Gebührenordnung für Ärzte 20.02.2015

Windhorst: „GOÄ-Informationspaket soll bis 31. März an das Ministerium gehen“

Berlin, 20.02.2015 Die Bundesärztekammer und der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) wollen dem Bundesgesundheitsministerium bis zum 31. März 2015 ein erstes Informationspaket für einen abgestimmten Entwurf einer neuen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) übergeben. Das sagte der Vorsitzende des Bundesärztekammer-Ausschusses „Gebührenordnung“, Dr. Theodor Windhorst, in einem gemeinsamen Interview mit dem Direktor des PKV-Verbandes, Volker Leienbach, im Deutschen Ärzteblatt (Heft 8/2015). Wenn alles planentsprechend verlaufe, könne die neue privatärztliche Gebührenordnung am 1. Oktober 2016 in Kraft treten, so Windhorst. Er wies aber darauf hin, dass auch die Zustimmung der Beihilfe notwendig sei. Kernstück des Informationspaketes ist eine sogenannte „TOP-400-Liste“, die weitgehend mit dem PKV-Verband konsentiert ist. Dabei handelt es sich um Leistungen, die besonders häufig abgerechnet werden: Sie machen voraussichtlich rund 80 bis 85 Prozent des ärztlichen Honorarumsatzes aus. In einem nächsten Schritt sei für die Prüfung der Gebührennummern der neuen GOÄ die Einsetzung einer Arbeitsgruppe mit Vertretern der  Bundesärztekammer, der PKV sowie der Beihilfe geplant, berichtete Windhorst. Soweit diese inhaltlich betroffen seien, würden auch die Deutsche Krankenhausgesellschaft, die Bundeszahnärztekammer und die Bundespsychotherapeutenkammer beteiligt. Dieses Vorgehen entspreche auch den Vorstellungen der Fachgesellschaften, die im Vorfeld natürlich angehört worden seien, betonte Windhorst. Aussagen zur zukünftigen Honorarentwicklung könnten erst nach Abschluss der Verhandlungen gemacht werden. Windhorst sprach sich dafür aus, dass die im Anschluss an die GOÄ-Novellierung fortlaufende Weiterentwicklung und Pflege der neuen GOÄ in der Bundesärzteordnung gesetzlich verankert werde. „Hauptverantwortlich bliebe hierfür der Verordnungsgeber, das heißt das BMG. Es würde dabei aber in Zukunft durch eine von der BÄK, dem PKV-Verband und der Beihilfe einzurichtenden Gemeinsamen Kommission GOÄ sowie deren Datenstelle ganz wesentlich unterstützt werden.“ Interview im Wortlaut
Presse 03.02.2015

Bartmann: Das Internet kann ärztliche Erfahrung nicht ersetzen

Berlin, 03.02.2015 „Wenn jemand wirklich krank ist und Hilfe braucht, dann kann er das nicht mit Google oder einer App lösen. Dann geht er zum Arzt.“ Das sagte Dr. Franz Bartmann, Vorsitzender des Telematik-Ausschusses der Bundesärztekammer, in einem Beitrag über Medizin-Apps in den Kieler Nachrichten (03.02.). Das Internet könne weder die jahrelange ärztliche Ausbildung und Erfahrung, noch eine individuelle Beratung ersetzen, so Bartmann. Daher teile er auch nicht die Sorge, dass Ärzte durch solche Angebote überflüssig würden. Den Trend zur lückenlosen Selbstvermessung sieht Bartmann kritisch: „Ich halte es für denkbar, dass Einzelne durch diese ständige Selbstkontrolle hypochondrische Züge annehmen. Wenn sie ängstlich alle Parameter beobachten, machen sie sich schnell Sorgen.“ Sinnvoller sei ein kontinuierliches Monitoring bei chronischen Krankheiten. Mit Hilfe entsprechender Apps könnten Daten schneller an den behandelnden Arzt übermittelt und einfacher ausgewertet werden. Besondere Vorsicht sei bei Gratisanwendungen geboten. „Immer dann, wenn eine App kostenlos ist, ist der Kunde nicht nur Kunde, sondern auch Ware. Das muss man kritisch hinterfragen“, so Bartmann. Die Nutzer müssten sich darüber bewusst sein, dass ihre Daten abgegriffen und zu Geld gemacht würden.
Presse 23.01.2015

