Presse 21.01.2015

BÄK unterstreicht zentrale Rolle der Ärzte

Berlin, 21.01.2015 Die Bundesärztekammer (BÄK) hat ihre Forderung nach einer stärkeren strukturellen Einbindung der Ärzteschaft in die Leistungen des geplanten Präventionsgesetzes bekräftigt. In ihrer Stellungnahme zu dem Regierungsentwurf des Gesetzes weist die BÄK auf die zentrale Rolle der Ärztinnen und Ärzte bei der Prävention hin. Sie erreichten Patienten aller gesellschaftlichen Schichten gleichermaßen. Daher solle die Bundesregierung die Chance nutzen und die Kompetenzen der Ärzte im Rahmen der Primärprävention stärken. Die BÄK begrüßt den im Präventionsgesetz verfolgten Ansatz, die Gesundheitsuntersuchungen in Zukunft stärker auf die Erfassung und Bewertung gesundheitlicher Risiken und Belastungen auszurichten und diese bereits ab dem 18. Lebensjahr anzubieten. Sie warnt jedoch davor, ihre zukünftige Ausgestaltung allein dem Gemeinsamen Bundesausschuss zu überlassen und unter Erprobungsvorbehalt zu stellen. Ungünstigenfalls könnten sich dadurch Anzahl und Umfang der angebotenen Untersuchungen für GKV-Versicherte zukünftig verringern statt erhöhen, zumal der Gesetzgeber den Krankenkassen  für die neugestalteten Gesundheitsuntersuchungen Kostenneutralität in Aussicht gestellt hat. Bei einer qualitativen Neugestaltung der ärztlichen Vorsorge muss nach Auffassung der BÄK die Honorierung der Untersuchungen jedoch ergebnisoffen und leistungsbezogen diskutiert werden.Statt einer bloßen Präventionsempfehlung für Angebote der Krankenkassen, wie im Gesetz vorgesehen, fordert die BÄK ein umfassendes ärztliches Präventionsmanagement, das sowohl eine Exploration gesundheitlicher Belastungen, eine ärztliche Beratung und Begleitung von Präventionsaktivitäten als auch die Bewertung ihrer Wirksamkeit umfassen sollte. Im Kontext der Kinder- und Jugenduntersuchungen sollte die ärztliche Präventionsempfehlung zudem auch auf regionale Angebote Früher Hilfen hinweisen können. Heftig kritisiert  wird von der BÄK die Einrichtung einer „Nationale Präventionskonferenz“, die zwar die Sozialversicherungsträger, Ministerien, Länder- und Patientenvertreter als Mitglieder berücksichtigt, die Spitzenorganisationen Ärzteschaft jedoch außen vor hält. „Eine Nationale Präventionskonferenz ohne Vertretung der Ärzteschaft ist nicht zielführend“, stellt die BÄK klar. Stellungnahme der Bundesärztekammer zum Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz – PrävG) – Regierungsentwurf vom 17.12.2014 [PDF]   Stand: 19.01.2015
Presse 19.01.2015

Bartmann: E-Health-Gesetz geht in die richtige Richtung

Berlin, 19.01.2015 Als „potentiell zielführend“ bezeichnet Dr. Franz Bartmann, Vorsitzender des Telematik-Ausschusses der Bundesärztekammer,den ersten Entwurf für ein E-Health-Gesetz. Wichtig sei die eindeutige Festlegung auf die Nutzung der Telematikinfrastruktur über die elektronische Gesundheitskarte und ihre Anwendungen hinaus, sagte Bartmann in der Ärztezeitung  (10.01.2015) mit Blick auf die telemedizinische Patientenversorgung. Der Deutsche Ärztetag hatte dies bereits 2010 gefordert.   Bedenken äußerte er in Bezug auf die geplante Vergütung elektronisch versendeter Arztbriefe. Sie soll die Investitionen von Ärzten und Kliniken in die Anpassung ihrer IT-Infrastruktur abfedern. „Ob die Pauschale von 55 Cent ausreicht, hängt sicher von der Ausgangslage der jeweiligen Institution ab“, so Bartmann. Auf die endgültige Höhe werde man sich „nach zwei Jahren im Wirkbetrieb einigen.“
Presse 05.01.2015

