1. Berufsbezeichnung:
    Ergotherapeut/in
  2. Welchen spezifischen Beitrag leistet der Beruf bei der Patientenversorgung?
    Der spezifische Beitrag der Ergotherapie für die Patientenversorgung kommt in der Definition Ergotherapie des DVE vom August 2007 zum Ausdruck (siehe hierzu ergänzend auch Punkt 11 oben): "Ergotherapie unterstützt und begleitet Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind. Ziel ist, sie bei der Durchführung für sie bedeutungsvoller Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrer persönlichen Umwelt zu stärken. Hierbei dienen spezifische Aktivitäten, Umweltanpassung und Beratung dazu, dem Menschen Handlungsfähigkeit im Alltag, gesellschaftliche Teilhabe und eine Verbesserung seiner Lebensqualität zu ermöglichen." Quellen: Broschüre "Ergotherapie im Profil" (Karlsbad/DVE 2008), Broschüre "Ergotherapie – Was bietet sie heute und in Zukunft?" (DVE et al. 2007), Flyer "Ergotherapie heute" (Karlsbad/DVE, lfd. Aktualisierung)
  3. Mit welchen drei Berufen erfolgt eine besonders intensive Zusammenarbeit?
    • Ärztin / Arzt
    • Physiotherapeut/in
    • Logopäde/in
  4. Tätigkeitsorte:
    • Krankenhaus
    • Reha-Einrichtung
    • ambulante Pflegeeinrichtung
    • öffentlicher Gesundheitsdienst
    • Forschungseinrichtung
    • zugelassene Praxis
    • Gesundheitswirtschaft
    • stationäre Pflegeeinrichtung
    • Beratungsstelle
  5. Voraussetzungen für den Zugang zur Ausbildung bzw. zum Studium:
    Laut § 4 Abs. 2 ErgThG wird zur Ausbildung zugelassen:
    • Realschulabschluss bzw. Mittlere Reife oder gleichwertiger Abschluss
    •  eine nach Hauptschulabschluss abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer
  6. Mindestalter:
    Das ErgThG sieht kein Mindestalter vor.
  7. Art der Ausbildung:
    • Staatliche anerkannte Schulen für Ergotherapeuten (siehe § 4 Abs. 1 ErgThG). Im Rahmen der Modellklausel nach § 4 Abs. 5 ErgThG auch Hochschulen.
  8. Dauer der Ausbildung:3 Jahre
  9. Ziel der Ausbildung:
    Die Ausbildung soll entsprechend dem allgemein anerkannten internationalen Standard wissenschaftsorientierter ergotherapeutischer Erkenntnisse und bezugswissenschaftlicher Erkenntnisse der Medizin, Sozial-, Reha- und Gesundheitswissenschaften dazu befähigen, kompetenzbasierte Lernergebnisse (Kenntnisse, Fertigkeiten, persönliche und fachliche Kompetenz) zur eigenverantwortlichen Durchführung der Ergotherapie in den Bereichen Primärprävention/Gesundheitsförderung, Akutbehandlung und Rehabilitation nachzuweisen. Die Ergotherapie befasst sich damit, Menschen zu einer größtmöglichen Handlungsfähigkeit in den Lebensbereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrer persönlichen Umwelt zu befähigen. Hierbei dienen spezifische Aktivitäten, Umweltanpassung und Beratung dazu, dem Menschen Handlungsfähigkeit im Alltag, gesellschaftliche Teilhabe und eine Verbesserung seiner Lebensqualität zu ermöglichen. Die ergotherapeutische Intervention ist ausgerichtet auf Menschen jeden Alters, deren gesundheitsbezogene Funktionsfähigkeit und/oder Lebensqualität beeinträchtigt oder von Einschränkungen bedroht ist. Dabei werden die jeweilige Lebensphase, der Lebensbereich, die Erwartungen und Bedürfnisse der Person hinsichtlich ihrer Betätigungen und die Anforderungen der Umwelt berücksichtigt."
  10. Ausbildungsinhalte/ -fächer:
    Siehe Anlage 1 der ErgThAPrV:
    • spezielle Krankheitslehre
    • Psychologie und Pädagogik
    • Behindertenpädagogik
    • Medizinsoziologie und Gerontologie
    • Handwerkliche und gestalterische Techniken
    • Hilfsmittel
    • Schienen und technische Medien
    • Grundlagen der Ergotherapie
    • Motorisch-funktionelle Behandlungsverfahren
    • Neurophysiologische Behandlungsverfahren
    • Neuropsychologische Behandlungsverfahren
    • Psychosoziale Behandlungsverfahren
    • Arbeitstherapeutische Verfahren
    • Prävention
    • Rehabilitation
  11. Gesetzliche Grundlage:
    • Gesetz über den Beruf der Ergotherapeutin und des Ergotherapeuten (Ergotherapeutengesetz - ErgThG) vom 25.05.1976 (BGBl. I S. 1246) Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten (Ergotherapeuten-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung - ErgThAPrV) vom 02.08.1999, zuletzt geändert durch Art. 15 des Gesetzes vom 02.12.2007, BGBl. I S. 2686
  12. Art des Gesetzes:
    • Bundesgesetz
  13. Letzte Änderung der gesetzl. Grundlage:
    25.09.2009
  14. Berufsverband:
    Logo
    Deutscher Verband der Ergotherapeuten e. V. (DVE)
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