Regierungsentwurf zum GKV-VSG: BÄK mahnt Nachbesserungen an

Berlin, 23.01.2015 Die Bundesärztekammer (BÄK) hat ihre grundsätzliche Kritik an dem von der Bundesregierung geplanten GKV-Versorgungsstärkungsgesetz bekräftigt. „Statt die freiheitliche ärztliche Berufsausübung zu sichern und zu fördern, setzt der Entwurf in vielen Bereichen auf mehr staatliche Regulierung sowie auf eine weitere Kompetenzausweitung des Gemeinsamen Bundesausschusses“, moniert die BÄK in ihrer Stellungnahme zu dem Regierungsentwurf für das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz. Bereits nach Bekanntwerden des Referentenentwurfs hatte die Ärzteschaft im November letzten Jahres gewarnt, die Pläne würden das deutliche Bekenntnis des Koalitionsvertrages zur ärztlichen Freiberuflichkeit konterkarieren. Daran hat sich für die Bundesärztekammer trotz einigen Nachbesserungen der Koalition bei Detailregelungen nichts geändert. Als Beispiele nennt sie die vorgesehene Verschärfung der ärztlichen Zulassungsbeschränkungen, die geplanten Termin-Servicestellen, aber auch die im Gesetz angelegte Definitionshoheit des Gemeinsamen Bundesausschusses über Anforderungen an zweitmeinungsberechtigte Ärztinnen und Ärzte. So warnt die Bundesärztekammer in ihrer Stellungnahme davor, dass die vorgesehenen Regelungen für den geplanten Zwangseinzug von Vertragsarztsitzen weder den Ärztemangel in strukturschwachen Regionen kompensieren können, noch den ärztlichen Nachwuchs zur Niederlassung motivieren. „Zudem bleibt das räumliche Inanspruchnahmeverhalten der Patienten unberücksichtigt. Studien belegen,dass Ärzte in städtischen Mittel- und Oberzentren oft in bedeutendem Maße Patienten aus den umliegenden Landkreisen mitversorgen“, so die BÄK. Bei den geplanten Terminservicestellen warnt die Ärzteschaft vor zusätzlicher Bürokratie und fehlenden Kapazitäten in den Krankenhäusern. Daran ändere auch nichts, dass die Regierung nunmehr „verschiebbare Routineuntersuchungen“ und „Bagatellerkrankungen“ von der Regelung ausgenommen hat.Nachbesserungsbedarf besteht auch bei den Regelungen für das Zweitmeinungsverfahren. Die BÄK begrüßt zwar grundsätzlich die Möglichkeit zur Einholung einer ärztlichen Zweitmeinung. Jedoch liege den Plänen die Intention zugrunde, die Patienten durch Einholung einer Zweitmeinung vor möglichen Indikationsausweitungen zu schützen. „Zweitmeinungen als Korrektiv für finanzielle Fehlanreize können aber lediglich zur Dämpfung derartiger Auswirkungen führen, nicht jedoch die eigentlichen Probleme lösen“, heißt es in der BÄK-Stellungnahme. Darin kritisiert sie auch die vorgesehene Definitionshoheit des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) insbesondere über Anforderungen an zweitmeinungsberechtigte Leistungserbringer. Die BÄK verweist auf die originäre Zuständigkeit der Ärztekammern für die fachliche Qualifikation von Ärztinnen und Ärzten. „Hier ist eine enge Abstimmung des G-BA mit den Ärztekammern beziehungsweise der Bundesärztekammer zwingend erforderlich, um eine Kompatibilität zu den Inhalten der ärztlichen Weiterbildung zu gewährleisten.“Als sinnvoll erachtet die Bundesärztekammer die Einrichtung eines Innovationsfonds´, über den künftig innovative sektorenübergreifende Versorgungsformen und die Versorgungsforschung mit insgesamt 300 Millionen Euro gefördert werden sollen. Völlig unverständlich sei aber, warum pharmazeutische Unternehmer und Hersteller von Medizinprodukten als Antragsberechtigte für eine Förderung neu aufgenommen wurden, während die Ärztekammern weiterhin nicht berechtigt sein sollen.Als grundsätzlich positiv beurteilt die BÄK, dass mit dem Gesetz die bisherige Verfahrensweise zur Förderung der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin normiert und die Zahl der zu fördernden Stellen erhöht werden soll. Im niedergelassenen Bereich soll eine Weiterbildungsvergütung auf dem Niveau der Tarifverträge in den Kliniken gezahlt werden. Die Bundesärztekammer vermisst hier jedoch eine klare extrabudgetäre Finanzierungsregelung, die sicherstellt, dass die Budgets der weiterbildenden Ärztinnen und Ärzte nicht belastet werden. Scharf kritisiert die BÄK, dass der Bundesärztekammer und den Landesärztekammern in Anbetracht ihrer bestehenden Einbindung in die in Verträgen geregelte Verfahrensweise zur Förderung der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin auf Bundes- und Landesebene nur ein Benehmens-, und kein Einvernehmensrecht eingeräumt werden soll. Das bestehende Förderprogramm werde maßgeblich auch von der Bundesärztekammer und den Landesärztekammern entsprechend ihrer originären Zuständigkeit für die ärztliche Weiterbildung getragen. Es sei zudem dringend notwendig, dass die Förderung der im ambulanten Bereich stattfindenden Weiterbildung auch auf andere Facharztrichtungen ausgeweitet wird. Stellungnahme der Bundesärztekammer zu dem Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Versorgungsstärkungsgesetz – GKV-VSG) [PDF]   Stand: 22.01.2015...
Presse 22.01.2015

