Ärzte 29.10.2014

Bundeseinheitlicher patientenorientierter Medikationsplan

Berlin, 28.10.2014 Bereits zum vierten Mal trafen sich am 28.10.2014 Vertreter des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), der Bundesoberbehörden, der Verbände der Softwareindustrie, der Bundesvereinigungen deutscher Apothekerverbände und der Krankenhausapotheker, der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Vertreter der Länder, Vertreter von Krankenkassen, Patientenvertreter sowie der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) zu einem Workshop, um gemeinsam ein Ziel zu verfolgen: den bundeseinheitlichen patientenorientierten Medikationsplan technisch und inhaltlich weiter zu entwickeln. Das BMG fördert mittlerweile den dritten „Aktionsplan zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit in Deutschland“, der mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog und Forschungsprojekten die AMTS in Deutschland verbessern will. Die Umsetzung des Aktionsplans AMTS wird durch eine Koordinierungsgruppe bei der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) gewährleistet. Ein wesentlicher Aspekt im Maßnahmenkatalog ist die Implementierung des Medikationsplans. Die Arzneimitteltherapie vor allem bei multimorbiden Patienten wird häufig dadurch beeinträchtigt, dass die Gesamtmedikation gar nicht oder nur unzureichend bekannt ist. Einerseits ist es damit Ärzten, Apothekern und Pflegekräften nicht möglich, Doppelmedikationen, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen, Kontraindikationen, notwendige Dosisanpassungen usw. bei der Arzneimitteltherapie umfassend zu berücksichtigen. Andererseits wird vor allem die Therapietreue (Adhärenz) des Patienten beeinträchtigt, wenn dieser nicht zuverlässig darüber informiert ist, welche Arzneimittel er wie und wann einnehmen soll. Einige Arzt-, Krankenhaus- und Apothekensoftwarehersteller bieten bereits die Möglichkeit, Medikationspläne zu erstellen. Deren Inhalte und Formate sind jedoch je nach Softwarehersteller unterschiedlich, so dass diese nicht von allen am Medikationsprozess Beteiligten genutzt werden können. „Mit einem bundeseinheitlichen Medikationsplan können wir einen großen Schritt zur Verbesserung der Interoperabilität und damit der AMTS in Deutschland machen. Daher hat das BMG hier drei Modellprojekte auf den Weg gebracht“ sagte Frau Dr. Anne Dwenger vom BMG. In den Modellregionen Thüringen, Sachsen, Nordbayern soll der Medikationsplan gefördert durch das BMG bald zur Erprobung eingesetzt werden. Darüber gibt es weitere Medikationsplan-Projekte u.a. in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und in Sachsen und Thüringen. Die Ergebnisse aller Projekte werden ausgewertet und auf einem weiteren Workshop diskutiert. Zusätzlich wird ein transparentes Verfahren erarbeitet, wie mit Hilfe der Koordinierungsgruppe des Aktionsplans AMTS und eines technischen Boards ggfs. weitere notwendige inhaltliche und technische Anpassungen und Weiterentwicklungen in transparenter Weise und mit Beteiligung aller Stakeholder vorgenommen werden können.
Hartmannbund-Stiftung 22.10.2014

Arztkinder in Not – Jede Spende hilft!