Montgomery: „Versorgungsstärkungsgesetz bedroht Freiberuflichkeit“

Berlin, 05.01.2015 Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat sich für einen Abbau unnötiger staatlicher Vorgaben im Gesundheitswesen ausgesprochen. „Wir sind längst hoffnungslos überreguliert“, sagte Montgomery in einem gemeinsamen Interview mit dem Vorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dr. Andreas Gassen, im Deutschen Ärzteblatt (Heft 1-2, 2015). Man müsse in vielen Bereichen „den Reset-Knopf drücken und bei Null anfangen, um auf dem Weg des reinen Denkens zu einfachen und vernünftigen Lösungen zu kommen“. Konkret ging Montgomery auf das geplante Versorgungsstärkungsgesetz ein. Der Entwurf  konterkariere das klare Bekenntnis des Koalitionsvertrages zur ärztlichen Freiberuflichkeit. Unter anderem sei die in dem Gesetz angelegte Aufkaufregelung für Vertragsarztsitze falsch. Die Regelung gehöre komplett gestrichen. Immerhin seien mittlerweile mehr Ausnahmetatbestände aufgenommen worden. Dies sei ein Erfolg von Kassenärztlicher Bundesvereinigung und Bundesärztekammer. „Wenn Politik nicht willens ist, diesen Paragrafen zu entfernen, müssen wir dafür sorgen, dass er möglichst wenig Schaden anrichtet.“ Mit Blick auf die mit dem Gesetz geplante Zweitmeinungsregelung stellte Montgomery klar, dass Ärzte nichts dagegen haben, wenn Patienten einen weiteren ärztlichen Rat einholen. „Mich stört aber, dass der Gemeinsame Bundesausschuss festlegen soll, um welche Eingriffe es geht. Und ich habe Zweifel, dass die Bezahlung ausreichen wird.“ Enttäuscht ist der Bundesärztekammer-Präsident über die Ergebnisse der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Krankenhausreform. „Wenn sich sieben Minister und zehn Staatssekretäre zusammen mit dem Bundesgesundheitsministerium ein halbes Jahr intensiv unterhalten, hätte ich erwartet, dass die schon mit konkreten Gesetzesvorschlägen kommen.“ Völlig unzureichend geregelt sei die Investitionsfrage. Positiv sei hingegen, dass man mit der Krankenhausreform die Finanzierung der Hochleistungskliniken wie auch der Versorger-Krankenhäuser besser im DRG-System abbilden wolle. Interview in vollem Wortlaut
BÄKground 19.12.2014

Neue Ausgabe des BÄK-Informationsdienstes erschienen

Berlin,19.12.2014 Zum Jahresende kommt noch einmal Bewegung in die Gesundheitspolitik. So stellte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe den Referentenentwurf seines Versorgungsstärkungsgesetzes vor. BÄKground, der Informationsdienst der Bundesärztekammer, beschäftigt sich in seiner neuen Ausgabe ausführlich mit diesem zentralen gesundheitspolitischen Projekt der Großen Koalition. Die Ärzteschaft begrüßt zwar einige positive Ansätze, spart aber insgesamt nicht mit Kritik. Besonders umstritten sind die Pläne zum Aufkauf von Arztpraxen in überversorgten Regionen, die Terminservicestellen und der Kompetenzzuwachs des Gemeinsamen Bundesausschusses. Nach langen Verhandlungen stellte die Bund-Länder-Arbeitsgruppe nun auch die Eckpunkte für einen Umbau der Krankenhauslandschaft vor. Im BÄKground-Interview kritisiert BÄK-Präsident Prof. Dr. Montgomery den Mangel an konzeptionellen Lösungsvorschlägen. Auch ein Langzeitprojekt nimmt Form an: Das Präventionsgesetz, an dem sich schon mehrere Koalitionen unterschiedlicher Couleur versucht haben. Der nun vorliegende Entwurf sieht unter anderem eine deutliche Aufstockung der Präventionsausgaben vor. Die Primär- und Sekundarprävention bei Kindern und Jugendlichen soll deutlich ausgebaut werden. Die Bundesärztekammer fordert allerdings mehr medizinischen Sachverstand, beispielsweise durch ein umfassendes ärztliches Präventionsmanagement. Mit Spannung erwartet wurde die Bundestagsdebatte zum Thema Sterbehilfe. In der Diskussion zeichnete sich eine breite Mehrheit für ein Verbot der organisierten Beihilfe zum Suizid ab. Als besonders umstritten erwies sich die Frage, welche Rolle die Ärztinnen und Ärzte am Lebensende spielen sollen. BÄKground Dezember 2014 [PDF]
Gesundheitspolitik 17.12.2014