Montgomery: "Reformen im Transplantationswesen greifen"

Berlin, 22.01.2015 Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat den Aufruf von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zu mehr Organspenden unterstützt. In der Neuen Osnabrücker Zeitung (21.01.2015) sagte er, die von Selbstverwaltung und Gesetzgeber nach dem Transplantationsskandal veranlassten Maßnahmen für mehr Kontrolle und Transparenz bei der Organvergabe greifen. Dies habe jüngst auch die Bundesregierung in einem Bericht bescheinigt. Danach sei es „durch die Reformen gelungen, für mehr Sicherheit und Klarheit in den Transplantationszentren und den Entnahmekrankenhäusern zu sorgen“, erklärte der Ärztepräsident. „Unter anderem haben wir das Mehraugenprinzip bei der Anmeldung von Wartelisten-Patienten eingeführt und eine unabhängige Vertrauensstelle ‚Transplantationsmedizin‘ zur Meldung von Auffälligkeiten und Verstößen gegen das Transplantationsrecht eingerichtet“, erläuterte Montgomery. Zudem seien die Befugnisse der Prüfungs- und Überwachungskommission erheblich ausgeweitet worden. Die Neuregelungen sähen überdies vor, dass alle Transplantationszentren mindestens einmal in einem Zeitraum von 36 Monaten vor Ort geprüft würden, fügte er hinzu. „Die Kommissionen haben sich durch ihre umfassenden Prüfungen mehr als bewährt – auch als flexible und extrem belastbare Kontrollgremien, die den Anforderungen im komplexen und dynamischen Gebiet der Transplantationsmedizin gerecht werden“, betonte der Präsident der Bundesärztekammer. Die Transplantationsmedizin sei heute so sicher wie nie zuvor. Leider spiegele sich das noch nicht in der Zahl der Organspendewilligen wider. Im Interesse der Patienten, die dringend ein Spenderorgan benötigten, sei man dazu verpflichtet, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen, so Montgomery: „Nur so können wir das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Organspende zurückzugewinnen."
Patienten 22.01.2015

