Presse 15.12.2014

Clever: „Ein Bedarf besteht für alle Facharztbereiche“

Berlin, 15.12.2014 Der Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg und Menschenrechtsbeauftragte der Bundesärztekammer, Dr. Ulrich Clever, hat bessere Bedingungen für die ärztliche Versorgung von Flüchtlingen in Deutschland gefordert. Es sei problematisch, wenn Flüchtlinge in bereits medizinisch unter­versorgte Regionen untergebracht werden, zum Beispiel in abgelegen Industriegebieten. „Hier kann nicht optimal versorgt werden“, sagte Clever in einem Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt (12.12.2014). Bedarf bestünde für alle Facharztbereiche. Die Krankheiten, bedingt durch Entbehrungen jeglicher Art und das über einen meist langen Zeitraum, seien vielzählig. „Wichtig sind in diesem Zusammenhang vor allem auch Dolmetscher. Ideal wäre, wenn auch mit Blick auf psychotherapeutische Behandlungen Muttersprachler für die Übersetzung zur Verfügung stünden.“ Verbesserungsbedarf sieht Clever auch bei der Kostenabrechnung. Zwar sei nach § 4 Asylbewerberleistungsgesetz eine Kostenabrechnung für den Notfall gewährleistet, Ärzte blieben aber oftmals auf ihren Kosten sitzen. „Zum einen weil ein Sozialamtsschein nicht nachgereicht wurde, zum anderen kann der Leistungsträger darüber entscheiden, ob ein Notfall überhaupt vorgelegen hat und welche Leistungen im Rahmen der ärztlichen Notfallbehandlung letztendlich abgerechnet werden“, sagte Clever. Positiv sieht er die Vertragslösungen in  Bremen. Dort erhalten Leistungsberechtigte seit 2005 eine Chipkarte der AOK Bremen. Da das Bremer Modell sich durchaus für registrierte Flüchtlinge bewährt habe, stelle sich die Frage, warum nicht schon längst mehr Bundesländer nachgezogen haben. Zumal sich gezeigt habe, dass eher Kosten für die gesundheitliche Versorgung gespart würden. Interview im Wortlaut
Mitteilung des Vorstandes 12.12.2014