Ausblick auf das gesundheitspolitische Jahr 2015

Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, gibt einen Überblick über die gesundheitspolitischen Herausforderungen des kommenden Jahres. Zu den Themen zählen unter anderem die Krankenhausreform, bessere Auswahlverfahren für Medizinstudierende und die Regelung zum Umgang mit der organisierten Sterbehilfe.
Gemeinsame Pressemitteilung 16.12.2014

Evaluation des vierten Berichts zur Weiterbildung vorgelegt

Berlin, 16. Dezember 2014 Die Zahl der geförderten Allgemeinmediziner in Weiterbildung ist im vergangenen Jahr angestiegen. Eine solche Weiterbildungsinitiative allein reicht jedoch nicht aus, um eine ausreichende Anzahl von Hausärzten für die Versorgung im ländlichen Raum zu erhalten. Im ambulanten Bereich haben im Jahr 2013 im Vergleich zum Start des Programms im Jahr 2010 etwa 32 Prozent mehr Ärzte eine Förderung erhalten (gestiegen von 3.258 auf 4.299 Ärzte). Von diesen waren rund 29 Prozent in Teilzeit tätig. Im stationären Bereich waren im Jahr 2013 insgesamt 2.408 Ärzte im Förderprogramm registriert. Dies entspricht einem Zuwachs von über 25 Prozent im Vergleich zum Start des Förderprogramms im Jahr 2010. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Anzahl der registrierten Ärzte im stationären Bereich um neun Prozent an. Dies sind Ergebnisse des vierten Evaluationsberichts zur Weiterbildung in der Allgemeinmedizin, der jetzt erschienen ist. Die Partner des Förderprogramms sind der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Spitzenverband), die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) unter Beteiligung des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) und der Bundesärztekammer (BÄK). Grundlage ist die zum 1. Januar 2010 in Kraft getretene Vereinbarung zur Förderung der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin in der ambulanten und stationären Versorgung. Ihr Ziel war unter anderem, die Rahmenbedingungen für die Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung zu verbessern. Die Vertragspartner verständigten sich auf eine jährliche Evaluation, beginnend mit dem Jahr 2010, um die Auswirkung des Förderprogramms darzustellen. Mit dem aktuellen Bericht über das Jahr 2013 liegt eine vollständige Evaluation vor, in die auch die Tätigkeiten der sogenannten Koordinierungsstellen auf Landesebene einbezogen werden konnten. Die Koordinierungsstellen fördern unter anderem die Koordination und Organisation der Weiterbildung, womit sie zur Qualität der Weiterbildung beitragen. Sie dienen zudem als Informationsplattform und Vermittlungsstelle zwischen Krankenhäusern und Praxen. Evaluationsbericht 2013
Presse 15.12.2014