„Erblicher Eierstockkrebs – Gentest Ja oder Nein?“

Berlin, 22.01.2015 Auf zwei Seiten vermittelt die Patienten-Kurzinformation Wissenswertes zu erblichem Eierstockkrebs und klärt über die Möglichkeit auf, seine Gene untersuchen zu lassen. Frauen, die einen Gentest erwägen, erfahren außerdem, was bei der Entscheidung zu bedenken ist, und finden wichtige Fakten sowie praktische Tipps. Die Reihe „Kurzinformationen für Patienten" entwickelt das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin im Auftrag der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Etwa drei von 100 bösartigen Tumoren der Frauen betreffen die Eierstöcke. Davon ist ungefähr jeder zehnte Eierstockkrebs erblich bedingt. Frauen mit familiärem Eierstockkrebs haben ein deutlich erhöhtes Risiko, sowohl Eierstock- als auch Brustkrebs zu bekommen. Sie erkranken häufig früher als üblich – also vor dem 50. Lebensjahr. Mit einem Gentest kann festgestellt werden, ob eine veränderte Erbanlage vorliegt. Den Frauen sollte im Voraus bewusst sein, dass sie ein beunruhigendes Testergebnis erhalten könnten und sie mit diesem Wissen leben müssten. Ein positiver Gentest heißt aber nicht zwingend, dass man auch erkrankt. Erblicher Eierstockkrebs [PDF] Weitere Patienteninformationen
Presse 21.01.2015

Schutzniveau für betroffene Frau möglichst wenig absenken

Berlin,20.01.2015 Die Bundesärztekammer (BÄK) setzt sich dafür ein, dass das bisher erreichte gesundheitliche Schutzniveau für Frauen bei der Anwendung der „Pille danach“ trotz der Entlassung des Präparates aus der Verschreibungspflicht möglichst wenig abgesenkt wird. Nicht selten handele es sich bei den betroffenen Frauen um Jugendliche, unterstrich die BÄK in ihrer Stellungnahme zu der entsprechenden Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung. Insbesondere müssten die Packungsbeilagen die Empfehlung enthalten, sich bei Fragen zur Indikation, Wirkung und Nebenwirkung sowie zur Sexualität und Kontrazeption ärztlich beraten zu lassen. Auch Apotheker müssten beim Verkauf des Medikaments auf diese Möglichkeit hinweisen. Im Sinne des Gesundheitsschutzes empfiehlt die BÄK außerdem, die Auswirkungen der Neuregelung über einen Zeitraum von fünf Jahren zu evaluieren. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte solle die Bundesregierung über die Entwicklung der Zahl der verkauften Verpackungen, der ungewollten Schwangerschaften und Schwangerschaftsabbrüche sowie das Auftreten unerwünschter Nebenwirkungen informieren. Stellungnahme der Bundesärztekammer zum Entwurf einer Vierzehnten Verordnung zur Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung vom 14.01.2015 [PDF]  Stand: 15.01.2015
Presse 21.01.2015

BÄK unterstreicht zentrale Rolle der Ärzte

Berlin, 21.01.2015 Die Bundesärztekammer (BÄK) hat ihre Forderung nach einer stärkeren strukturellen Einbindung der Ärzteschaft in die Leistungen des geplanten Präventionsgesetzes bekräftigt. In ihrer Stellungnahme zu dem Regierungsentwurf des Gesetzes weist die BÄK auf die zentrale Rolle der Ärztinnen und Ärzte bei der Prävention hin. Sie erreichten Patienten aller gesellschaftlichen Schichten gleichermaßen. Daher solle die Bundesregierung die Chance nutzen und die Kompetenzen der Ärzte im Rahmen der Primärprävention stärken. Die BÄK begrüßt den im Präventionsgesetz verfolgten Ansatz, die Gesundheitsuntersuchungen in Zukunft stärker auf die Erfassung und Bewertung gesundheitlicher Risiken und Belastungen auszurichten und diese bereits ab dem 18. Lebensjahr anzubieten. Sie warnt jedoch davor, ihre zukünftige Ausgestaltung allein dem Gemeinsamen Bundesausschuss zu überlassen und unter Erprobungsvorbehalt zu stellen. Ungünstigenfalls könnten sich dadurch Anzahl und Umfang der angebotenen Untersuchungen für GKV-Versicherte zukünftig verringern statt erhöhen, zumal der Gesetzgeber den Krankenkassen  für die neugestalteten Gesundheitsuntersuchungen Kostenneutralität in Aussicht gestellt hat. Bei einer qualitativen Neugestaltung der ärztlichen Vorsorge muss nach Auffassung der BÄK die Honorierung der Untersuchungen jedoch ergebnisoffen und leistungsbezogen diskutiert werden.Statt einer bloßen Präventionsempfehlung für Angebote der Krankenkassen, wie im Gesetz vorgesehen, fordert die BÄK ein umfassendes ärztliches Präventionsmanagement, das sowohl eine Exploration gesundheitlicher Belastungen, eine ärztliche Beratung und Begleitung von Präventionsaktivitäten als auch die Bewertung ihrer Wirksamkeit umfassen sollte. Im Kontext der Kinder- und Jugenduntersuchungen sollte die ärztliche Präventionsempfehlung zudem auch auf regionale Angebote Früher Hilfen hinweisen können. Heftig kritisiert  wird von der BÄK die Einrichtung einer „Nationale Präventionskonferenz“, die zwar die Sozialversicherungsträger, Ministerien, Länder- und Patientenvertreter als Mitglieder berücksichtigt, die Spitzenorganisationen Ärzteschaft jedoch außen vor hält. „Eine Nationale Präventionskonferenz ohne Vertretung der Ärzteschaft ist nicht zielführend“, stellt die BÄK klar. Stellungnahme der Bundesärztekammer zum Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz – PrävG) – Regierungsentwurf vom 17.12.2014 [PDF]   Stand: 19.01.2015
Presse 19.01.2015