Berlin, 22.10.2014 Seit mehr als einem halben Jahrhundert kümmert sich die Hartmannbundstiftung „Ärzte helfen Ärzten“* um in Not geratene Arztfamilien mit einem zentralen Gedanken – kollegiale Hilfe zu leisten. Die Unterstützung von Arztkindern, deren Eltern sich auf Grund von Notsituationen oder persönlichen Schicksalsschlägen in finanziell prekärer Lage befinden ist der Schwerpunkt der Stiftungsarbeit. Insbesondere die Zahl der Halbwaisen und Waisen aus Arztfamilien, die auf eine Unterstützung durch die Stiftung angewiesen sind, hat sich in den letzten Jahren stark erhöht. Oft sind es ganz persönliche Einzelschicksale mit vielen Sorgen und Nöten. Aber auch die Hilfestellung bei der Berufseingliederung von Ärztinnen und Ärzten sowie die schnelle und unbürokratische Unterstützung bei Schicksalsschlägen und Notlagen als Hilfe zur Selbsthilfe sind ein wichtiger Bestandteil der Stiftungsarbeit. Helfen Sie mit, diese unverzichtbare Hilfe aufrecht zu erhalten und auszubauen. Unterstützen Sie mit Ihrer Spende die Arbeit der Hartmannbund-Stiftung „Ärzte helfen Ärzten“ – damit wir auch in Zukunft dort Hilfe leisten können, wo sie gebraucht wird. Vielen Dank Dr. Klaus ReinhardtVorsitzender der Stiftung „Ärzte helfen Ärzten“, Vorsitzender Hartmannbund – Verband der Ärzte Deutschlands e. V.   Dr. Waltraud DiekhausStellvertretene Vorsitzende der Stiftung „Ärzte helfen Ärzten“, Ehrenmitglied der Medical Women`s International Association   Prof. Dr. Frank Ulrich MontgomeryPräsident der Bundesärztekammer unddes Deutschen Ärztetages   Dr. Peter EngelPräsident der BundeszahnärztekammerArbeitsgemeinschaft der Deutschen Zahnärztekammern e. V.   Dr. Andreas GassenVorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung Spendenkonto der Stiftung: Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG Stuttgart IBAN DE88 3006 0601 0001 4869 42 BIC (SWIFT CODE) DAAEDEDDXXX Online-Spende unter www.aerzte-helfen-aerzten.de
Presse 22.10.2014

Normung im Gesundheitswesen: GVG veröffentlicht Positionspapier

Berlin, 22.10.2014 „Die Normung von Gesundheitsdienstleistungen auf europäischer Ebene greift in die Kompetenz der Mitgliedstaaten zur Festlegung und Gestaltung ihrer Gesundheitssysteme ein. Sie ist daher unzulässig und deshalb zu unterlassen!" Das fordern zahlreiche Akteure aus dem Gesundheitswesen in einem gemeinsamen Positionspapier zur „Normung heilkundlicher Dienstleistungen“, das im Ausschuss Europäische Union der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e. V. (GVG) entwickelt wurde. Der für das Thema zuständige EU-Ausschuss der GVG, in dem auch die Bundesärztekammer mitwirkt, befasst sich mit sozialpolitischen Entwicklungen auf europäischer Ebene und deren Bedeutung für die Entwicklung der deutschen Sozialpolitik. Europäische Normen für Gesundheitsdienstleistungen seien nicht kompatibel mit den nationalen Gesundheitssystemen, würden die individuelle Behandlung der Patienten bedrohen und in unzulässiger Weise auf die Therapiefreiheit der Heilberufe einwirken. Daneben gefährde eine solche Entwicklung nicht nur die Rechtssicherheit und die Durchsetzbarkeit von Ansprüchen der Patienten, sondern greife unzulässig in die nationalen Kompetenzen der Mitgliedstaaten ein, „Verwaltung, Anforderungen, Qualitäts- und Sicherheitsnormen, Organisation und Bereitstellung der Gesundheitsversorgung festzulegen", wird in dem gemeinsamen Papier angeführt. Die Mitglieder des GVG lehnen die Entwicklung von europäischen und internationalen Normen für Gesundheitsdienstleistungen als überflüssig und für den postulierten Zweck ungeeignet ab. Sie fordern die Einstellung der entsprechenden Aktivitäten beim Europäischen Komitee für Normung (CEN) sowie der darauf gerichteten Überlegungen bei der Europäischen Kommission. Die Bundesregierung habe nach Ansicht der Verfasser darauf hinzuwirken, „dass die von ihr gewährte finanzielle Förderung von CEN nicht dazu genutzt wird, Normen für Gesundheitsdienstleistungen zu erarbeiten, und dadurch mitgliedstaatliche Kompetenzen unterlaufen werden". Stattdessen wird das CEN aufgefordert, sich an die selbstauferlegte Verpflichtung zu halten, dass „europäische Standards keine Themen behandeln, die – nach dem Subsidiaritätsprinzip – eindeutig in den Regelungsbereich der Mitgliedstaaten gehören“.  Positionspapier zur Normung heilkundlicher Dienstleistungen [PDF]
Ärzte 17.10.2014