„Ärzte leisten Hilfe beim Sterben, aber nicht zum Sterben“

Berlin, 12.12.2014 (Foto: axentis.de) Die Berufsordnungen der Ärztekammern formulieren einheitlich und bundesweit, dass es die Aufgabe von Ärzten ist, das Leben zu erhalten, die Gesundheit zu schützen und wiederherzustellen, Leiden zu lindern und Sterbenden Beistand zu leisten (§ 1(2) MBO). Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf die gegenwärtige Debatte über eine mögliche gesetzliche Regelung der Sterbehilfe in Deutschland bekräftigen die Ärztekammern, dass die Tötung des Patienten, auch wenn sie auf dessen Verlangen erfolgt, sowie die Beihilfe zum Suizid nicht zu den  Aufgaben des Arztes gehören. Die Ärztekammern begrüßen ausdrücklich die in Politik und Öffentlichkeit geführte Diskussion über Sterbebegleitung und die damit verbundenen Maßnahmen zur Verbesserung der Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen. Denn sie schärft auch den Blick für die vielfältigen  Möglichkeiten der Palliativmedizin und befördert den Diskurs darüber, wie wir schwerstkranke und sterbende Menschen betreuen wollen. Diese  Diskussion bricht endlich das Schweigen über das Tabuthema Tod. Und sie hilft zu verhindern, dass Sterbende vor ihrem körperlichen Tod  einen sozialen Tod sterben müssen. Die Ärzteschaft ist vor Jahren in diese Diskussion eingetreten und legte 2010 eine Weiterentwicklung der Grundsätze zur ärztlichen Sterbebegleitung vor. Auf die Regelungen zur Patientenverfügung  folgte nach langer, intensiver Vorbereitung und in Zusammenarbeit mit  Ethikern, Palliativmedizinern und Juristen 2011 eine Überarbeitung des § 16 der (Muster-)Berufsordnung (MBO). Der 114. Deutsche Ärztetag in Kiel hat die Novelle mit überwältigender Mehrheit beschlossen. Danach ist es Ärzten verboten, Patientinnen und Patienten auf deren Verlangen zu töten. Sie dürfen keine Hilfe zur Selbsttötung leisten. In Verbindung mit den bundesweit geltenden Vorgaben aus § 1(2) der ärztlichen Berufsordnung gilt für alle Ärztinnen und Ärzte in Deutschland die Verpflichtung, Sterbenden beizustehen. Diese Grundaussage wird durch zum Teil länderspezifische Formulierungen des § 16 MBO nicht in Frage gestellt. Für alle Ärztinnen und Ärzte in Deutschland gilt: Sie sollen Hilfe beim Sterben leisten, aber nicht Hilfe zum Sterben. Das betonten die Präsidenten aller Ärztekammern in Deutschland in ihrer Vorstandssitzung am 12.12.2014 in Berlin. Grundsätze der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung Seit 1979 veröffentlicht die Bundesärztekammer Richtlinien, später Grundsätze genannt, zur ärztlichen Sterbebegleitung. Sie sollen Ärztinnen und Ärzten eine Orientierung bei ihrer schwierigen Aufgabe der Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Patienten geben, indem sie die maßgebenden Grundsätze und Kriterien aufzeigen, die Art, Umfang und Grenzen der ärztlichen Behandlung am Lebensende bestimmen. Das Dritte Betreuungsrechtsänderungsgesetz, das unter anderem die Patientenverfügung und das Gespräch zur Feststellung des Patientenwillens geregelt hat, machte 2011 eine Überarbeitung der Grundsätze notwendig. Das Gesetz verbietet die Fortführung einer Behandlung gegen den Willen des Patienten. In der Präambel der Grundsätze wird mit Bezugnahme auf die (Muster-) Berufsordnung klargestellt, dass es Aufgabe des Arztes ist, unter chtung des Selbstbestimmungsrechtes des Patienten Leben zu erhalten, Gesundheit zu schützen und wiederherzustellen sowie Leiden zu lindern und Sterbenden bis zum Tod beizustehen. Die Mitwirkung des Arztes bei der Selbsttötung hingegen ist keine ärztliche Aufgabe. Mit den überarbeiteten Grundsätzen und mit der novellierten MBO nimmt die Ärzteschaft Bezug auf Würde und Wille des Patienten und verdeutlicht gleichzeitig, wo die Grenze ärztlichen Handelns gezogen wird, die auch auf Wunsch des Patienten nicht überschritten werden darf. Druckfähige Fotos können Sie unter www.axentis.de/141212-BAEK-Presse abrufen. Als Bildnachweis verwenden Sie bitte axentis.de. Vertreter des Vorstands [PDF] Grundsätze der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung [PDF] (Muster-)Berufsordnung für die in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzte [PDF] ...
Pressemitteilung von... 04.12.2014

Schlaf- und Beruhigungsmittel bergen hohes Abhängigkeitsrisiko

Berlin, 04.12.2014 Patienten und Ärzte stärker für die Risiken von Schlaf- und Beruhigungsmitteln zu sensibilisieren, ist das Ziel einer gemeinsamen Aufklärungskampagne von BARMER GEK, Deutscher Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) und Bundesärztekammer (BÄK). In Deutschland sind rund 1,2 Millionen Menschen von Schlaf- und Beruhigungsmitteln abhängig. „Vielen Menschen ist das Suchtpotenzial der zur Wirkstoffgruppe der sogenannten Benzodiazepine gehörenden Präparate nicht bewusst. Mitunter reicht es schon, die Medikamente drei bis vier Wochen einzunehmen, um eine Abhängigkeit zu entwickeln“, so Andrea Jakob-Pannier, Suchtpräventionsexpertin bei der BARMER GEK. „Schon nach zwei Wochen beginnt der Körper, sich an ein Medikament zu gewöhnen. Viele haben dann das Gefühl, das Medikament sei nicht mehr stark genug und erhöhen die Dosis“, erläutert Dr. Raphael Gaßmann von der DHS. Deshalb fordert Dr. Christoph von Ascheraden, Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer: „Die Einnahme von Benzodiazepinen sollte immer nur unter ärztlicher Kontrolle und nur zur Überbrückung von Krisensituationen erfolgen. Nach längerer Einnahme sollten die Medikamente niemals abrupt abgesetzt werden.“ Eine Orientierungshilfe, wie Schlaf- und Beruhigungsmittel richtig verschrieben und angewendet werden, bietet die sogenannte „4-K-Regel“. Sie steht für klare Indikationsstellung, kleinste notwendige Dosis, kurze Anwendungsdauer und kein schlagartiges Absetzen der Medikamente. Praxisnahe Hilfen zur richtigen Medikamenteneinnahme gibt es im Web unter: www.barmer-gek.de/143589 (Patientenflyer), www.barmer-gek.de/148000 (Leitfaden für Ärzte) und www.barmer-gek.de/148001 (Manual zum Leitfaden für Ärzte).
Pressemitteilung der... 01.12.2014

