LearnART - Die Konzeption

Konzeptionell basiert das Projekt auf neun so genannten "Lernkonstellationen", innerhalb derer die Teilnehmer aktiv sind. Sie bilden das Herzstück von LearnART und bestehen aus Präsenz- und Telelernphasen, die miteinander verzahnt werden sollen:

Lernkonstellation

Bei der inhaltlichen Ausrichtung dieser Lernkonstellationen an den Themenschwerpunkten Praxismanagement, Qualitätsmanagement und Kommunikation erfolgt eine Orientierung am Fortbildungsberuf Arztfachhelfer/-in (AFH). Die Lernkonstellationen sind methodisch nach der Form des so genannten "blended learning" aufgeteilt. "Blended learning" bedeutet dabei, dass eine Art "Mischform" des Unterrichts entworfen wird, die aus den etablierten Präsenzveranstaltungen gewohnter Schulungsmaßnahmen sowie hinzukommenden Telelernphasen besteht. Während dieser Telelernphasen lernen die Teilnehmer der Maßnahme per PC mit Internetverbindung innerhalb der genannten Lehr-/Lernplattform "ILIAS" eigen­ständig die Inhalte einer Maßnahme vor und/oder nach. Diese Inhalte sind dabei didaktisch multimedial von Dozenten aufbereitet und werden von den Teilnehmern interaktiv erarbeitet. Interaktiv bedeutet dabei, dass der Lerner beim Erarbeiten der Inhalte, bzw. beim Durcharbeiten der Lerneinheiten auf deren Verlauf bzw. den dargebotenen Inhalt Einfluss nehmen kann. Je nach Struktur der angebotenen Lerneinheit kann der Lerner selber Arbeitstempo und -weise mit bestimmen. Zudem können auf diese Weise von den Dozenten Aufgaben gestellt werden, die von den Lernern gelöst werden müssen. Während der Telelernphasen kann der Lerner alleine oder zusammen mit anderen Teilnehmern lernen. Er kann mit diesen oder mit den Dozenten über verschiedene Kanäle kommunizieren: So z.B. per Chat, per eMail und per Forum. Auf diese Weise können bspw. Fragen gestellt und/oder Informationen ausgetauscht werden. Das Arbeiten innerhalb solcher Telelernphasen geschieht einerseits in zeitlicher Abstimmung mit dem Dozenten. Die Teilnehmer können andererseits allerdings ebenso selber bestimmen, zu welcher Zeit und von welchem Ort sie "online" Lernen möchten.

Lernkonstellationen werden auf Basis einer situationsorientierten, so genannten lernfeld- und handlungsbezogenen didaktischen Ausrichtung zu einer übergeordneten Unterrichtskonzeption zusammengeschlossen. Präsenz- und Telelernphasen stehen folglich nicht von einander getrennt, sondern deren inhaltliche, methodische und mediale Gestaltung sind mittels curricularer Strukturen im Sinne einer didaktischen Gesamtkonzeption ausgearbeitet.

Die neun Lernkonstellationen erstrecken sich auf den inhaltlich/thematischen Bereich:

Lernkonstellationen Inhalt

Die einzelnen Lernkonstellationen entstehen jeweils in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden (Kompetenzniveaus), so dass insgesamt 27 ausgearbeitete Schwierigkeitsgrade (Kompetenzniveaus) im Rahmen von LearnART erstellt werden. Je Lernkonstellation wird ein Basisniveau, ein Entwicklungsniveau und ein Ausbauniveau entwickelt, sodass jeder Lerner/Teilnehmer dort "abgeholt" werden kann, wo er sich befindet und nicht über- bzw. unterfordert wird.

Jede Lernkonstellationen wird von einem so genannten "Autorenteam" entwickelt. Diese Autoren (Dozenten) sind folglich sowohl für die Durchführung der Präsenzveranstaltungen wie auch für die Durchführung und Betreuung der Telelernphasen, währenddessen die Lerner also per Internet lernen, zuständig. Die Lerner haben also ständig die Möglichkeit der Kommunikation mit den Autoren. Ein Autorenteam entwickelt die drei unterschiedlichen Kompetenzniveaus für ihre jeweilige Lernkonstellation.

Konkret stellen sich die neun Lernkonstellation folgendermaßen dar

Konkrete Lernkonstellation

Die Entwicklung der zueinander gehörigen Lernkonstellationen (P1, Q1, K1 - P2, Q2, K2 - P3, Q3, K3) erfolgt jeweils gleichzeitig. Die gewählten inhaltlichen Schwerpunkte werden für das Berufsfeld Arzthelfer/-innen in einem sich verändernden Gesundheitswesen zukünftig stark an Bedeutung gewinnen. Die Vorteile, welche die Bundesärztekammer auf diese Weise durchzusetzen versucht, dienen der gesamten Arztpraxis. Der Arzt wird von Formalitäten entlastet, die Praxis wirtschaftlich und im Hinblick auf Patienten- sowie Zeitmanagement von zufriedenem Personal effizient geführt. Als Ergebnis steht zudem der noch zufriedenere Patient.