Aufruf der ärztlichen Spitzenverbände: „Gemeinschaftsaktion gegen Ebola“

Berlin, 17.10.2014 Die unterzeichnenden ärztlichen Spitzenverbände haben am 16. Oktober 2014 auf Einladung der Bundesärztekammer Maßnahmen im Kampf gegen Ebola beraten. Gemeinsam haben sie zu einer internationalen Kraftanstrengung zur Eindämmung der Epidemie in Westafrika aufgerufen. Die Erfahrungen aus den betroffenen Gebieten zeigen, dass der Mangel an fachkundigen Helfern, an Materialien aber auch eine unzureichende Vorbereitung und Ausbildung der Helfer die Seuchenbekämpfung vor Ort erschweren. Im Kampf gegen Ebola sind deshalb kurz-, mittel- und langfristig wirksame Interventionen notwendig. Die ärztlichen Spitzenverbände bitten Ärztinnen und Ärzte mit einschlägigen Ausbildungs- und Erfahrungskompetenzen und guten Englischkenntnissen um Unterstützung bei der Ebola-Bekämpfung vor Ort. Interessierte Kolleginnen und Kollegen sind aufgerufen, hierfür Kontakt mit dem Deutschen Roten Kreuz oder anderen Hilfsorganisationen aufzunehmen (siehe Hinweise unten). Die ärztlichen Spitzenverbände fordern die politisch Verantwortlichen auf, eine ausreichende Absicherung für die Helferinnen und Helfer aus Deutschland, die sich in den Ebola-Krisengebieten einsetzen, sicherzustellen, insbesondere ausreichende Haftpflichtversicherung, Lebensversicherung, Arbeitsplatzgarantie und Versorgungsgarantien bei Krankheitsfällen, wie den Rücktransport nach Deutschland. Die ärztlichen Spitzenverbände fordern Deutschland und die internationale Staatengemeinschaft dazu auf, die notwendige Versorgung mit Ausrüstungen zum Schutz von Ärzten und weiteren vor Ort helfenden Mitarbeitern unverzüglich bereitzustellen und damit das Risiko von Ansteckungen zu vermeiden. Eine angemessene Vorbereitung und Ausbildung der Helfer muss sichergestellt werden. Es ist unerlässlich, die Gesundheitssysteme in den betroffenen Ländern zu stärken, auch um eine Ausbreitung der Seuche in andere Weltregionen zu verhindern. Deutschland und die internationale Staatengemeinschaft sind aufgerufen, ihre finanzielle Unterstützung für die Ebola-Bekämpfung vor Ort zu intensivieren. Auch Bürgerinnen und Bürger können mit Geldspenden die Arbeit der Helfer unterstützen (siehe Hinweis unten). Die ärztlichen Spitzenverbände fordern die Weltgesundheitsorganisation und die internationale Staatengemeinschaft dazu auf, Maßnahmen zu ergreifen, die künftig eine schnellere und effektivere internationale Intervention in solchen Krisenfällen ermöglichen. Notwendig sind zudem Investitionen in die Impfstoffforschung sowie wirksame Strategien zur  Durchführung von Impfungen. Hinweis:Freiwillige medizinische Helfer können sich unter anderem beim Deutschen Rote Kreuz für einen Hilfseinsatz melden: https://drkhrnet.drk.de/HomeSpenden: Aktion Deutschland Hilft, Spenden-Stichwort: Ebola,Spendenkonto: 10 20 30, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00 Deutsches Rotes Kreuz, Stichwort Ebola,Spendenkonto: 41 41 41 / BLZ: 37020500 VerbändeArbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF)BundesärztekammerBundesverband der Knappschaftsärzte e. V.Deutscher Ärztinnenbund e. V.Deutscher Hausärzteverband e.V.Freie Ärzteschaft e. V.Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände (GFB)Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.Kassenärztliche BundesvereinigungMarburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband MEDI GENO Deutschland e. V. Medizinischer Fakultätentag der Bundesrepublik DeutschlandNAV-Virchow-BundSanitätsdienst der BundeswehrSpitzenverband FachärzteDeutschlands e. V. (SpiFA)Verband der leitenden Krankenhausärzte Deutschlands e.V....
EU-Kommission 25.09.2014