Welt-AIDS-Tag: Aufklärung gibt Vertrauen

Berlin, 01.12.2014 Anlässlich des Welt-AIDS-Tags rufen Bundesärztekammer (BÄK) und Bundeszahnärztekammer (BZÄK) zu einem vorurteilsfreien Umgang mit HIV-Infizierten auf. „Aufgabe von Ärzten ist es, ihre Patienten nach einer Diagnose aufzufangen und sie medizinisch zu betreuen. Ärzte wirken aber auch präventiv und klären über Ansteckungsrisiken auf. So gehen sie gegen Verharmlosung und gesellschaftliche Vorurteile an“, erklärt Dr. Martina Wenker, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer. „Etliche Ängste vor einer HIV-Übertragung im Alltag sind unbegründet“, ergänzt der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, Prof. Dr. Dietmar Oesterreich. „Die gesamtgesellschaftliche Aufklärung diesbezüglich ist wichtig, damit Ausgrenzung und Diskriminierung Betroffener keine Chance haben.“ „In den (Zahnarzt-)Praxen in Deutschland gelten sehr hohe Hygienestandards für jeden Patienten. HIV-Patienten nehmen hier keine Sonderrolle ein. Zahnärzte müssen bei jedem Patienten die erforderlichen Maßnahmen zur Hygiene sowie zur Infektionskontrolle durchführen, unabhängig davon, ob ein Patient eine Infektion angegeben hat. Ein stigmatisierendes Verhalten wäre also völlig unangebracht“, so Oesterreich. Wenker weist darauf hin, dass Ärzten ein breites Spektrum von Fortbildungsveranstaltungen zur Verfügung steht, die von den Ärztekammern anerkannt sind. Hier können sie sich unter anderem über innovative Therapiestrategien informieren, sie können sich in interdisziplinären Fallbesprechungen fachlich austauschen oder auch mit Fragen der Psychotherapie von HIV-Infizierten befassen. „AIDS-Patienten haben einen Anspruch auf eine gute ärztliche Versorgung mit Engagement und dem Respekt für die menschliche Würde“, so Wenker. Statement von Dr. Martina Wenker zum Welt-AIDS-Tag 2014 [PDF]
Presse 01.12.2014

Montgomery: Wir müssen das Fallpauschalensystem weiterentwickeln

Berlin, 01.12.2014 Für eine Weiterentwicklung des Fallpauschalensystems hat sich der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, ausgesprochen. „Krankenhäuser und Kostenträger brauchen bei ihren Budgetverhandlungen mehr Ermessensspielräume, damit die Sicherstellung der wohnortnahen Krankenhausbehandlung in strukturschwachen Gebieten ebenso berücksichtigt werden kann, wie die Finanzierung von Extremkostenfällen. Und der Orientierungswert muss endlich methodisch sauber ermittelt werden, damit die Personal- und Sachkostenentwicklungen im Krankenhausbereich realistisch widergespiegelt werden können", sagte er in einem Interview mit der B.Z. am Sonntag (30.11.2014). Mit Blick auf die Diskussion über mögliche Fehlanreize durch das DRG-System warnte Montgomery vor Pauschalverurteilungen. „Ob eine Operation notwendig sei oder nicht, müsse immer im konkreten Fall bewertet werden. „Kritiker verweisen häufig auf eine  OECD-Studie zu Operationszahlen. Sie unterschlagen in ihrer Argumentation allerdings regelmäßig, dass die dort aufgeführten Zahlen kaum miteinander vergleichbar sind.“ Als Beispiel nannte Montgomery die unterschiedlichen Kodiersysteme. In Deutschland werden die traumatischen wie die elektiven Hüft-OPs gezählt, in anderen Ländern nur die elektiven, während die traumatischen anders kodiert werden.
Presse 27.11.2014

