elementarkenntnisse im Spiel mindestens eines Begleitinstrumentes
    • Gesundheit von Stimme, Sprache und Gehör
  6. Mindestalter:
    16 Jahre
  7. Art der Ausbildung:
    • staatl. anerkannte Berufsfachschule weiterführend: Fachhochschulen: Bachelor of Science (in 3 Semestern) und Master of Science mit fachlichem Zusatz "Occupational Therapy / Speech and langvage Therapy / Logopedics"
  8. Dauer der Ausbildung:3 Jahre
  9. Ziel der Ausbildung:
    • Recht zur Führung der Berufsbezeichnung: staatlich geprüfte/r Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/in
  10. Ausbildungsinhalte/ -fächer:
    Wissenschaftlich und fachpraktisch:
    • Theorie im medizinisch-pathologischen Bereich:
    Anatomie, Physiologie, Pathologie, Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schluck-Therapie, Phoniatrie, Pädaudiologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Aphasiologie, Pädiatrie, Neuropädiatrie, Neurologie, Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Bewegungstherapie, Orthopädie, Kieferheilkunde, Atemtherapie, Pneumologie, Konzept Schlaffhorst-Andersen.
    • Theorie im sozial- und stimm-, sprech-, sprach-wissenschaftlichen Bereich:
    Psychologie, klinische Psychologie, Pädagogik, Konzept Schlaffhorst-Andersen, Sprachbehindertenpädagogik, Heilpädagogik, Soziologie, Linguistik, Phonetik, Berufs- und Gesetzeskunde
    • Praktische Ausbildung:
    Praxis der Stimm-, Sprech-, Sprach-, Schluck-, Atem-Therapie unter Supervision, Befunderhebung, Therapieplanung, Therapiedurchführung, Beratungsgespräche, fachübergreifende Zusammenarbeit, Behandlung.
    Konzept Schlaffhorst-Andersen. Einzel-Unterricht zur Ausbildung von Stimme, Sprechen, Klavierspiel, Bewegung, Atmung. Literaturstudium und Einsatz von Literatur in Therapie und Pädagogik.
    • Methodisch/didaktische Ausbildung:
    Behandlungs- und Unterrichtsproben in den therapeutischen und pädagogischen Handlungsfeldern Stimme, Sprechen, Sprache, Bewegung, Atmung, Instrumentalspiel.
    • Musische Ausbildung:
    Stimmbildung, Sprecherziehung, Musiktheorie, Gehörbildung, Klavierspiel, Rhythmik, Chor, Chorische Stimmbildung
  11. Gesetzliche Grundlage:
    • Niedersächsisches Schulgesetz (NSchG)
    • Verordnung über berufsbildende Schulen (BbS-VO)
  12. Art des Gesetzes:
    • Landesgesetz
  13. Letzte Änderung der gesetzl. Grundlage:
    2009
  14. Berufsverband:
    Logo
    Deutscher Bundesverband der Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/innen e.V., Lehrervereinigung Schlaffhorst-Andersen (dba)
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