Bartmann: E-Health-Gesetz geht in die richtige Richtung

Berlin, 19.01.2015 Als „potentiell zielführend“ bezeichnet Dr. Franz Bartmann, Vorsitzender des Telematik-Ausschusses der Bundesärztekammer,den ersten Entwurf für ein E-Health-Gesetz. Wichtig sei die eindeutige Festlegung auf die Nutzung der Telematikinfrastruktur über die elektronische Gesundheitskarte und ihre Anwendungen hinaus, sagte Bartmann in der Ärztezeitung  (10.01.2015) mit Blick auf die telemedizinische Patientenversorgung. Der Deutsche Ärztetag hatte dies bereits 2010 gefordert.   Bedenken äußerte er in Bezug auf die geplante Vergütung elektronisch versendeter Arztbriefe. Sie soll die Investitionen von Ärzten und Kliniken in die Anpassung ihrer IT-Infrastruktur abfedern. „Ob die Pauschale von 55 Cent ausreicht, hängt sicher von der Ausgangslage der jeweiligen Institution ab“, so Bartmann. Auf die endgültige Höhe werde man sich „nach zwei Jahren im Wirkbetrieb einigen.“
Presse 05.01.2015

Montgomery: „Versorgungsstärkungsgesetz bedroht Freiberuflichkeit“

Berlin, 05.01.2015 Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat sich für einen Abbau unnötiger staatlicher Vorgaben im Gesundheitswesen ausgesprochen. „Wir sind längst hoffnungslos überreguliert“, sagte Montgomery in einem gemeinsamen Interview mit dem Vorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dr. Andreas Gassen, im Deutschen Ärzteblatt (Heft 1-2, 2015). Man müsse in vielen Bereichen „den Reset-Knopf drücken und bei Null anfangen, um auf dem Weg des reinen Denkens zu einfachen und vernünftigen Lösungen zu kommen“. Konkret ging Montgomery auf das geplante Versorgungsstärkungsgesetz ein. Der Entwurf  konterkariere das klare Bekenntnis des Koalitionsvertrages zur ärztlichen Freiberuflichkeit. Unter anderem sei die in dem Gesetz angelegte Aufkaufregelung für Vertragsarztsitze falsch. Die Regelung gehöre komplett gestrichen. Immerhin seien mittlerweile mehr Ausnahmetatbestände aufgenommen worden. Dies sei ein Erfolg von Kassenärztlicher Bundesvereinigung und Bundesärztekammer. „Wenn Politik nicht willens ist, diesen Paragrafen zu entfernen, müssen wir dafür sorgen, dass er möglichst wenig Schaden anrichtet.“ Mit Blick auf die mit dem Gesetz geplante Zweitmeinungsregelung stellte Montgomery klar, dass Ärzte nichts dagegen haben, wenn Patienten einen weiteren ärztlichen Rat einholen. „Mich stört aber, dass der Gemeinsame Bundesausschuss festlegen soll, um welche Eingriffe es geht. Und ich habe Zweifel, dass die Bezahlung ausreichen wird.“ Enttäuscht ist der Bundesärztekammer-Präsident über die Ergebnisse der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Krankenhausreform. „Wenn sich sieben Minister und zehn Staatssekretäre zusammen mit dem Bundesgesundheitsministerium ein halbes Jahr intensiv unterhalten, hätte ich erwartet, dass die schon mit konkreten Gesetzesvorschlägen kommen.“ Völlig unzureichend geregelt sei die Investitionsfrage. Positiv sei hingegen, dass man mit der Krankenhausreform die Finanzierung der Hochleistungskliniken wie auch der Versorger-Krankenhäuser besser im DRG-System abbilden wolle. Interview in vollem Wortlaut
BÄKground 19.12.2014