Montgomery: Mehr Studienplätze in der Humanmedizin notwendig

Berlin, 27.11.20014 Vor einer weiteren Verschärfung des Ärztemangels hat der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, gewarnt. Speziell bei der hausärztlichen Versorgung und bei den grundversorgenden Fachärzten wie Augenärzten und Gynäkologen zeichneten sich Engpässe ab, sagte er in der Rheinischen Post (27.11.2014). Montgomery forderte eine Reform des Medizinstudiums: "Vor allem brauchen wir mehr Studienplätze in der Humanmedizin, um wieder ausreichend Ärzte für die Patientenversorgung zur Verfügung zu haben." Notwendig seien auch angemessenere Auswahlverfahren bei der Studienplatzvergabe, die dafür sorgten, dass diejenigen ausgewählt werden, die hinterher auch in der Versorgung der Bevölkerung arbeiten wollen. Montgomery forderte zudem, dass die Studenten schon zu Beginn ihres Studiums an die Tätigkeit von Hausärzten herangeführt werden. "Voraussetzung dafür ist, dass bis 2017 an allen medizinischen Fakultäten in Deutschland ordentliche Lehrstühle für Allgemeinmedizin eingeführt werden."
Presse 25.11.2014

Prävention: BÄK für stärkere Einbindung von Ärzten

Berlin, 25.11.2014 Die Bundesärztekammer (BÄK) hat eine stärkere strukturelle Einbindung von Ärztinnen und Ärzten in die mit dem Präventionsgesetz geplanten Leistungen zur Gesundheitsförderung gefordert.  In einer Stellungnahme zu dem Gesetz weist die BÄK darauf hin, dass Ärzte in der Prävention eine zentrale Rolle spielen. Sie erreichen Patienten aller gesellschaftlichen Schichten gleichermaßen und können diese auf eine Veränderung von Verhaltensweisen und zur Wahrnehmung gesundheitsförderlicher Angebote ansprechen. Die im Gesetz vorgesehene stärkere Ausrichtung der Vorsorgeuntersuchungen auf die Erfassung und Bewertung gesundheitlicher Risiken und Belastungen sowie die Ausweitung der Kinder- und Jugenduntersuchungen bis zum 18. Lebensjahr werden begrüßt. Die inhaltliche Neugestaltung der  Gesundheitsuntersuchungen für Erwachsene sowie ihre Frequenz sollten jedoch nicht ausschließlich dem G-BA überlassen bleiben, da diese damit im Ergebnis eher zurückgefahren als ausgeweitet werden könnten. Zusätzliche ärztliche Leistungen sind bei der Honorierung mit zu berücksichtigen.Statt einer bloßen Präventionsempfehlung, wie im Gesetz angelegt, fordert die BÄK ein umfassendes ärztliches Präventionsmanagement, das sowohl eine Exploration gesundheitlicher Belastungen, eine ärztliche Beratung und Begleitung von Präventionsmaßnahmen als auch die Bewertung ihrer Wirksamkeit umfasst. Die BÄK bezeichnet es zudem als nicht nachvollziehbar, dass die Entwicklung einer nationalen Präventionsstrategie ohne die verfasste Ärzteschaft erfolgen soll. Die vorgesehene Stärkung der Prävention in Lebenswelten wird von der Bundesärztekammer begrüßt. „Es muss allerdings sichergestellt werden, dass für die entsprechenden Leistungen ein Wirksamkeitsnachweis vorliegt beziehungsweise dieser aufgrund bestehender Studien zu erwarten ist“, heißt es in der Stellungnahme. Auch dürften diese Leistungen keine bereits bestehenden Leistungen der allgemeinen Daseinsvorsorge der öffentlichen Hand ersetzen. Stellungnahme der Bundesärztekammer zum Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz – PrävG) – Referentenentwurf vom 20.10.2014 [PDF] Stand: 21.11.2014
Gemeinsame Presseerklärung von ... 19.11.2014