Clever: „Ein Bedarf besteht für alle Facharztbereiche“

Berlin, 15.12.2014 Der Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg und Menschenrechtsbeauftragte der Bundesärztekammer, Dr. Ulrich Clever, hat bessere Bedingungen für die ärztliche Versorgung von Flüchtlingen in Deutschland gefordert. Es sei problematisch, wenn Flüchtlinge in bereits medizinisch unter­versorgte Regionen untergebracht werden, zum Beispiel in abgelegen Industriegebieten. „Hier kann nicht optimal versorgt werden“, sagte Clever in einem Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt (12.12.2014). Bedarf bestünde für alle Facharztbereiche. Die Krankheiten, bedingt durch Entbehrungen jeglicher Art und das über einen meist langen Zeitraum, seien vielzählig. „Wichtig sind in diesem Zusammenhang vor allem auch Dolmetscher. Ideal wäre, wenn auch mit Blick auf psychotherapeutische Behandlungen Muttersprachler für die Übersetzung zur Verfügung stünden.“ Verbesserungsbedarf sieht Clever auch bei der Kostenabrechnung. Zwar sei nach § 4 Asylbewerberleistungsgesetz eine Kostenabrechnung für den Notfall gewährleistet, Ärzte blieben aber oftmals auf ihren Kosten sitzen. „Zum einen weil ein Sozialamtsschein nicht nachgereicht wurde, zum anderen kann der Leistungsträger darüber entscheiden, ob ein Notfall überhaupt vorgelegen hat und welche Leistungen im Rahmen der ärztlichen Notfallbehandlung letztendlich abgerechnet werden“, sagte Clever. Positiv sieht er die Vertragslösungen in  Bremen. Dort erhalten Leistungsberechtigte seit 2005 eine Chipkarte der AOK Bremen. Da das Bremer Modell sich durchaus für registrierte Flüchtlinge bewährt habe, stelle sich die Frage, warum nicht schon längst mehr Bundesländer nachgezogen haben. Zumal sich gezeigt habe, dass eher Kosten für die gesundheitliche Versorgung gespart würden. Interview im Wortlaut
Mitteilung des Vorstandes 12.12.2014

