Konferenz der internationalen Ärztekammern (CEOM)

Die Ärztekammern und die ärztlichen Organisationen der EG-Länder, die kammerähnliche Aufgaben wahrzunehmen haben, schlossen sich - als 1971 abzusehen war, dass die "Richtlinie über die Niederlassungsfreiheit und die gegenseitige Anerkennung der Diplome" durch den EG-Ministerrat verabschiedet werden würde - zu einer "Internationalen Konferenz" zusammen. Ziel dieses Gremiums ist es seither, die Verfahren in den Mitgliedsstaaten zu koordinieren, die im Zusammenhang mit dem Inkrafttreten der Richtlinie für Ärzte anzuwenden sind. Den Vorsitz führt Dr. Pedro Nunes.

Das Gremium befasst sich hauptsächlich mit den ärztlichen Berufsordnungen und der Migration von Ärztinnen und Ärzten. So konnten bereits 1987 eine Europäische Berufsordnung verfasst werden, die Grundsätze für das ethische Verhalten von Ärzten in Europa aufzeichnet (Principes d’éthique médicale européenne). Die Internationale Konferenz, die endgültig im Dezember 2003 in Europäische Konferenz der Ärztekammern CEOM (Conférence Européene des Ordres des Médecins) umbenannt wurde, ist in der Europäischen Union zu einem Informationsorgan über den jeweiligen Stand der Freizügigkeit der ärztlichen Berufsausübung geworden. Seit 1995 entsendet auch die Schweiz und seit 2001 Rumänien regelmäßig Beobachter zu den Beratungen der Konferenz. An der Sitzung im Dezember 2004 nahmen erstmals auch Vertreter aus Kroatien und Albanien teil und im Dezember 2005 aus Litauen.