Neue Ausgabe des BÄK-Informationsdienstes erschienen

Berlin,19.12.2014 Zum Jahresende kommt noch einmal Bewegung in die Gesundheitspolitik. So stellte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe den Referentenentwurf seines Versorgungsstärkungsgesetzes vor. BÄKground, der Informationsdienst der Bundesärztekammer, beschäftigt sich in seiner neuen Ausgabe ausführlich mit diesem zentralen gesundheitspolitischen Projekt der Großen Koalition. Die Ärzteschaft begrüßt zwar einige positive Ansätze, spart aber insgesamt nicht mit Kritik. Besonders umstritten sind die Pläne zum Aufkauf von Arztpraxen in überversorgten Regionen, die Terminservicestellen und der Kompetenzzuwachs des Gemeinsamen Bundesausschusses. Nach langen Verhandlungen stellte die Bund-Länder-Arbeitsgruppe nun auch die Eckpunkte für einen Umbau der Krankenhauslandschaft vor. Im BÄKground-Interview kritisiert BÄK-Präsident Prof. Dr. Montgomery den Mangel an konzeptionellen Lösungsvorschlägen. Auch ein Langzeitprojekt nimmt Form an: Das Präventionsgesetz, an dem sich schon mehrere Koalitionen unterschiedlicher Couleur versucht haben. Der nun vorliegende Entwurf sieht unter anderem eine deutliche Aufstockung der Präventionsausgaben vor. Die Primär- und Sekundarprävention bei Kindern und Jugendlichen soll deutlich ausgebaut werden. Die Bundesärztekammer fordert allerdings mehr medizinischen Sachverstand, beispielsweise durch ein umfassendes ärztliches Präventionsmanagement. Mit Spannung erwartet wurde die Bundestagsdebatte zum Thema Sterbehilfe. In der Diskussion zeichnete sich eine breite Mehrheit für ein Verbot der organisierten Beihilfe zum Suizid ab. Als besonders umstritten erwies sich die Frage, welche Rolle die Ärztinnen und Ärzte am Lebensende spielen sollen. BÄKground Dezember 2014 [PDF]

Beschlussprotokoll

des 120. Deutschen Ärztetages
2017 in Freiburg
(Stand: 26.05.2017)

Bundesweite Fortbildungssuche

Pilotprojekt für eine Übersicht aller in Deutschland von einer Landesärztekammer anerkannten Fortbildungsmaßnahmen 

www.baek-fortbildungssuche.de

Fortbildungsveranstaltungen der AkdÄ

Aktuelle Termine und Vorträge

Karriere trotz Teilzeit?
Karriere in Teilzeit!

Zur Unterstützung von Ärztinnen und Ärzten, die trotz Teilzeittätigkeit eine Leitungsfunktion im Krankenhaus anstreben oder nach Erreichen einer Leitungsfunktion eine solche planen, beabsichtigt die Bundesärztekammer, eine Übersicht erfolgreicher Modelle aufzubauen.

Bitte melden Sie uns positive Beispiele unter Nennung der Fachrichtung und der Klinik an: karriere-in-teilzeit@baek.de.

Evaluation der Weiterbildung

Medizinische Fachangestellte

Ausschüsse & Ständige Konferenzen

Liste der Ausschüsse und Ständigen Konferenzen

Arztbibliothek

RSS-Feed

Aktuelles von der Bundesärztekammer