„Ärzte leisten Hilfe beim Sterben, aber nicht zum Sterben“

Berlin, 12.12.2014 (Foto: axentis.de) Die Berufsordnungen der Ärztekammern formulieren einheitlich und bundesweit, dass es die Aufgabe von Ärzten ist, das Leben zu erhalten, die Gesundheit zu schützen und wiederherzustellen, Leiden zu lindern und Sterbenden Beistand zu leisten (§ 1(2) MBO). Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf die gegenwärtige Debatte über eine mögliche gesetzliche Regelung der Sterbehilfe in Deutschland bekräftigen die Ärztekammern, dass die Tötung des Patienten, auch wenn sie auf dessen Verlangen erfolgt, sowie die Beihilfe zum Suizid nicht zu den  Aufgaben des Arztes gehören. Die Ärztekammern begrüßen ausdrücklich die in Politik und Öffentlichkeit geführte Diskussion über Sterbebegleitung und die damit verbundenen Maßnahmen zur Verbesserung der Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen. Denn sie schärft auch den Blick für die vielfältigen  Möglichkeiten der Palliativmedizin und befördert den Diskurs darüber, wie wir schwerstkranke und sterbende Menschen betreuen wollen. Diese  Diskussion bricht endlich das Schweigen über das Tabuthema Tod. Und sie hilft zu verhindern, dass Sterbende vor ihrem körperlichen Tod  einen sozialen Tod sterben müssen. Die Ärzteschaft ist vor Jahren in diese Diskussion eingetreten und legte 2010 eine Weiterentwicklung der Grundsätze zur ärztlichen Sterbebegleitung vor. Auf die Regelungen zur Patientenverfügung  folgte nach langer, intensiver Vorbereitung und in Zusammenarbeit mit  Ethikern, Palliativmedizinern und Juristen 2011 eine Überarbeitung des § 16 der (Muster-)Berufsordnung (MBO). Der 114. Deutsche Ärztetag in Kiel hat die Novelle mit überwältigender Mehrheit beschlossen. Danach ist es Ärzten verboten, Patientinnen und Patienten auf deren Verlangen zu töten. Sie dürfen keine Hilfe zur Selbsttötung leisten. In Verbindung mit den bundesweit geltenden Vorgaben aus § 1(2) der ärztlichen Berufsordnung gilt für alle Ärztinnen und Ärzte in Deutschland die Verpflichtung, Sterbenden beizustehen. Diese Grundaussage wird durch zum Teil länderspezifische Formulierungen des § 16 MBO nicht in Frage gestellt. Für alle Ärztinnen und Ärzte in Deutschland gilt: Sie sollen Hilfe beim Sterben leisten, aber nicht Hilfe zum Sterben. Das betonten die Präsidenten aller Ärztekammern in Deutschland in ihrer Vorstandssitzung am 12.12.2014 in Berlin. Grundsätze der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung Seit 1979 veröffentlicht die Bundesärztekammer Richtlinien, später Grundsätze genannt, zur ärztlichen Sterbebegleitung. Sie sollen Ärztinnen und Ärzten eine Orientierung bei ihrer schwierigen Aufgabe der Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Patienten geben, indem sie die maßgebenden Grundsätze und Kriterien aufzeigen, die Art, Umfang und Grenzen der ärztlichen Behandlung am Lebensende bestimmen. Das Dritte Betreuungsrechtsänderungsgesetz, das unter anderem die Patientenverfügung und das Gespräch zur Feststellung des Patientenwillens geregelt hat, machte 2011 eine Überarbeitung der Grundsätze notwendig. Das Gesetz verbietet die Fortführung einer Behandlung gegen den Willen des Patienten. In der Präambel der Grundsätze wird mit Bezugnahme auf die (Muster-) Berufsordnung klargestellt, dass es Aufgabe des Arztes ist, unter chtung des Selbstbestimmungsrechtes des Patienten Leben zu erhalten, Gesundheit zu schützen und wiederherzustellen sowie Leiden zu lindern und Sterbenden bis zum Tod beizustehen. Die Mitwirkung des Arztes bei der Selbsttötung hingegen ist keine ärztliche Aufgabe. Mit den überarbeiteten Grundsätzen und mit der novellierten MBO nimmt die Ärzteschaft Bezug auf Würde und Wille des Patienten und verdeutlicht gleichzeitig, wo die Grenze ärztlichen Handelns gezogen wird, die auch auf Wunsch des Patienten nicht überschritten werden darf. Druckfähige Fotos können Sie unter www.axentis.de/141212-BAEK-Presse abrufen. Als Bildnachweis verwenden Sie bitte axentis.de. Vertreter des Vorstands [PDF] Grundsätze der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung [PDF] (Muster-)Berufsordnung für die in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzte [PDF] ...
Pressemitteilung von... 04.12.2014

Schlaf- und Beruhigungsmittel bergen hohes Abhängigkeitsrisiko

Berlin, 04.12.2014 Patienten und Ärzte stärker für die Risiken von Schlaf- und Beruhigungsmitteln zu sensibilisieren, ist das Ziel einer gemeinsamen Aufklärungskampagne von BARMER GEK, Deutscher Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) und Bundesärztekammer (BÄK). In Deutschland sind rund 1,2 Millionen Menschen von Schlaf- und Beruhigungsmitteln abhängig. „Vielen Menschen ist das Suchtpotenzial der zur Wirkstoffgruppe der sogenannten Benzodiazepine gehörenden Präparate nicht bewusst. Mitunter reicht es schon, die Medikamente drei bis vier Wochen einzunehmen, um eine Abhängigkeit zu entwickeln“, so Andrea Jakob-Pannier, Suchtpräventionsexpertin bei der BARMER GEK. „Schon nach zwei Wochen beginnt der Körper, sich an ein Medikament zu gewöhnen. Viele haben dann das Gefühl, das Medikament sei nicht mehr stark genug und erhöhen die Dosis“, erläutert Dr. Raphael Gaßmann von der DHS. Deshalb fordert Dr. Christoph von Ascheraden, Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer: „Die Einnahme von Benzodiazepinen sollte immer nur unter ärztlicher Kontrolle und nur zur Überbrückung von Krisensituationen erfolgen. Nach längerer Einnahme sollten die Medikamente niemals abrupt abgesetzt werden.“ Eine Orientierungshilfe, wie Schlaf- und Beruhigungsmittel richtig verschrieben und angewendet werden, bietet die sogenannte „4-K-Regel“. Sie steht für klare Indikationsstellung, kleinste notwendige Dosis, kurze Anwendungsdauer und kein schlagartiges Absetzen der Medikamente. Praxisnahe Hilfen zur richtigen Medikamenteneinnahme gibt es im Web unter: www.barmer-gek.de/143589 (Patientenflyer), www.barmer-gek.de/148000 (Leitfaden für Ärzte) und www.barmer-gek.de/148001 (Manual zum Leitfaden für Ärzte).
Pressemitteilung der... 01.12.2014