25 Jahre UN-Kinderrechtskonvention: Medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen gewährleisten

Berlin, 19.11.2014 Eine ausreichende kurative und präventive gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingsfamilien in Deutschland besteht nicht. Darauf verweisen Bundesärztekammer (BÄK), Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) anlässlich des morgigen 25. Jahrestages der UN-Kinderrechtskonvention. Die UN-Kinderrechtskonvention nennt jedoch „das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit“[1] als ein Grundrecht jedes Kindes. Das Recht eines Kindes auf körperliche Unversehrtheit umfasst darüber hinaus nach Meinung der pädiatrischen Experten auch den Schutz vor durch Impfung zu verhütende Erkrankungen. Die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen aus Flüchtlingsfamilien ist jedoch reduziert auf Notfallerkrankungen, also lediglich auf die Behandlung akuter Erkrankungen und Schmerzzustände. Die Bundesärztekammer und die Experten aus der Kinder- und Jugendmedizin fordern daher eine generelle - und nicht nur den Notfall betreffende - Regelung für die medizinische Versorgung von Flüchtlingen.[2] Die Vereinfachung eines Zugangs zur medizinischen Versorgung durch Ausgabe einer Krankenversicherungskarte für Asylsuchende (sog. Bremer Modell) ist ein Lösungsansatz.[3] Es muss auch Kindern und Jugendlichen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus eine gute Gesundheitsversorgung ermöglicht werden. Die Anonymität dieser Patientengruppe ohne legalen Aufenthaltsstatus muss hierbei in Krankenhaus und Praxis gewährleistet werden.[4] [1] Artikel 24 Absatz 1 der UN-Kinderrechtskonvention  [2] Stellungnahme vom 22.09.2014 zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Asylbewerberleistungsgesetzes und des Sozialgerichtsgesetzes Stn_BAeK_Asylbewerberleistungsgesetz.pdf  [3] http://www.gesundheitsamt.bremen.de/sixcms/media.php/13/3_GBE_Gesundheitsversorgung_Asylsuchender.pdf [4] http://www.bundesaerztekammer.de/downloads/Faltblatt_Patienten-ohne-Aufenthaltsstatus_30112013.pdf
Ärzte 18.11.2014

Zielvereinbarungen in Chefarztverträgen: BÄK für Verschärfung der gesetzlichen Vorschriften

Berlin, 19.11.2014 Die Bundesärztekammer und der Verband der leitenden Krankenhausärzte haben sich für eine Verschärfung der gesetzlichen Vorschriften nach § 136a SGB V ausgesprochen und dem Gesetzgeber einen entsprechenden Formulierungsvorschlag für eine Gesetzesnovelle unterbreitet. Die 2013 in das Sozialgesetzbuch V aufgenommene Vorschrift hatte die Deutsche Krankenhausgesellschaft dazu verpflichtet, in ihren Beratungs- und Formulierungshilfen für Verträge der Krankenhäuser mit leitenden Ärzten im Einvernehmen mit der Bundesärztekammer Empfehlungen abzugeben, die sicherstellen, dass Zielvereinbarungen, welche auf finanzielle Anreize abstellen, ausgeschlossen sind. Zwar hatte die DKG im Einvernehmen mit der Bundesärztekammer im Mai 2013 entsprechende Empfehlungen veröffentlicht. Auswertungen  von Arbeitsverträgen zeigen jedoch, dass viele Krankenhausträger weiterhin Verträge aufsetzen, die diesen Empfehlungen nicht gerecht werden. Aus diesem Grund haben die Deutsche Krankenhausgesellschaft und die Bundesärztekammer unter Mitwirkung des Verbandes der leitenden Krankenhausärzte die  Empfehlungen überarbeitet. Danach sollen nunmehr auch keine Zielvereinbarungen mehr geschlossen werden, die sich auf Leistungskomplexe bzw. Leistungsaggregationen oder Case-Mix-Volumina erstrecken. Vor dem Hintergrund dieser Neufassung halten die Bundesärztekammer und der Verband der leitenden Krankenhausärzte jedoch darüber hinaus auch eine Änderung der Vorschrift des § 136a SGB V selbst für erforderlich, die diese Änderungen und Ergänzungen aufgreift. Empfehlung von DKG und BÄK zu leistungsbezogenen Zielvereinbarungen [PDF] Formulierungsvorschlag der BÄK und des VLK für Neufassung § 136a SGB V - Förderung der Qualität durch die Deutsche Krankenhausgesellschaft [PDF]
Gemeinsame Pressemitteilung 12.11.2014

Herbert-Lewin-Preis: Forschungspreis zur Rolle der Ärzteschaft in der Zeit des Nationalsozialismus

