1. Berufsbezeichnung:
    Medizinische/r Fachangestellte/r (MFA)
  2. Welchen spezifischen Beitrag leistet der Beruf bei der Patientenversorgung?
    MFA leisten ihren berufsspezifischen Beitrag zur Prävention, zur Wiederherstellung der Gesundheit und Unterstützung bei chronischen Erkrankungen, bei Notfällen und in der Organisation und Verwaltung der Praxis. Sie betreuen Patienten/innen vor, während und nach der Behandlung. Sie assistieren bei medizinischen Behandlungsabläufen und Untersuchungen. Sie informieren Patienten/innen über die Ziele und Möglichkeiten der Vor- und Nachsorge. Sie führen Hygienemaßnahmen, Labor- und Verwaltungsarbeiten durch. Weitere Schwerpunkte liegen in den Bereichen Kommunikation, Information, Dokumentation und Abrechnung sowie Datenschutz, Praxis- und Qualitätsmanagement.
  3. Mit welchen drei Berufen erfolgt eine besonders intensive Zusammenarbeit?
    • Arzt / Ärztin
    • Gesundheits-, Kranken- und Altenpflege
    • Apotheker/in bzw. Pharmazeutisch-technische/r Angestellte/r / Pharmazeutisch-kaufmännische/r Fachangestellte/r
  4. Tätigkeitsorte:
    • Krankenhaus
    • Reha-Einrichtung
    • ambulante Pflegeeinrichtung
    • öffentlicher Gesundheitsdienst
    • Forschungseinrichtung
    • zugelassene Praxis
    • Gesundheitswirtschaft
    • Beratungsstelle
  5. Voraussetzungen für den Zugang zur Ausbildung bzw. zum Studium:
    • Für alle Berufe des dualen Ausbildungssystems ist gesetzlich keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben.
    • Auf Grund der Anforderungen ist für den Beruf der MFA ein Realschulabschluss bzw. Mittlere Reife oder gleichwertiger Abschluss empfehlenswert.
  6. Mindestalter:
    nach Absolvierung der gesetzlichen Schulpflicht (s. Punkt 5)
  7. Art der Ausbildung:
    Ausbildungsberuf im dualen System (i.d.R. Arztpraxis und Berufsschule)
  8. Dauer der Ausbildung:3 Jahre
  9. Ziel der Ausbildung:
    Ziel ist die berufliche Handlungsfähigkeit, die das selbstständige Planen, Durchführen und Kontrollieren der beruflichen Aufgaben in allen Bereichen umfasst. In den Bereichen der Diagnostik und Therapie erfolgt dieses Arbeiten unter Anleitung und Aufsicht des Arztes / der Ärztin (delegierbare Leistungen).
  10. Ausbildungsinhalte/ -fächer:
    Gegenstand der Berufsausbildung nach Ausbildungsordnung MFA sind mindestens die Vermittlung der folgenden Fertigkeiten und Kenntnisse:
    • Gesundheitsschutz und Hygiene
    • Kommunikation
    • Patientenbetreuung und -beratung
    • Betriebsorganisation und Qualitätsmanagement
    • Verwaltung und Abrechnung
    • Information und Dokumentation
    • Durchführen von Maßnahmen bei Diagnostik und Therapie unter Anleitung und Aufsicht des Arztes oder der Ärztin
    • Grundlagen der Prävention und Rehabilitation
    • Handeln bei Not- und Zwischenfällen
  11. Gesetzliche Grundlage:
    • Auf Grund des § 4 Abs. 1 in Verbindung mit § 5 des Berufsbildungsgesetzes (BBIG) vom 23.März 2005 (BGBl. I S.931) und in Verbindung mit § 1 des Zuständigkeitsanpassungsgesetz vom 16. August 2002 (BGBl. I S. 3165) und dem Organisationserlass vom 22. November 2005 (BGBl. I S. 3197) vom Bundesministerium für Gesundheit im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung verordnet.
  12. Art des Gesetzes:
    • Bundesgesetz
  13. Letzte Änderung der gesetzl. Grundlage:
    26.04.2006
  14. Berufsverband:
    Logo
    Verband medizinischer Fachberufe e. V.
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