Welt-AIDS-Tag: Aufklärung gibt Vertrauen

Berlin, 01.12.2014 Anlässlich des Welt-AIDS-Tags rufen Bundesärztekammer (BÄK) und Bundeszahnärztekammer (BZÄK) zu einem vorurteilsfreien Umgang mit HIV-Infizierten auf. „Aufgabe von Ärzten ist es, ihre Patienten nach einer Diagnose aufzufangen und sie medizinisch zu betreuen. Ärzte wirken aber auch präventiv und klären über Ansteckungsrisiken auf. So gehen sie gegen Verharmlosung und gesellschaftliche Vorurteile an“, erklärt Dr. Martina Wenker, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer. „Etliche Ängste vor einer HIV-Übertragung im Alltag sind unbegründet“, ergänzt der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, Prof. Dr. Dietmar Oesterreich. „Die gesamtgesellschaftliche Aufklärung diesbezüglich ist wichtig, damit Ausgrenzung und Diskriminierung Betroffener keine Chance haben.“ „In den (Zahnarzt-)Praxen in Deutschland gelten sehr hohe Hygienestandards für jeden Patienten. HIV-Patienten nehmen hier keine Sonderrolle ein. Zahnärzte müssen bei jedem Patienten die erforderlichen Maßnahmen zur Hygiene sowie zur Infektionskontrolle durchführen, unabhängig davon, ob ein Patient eine Infektion angegeben hat. Ein stigmatisierendes Verhalten wäre also völlig unangebracht“, so Oesterreich. Wenker weist darauf hin, dass Ärzten ein breites Spektrum von Fortbildungsveranstaltungen zur Verfügung steht, die von den Ärztekammern anerkannt sind. Hier können sie sich unter anderem über innovative Therapiestrategien informieren, sie können sich in interdisziplinären Fallbesprechungen fachlich austauschen oder auch mit Fragen der Psychotherapie von HIV-Infizierten befassen. „AIDS-Patienten haben einen Anspruch auf eine gute ärztliche Versorgung mit Engagement und dem Respekt für die menschliche Würde“, so Wenker. Statement von Dr. Martina Wenker zum Welt-AIDS-Tag 2014 [PDF]

Beschlussprotokoll

des 120. Deutschen Ärztetages
2017 in Freiburg
(Stand: 26.05.2017)

Bundesweite Fortbildungssuche

Pilotprojekt für eine Übersicht aller in Deutschland von einer Landesärztekammer anerkannten Fortbildungsmaßnahmen 

www.baek-fortbildungssuche.de

Fortbildungsveranstaltungen der AkdÄ

Aktuelle Termine und Vorträge

Karriere trotz Teilzeit?
Karriere in Teilzeit!

Zur Unterstützung von Ärztinnen und Ärzten, die trotz Teilzeittätigkeit eine Leitungsfunktion im Krankenhaus anstreben oder nach Erreichen einer Leitungsfunktion eine solche planen, beabsichtigt die Bundesärztekammer, eine Übersicht erfolgreicher Modelle aufzubauen.

Bitte melden Sie uns positive Beispiele unter Nennung der Fachrichtung und der Klinik an: karriere-in-teilzeit@baek.de.

Evaluation der Weiterbildung

Medizinische Fachangestellte

Ausschüsse & Ständige Konferenzen

Liste der Ausschüsse und Ständigen Konferenzen

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