Berlin, 12.11.2014 Ausschreibung Das Bundesministerium für Gesundheit, die Bundesärztekammer und die Kassenärztliche Bundes­vereinigung schreiben nunmehr zum fünften Mal einen Preis für wissen­schaftliche Arbeiten zu dem Thema „Aufarbeitung der Geschichte der Ärztinnen und Ärzte in der Zeit des National­sozialismus“ aus. Mit dem Herbert-Lewin-Preis sollen Arbeiten ausgezeichnet werden, die sich mit der Rolle der Ärzteschaft während der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzen. Die Bundeszahnärztekammer wird zukünftig ebenfalls die Auslobung des Preises unterstützen. Teilnehmerkreis An der Ausschreibung können teilnehmen: Zahn-/Ärztinnen und Zahn-/Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten als Einzelpersonen Kooperationen oder Gemeinschaften von Zahn-/Ärztinnen und Zahn-/Ärzten sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten Studierende der Zahn- oder Humanmedizin an zahn- und humanmedizinischen Fakultäten oder medizinhistorischen Instituten tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Jede teilnehmende Person und jede Arbeitsgruppe kann sich mit je einer Arbeit bewerben. Unterlagen Die Arbeiten müssen in deutscher Sprache verfasst sein. Sie können sowohl in Papierform (in sechsfacher Aus­fertigung) als auch in elektronischer Form abgegeben werden. Es werden nur Arbeiten berücksichtigt, die ab dem 01.01.2010 erstellt oder veröffentlicht wurden. Bereits bei vorangegangenen Ausschreibungen dieses Preises eingereichte Arbeiten können nicht erneut berücksichtigt werden. Alle abgegebenen Unterlagen und Arbeiten verbleiben bei der Bundesärztekammer und werden nicht zurückgegeben. Bewerbungsanschrift: BundesärztekammerHauptgeschäftsführungElke Böthin M.A. Herbert-Lewin-Platz 110623 Berlin E-Mail: elke.boethin@baek.de Einsendeschluss:                 Die wissenschaftlichen Arbeiten müssen bis zum 18.06.2015 bei der Bundesärztekammer eingegangen sein. Jury Die Bewertung der eingereichten Arbeiten und die Ermittlung der Preisträger werden von einer unabhängigen Jury vorgenommen, deren Mitglieder vom Bundesministerium für Gesundheit, der Bundesärztekammer, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, der Bundeszahnärztekammer dem Zentralrat der Juden in Deutschland sowie dem Bundesverband Jüdischer Ärzte und Psychologen in Deutschland benannt wurden. Namentlich sind dies: Prof. Dr. med. Volker Hess, Prof. Dr. phil. Robert Jütte, Dr. med. Manfred Richter-Reichhelm, Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Dr. phil. Dominik Groß, Prof. Dr. med. Leo Latasch und Dr. med. Roman M. Skoblo. Die Jury tagt nicht öffentlich. Die Entscheidung der Jury ist für alle teilnehmenden Personen verbindlich und kann nicht angefochten werden. Preisvergabe Der Preis ist mit insgesamt 12.500 Euro dotiert. Er kann von der Jury auf mehrere verschiedene Arbeiten aufgeteilt werden. Alle teilnehmenden Personen erhalten nach der Entscheidung der Jury eine schriftliche Nachricht. Die Preisverleihung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Informationen zum Forschungspreis sowie zu früheren Preisträgern und deren Arbeiten können im Internet unter www.baek.de/Forschungspreis abgerufen werden.

Beschlussprotokoll

des 120. Deutschen Ärztetages
2017 in Freiburg
(Stand: 26.05.2017)

Bundesweite Fortbildungssuche

Pilotprojekt für eine Übersicht aller in Deutschland von einer Landesärztekammer anerkannten Fortbildungsmaßnahmen 

www.baek-fortbildungssuche.de

Fortbildungsveranstaltungen der AkdÄ

Aktuelle Termine und Vorträge

Karriere trotz Teilzeit?
Karriere in Teilzeit!

Zur Unterstützung von Ärztinnen und Ärzten, die trotz Teilzeittätigkeit eine Leitungsfunktion im Krankenhaus anstreben oder nach Erreichen einer Leitungsfunktion eine solche planen, beabsichtigt die Bundesärztekammer, eine Übersicht erfolgreicher Modelle aufzubauen.

Bitte melden Sie uns positive Beispiele unter Nennung der Fachrichtung und der Klinik an: karriere-in-teilzeit@baek.de.

Evaluation der Weiterbildung

Medizinische Fachangestellte

Ausschüsse & Ständige Konferenzen

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