Patientenschutz nicht wirtschaftlichen Interessen unterordnen

Berlin, 25.09.2014 „Die geplante Ressortverteilung in der EU-Kommission lässt auf eine Strategie schließen, die vor allem marktgesteuert ist. Es entsteht der Eindruck, dass Patientenschutz und Patientensicherheit wirtschaftlichen Interessen untergeordnet werden.“ So kommentiert Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, das Vorhaben des designierten EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, die Verantwortung für Arzneimittel und Gesundheitstechnologien in die Hände des Kommissariats für Binnenmarkt und Industrie zu legen. „Damit sendet die EU-Kommission ein falsches Signal an die europäischen Bürgerinnen und Bürger“, warnt Montgomery. In einem Schreiben an Jean-Claude Juncker spricht sich Montgomery entschieden gegen die neue Kompetenzverteilung aus: „Arzneimittelbelange und Fragen der Gesundheitstechnologien gehören in die Hände des Gesundheitskommissars.“ Dies gelte insbesondere in Anbetracht großer gesundheitspolitischer Herausforderungen wie der Wirtschaftskrise in Europa, der Alterung der Bevölkerung, des technologischen und medizinischen Fortschritts sowie neuer Gesundheitsgefahren. „Die Europäische Kommission spielt eine wichtige Rolle dabei, den Gesundheitsschutz auf hohem Niveau sicherzustellen. Daher braucht sie eine klare gesundheitspolitische Strategie, die sich an den Bedürfnissen der Patienten orientiert“, so Montgomery. Brief an Jean-Claude Juncker [PDF].pdf
Ebola-Epidemie 25.09.2014

Bundesregierung und Bundesärztekammer unterstützen DRK im Kampf gegen Ebola

Berlin, 25.09.2014 Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe , Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery und der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Dr. Rudolf Seiters, haben in einer gemeinsamen Aktion Ärzte und andere Gesundheitsberufe um Unterstützung im Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika aufgerufen. Neben der Entsendung eines sogenannten Ebola Treatment Centers nach Sierra Leone  bereitet das DRK eine Erkundungsmission nach Liberia vor, um die dortige Errichtung eines mobilen Krankenhauses zu prüfen. Mit der geplanten Entsendung des Krankenhauses sollen die Gesundheitsstrukturen vor Ort in der aktuellen Notlage entlastet und zugleich gestärkt werden. „Für den Aufbau der Krankenstationen werden dringend freiwillige Helfer gebraucht“, sagte  Gröhe. Er betonte, die Ebola-Epidemie gefährde nicht nur die Sicherheit und Stabilität in Westafrika. Sie nehme globale Dimensionen an. Auch Montgomery warnte, wenn es nicht gelinge, die Epidemie einzudämmen, stehe man  medizinisch gesehen vor einer globalen Katastrophe. Erforderlich sei nun ein nationaler Kraftakt, um medizinisches Personal nicht nur aus der Bundeswehr, sondern auch aus der Zivilgesellschaft für die betroffenen Regionen bereitzustellen. Die Ärzteschaft könne wichtige Hilfestellung bei der Auswahl und bei der Ausbildung des Personals leisten. Der Bundesärztekammer-Präsident betonte, dass es sich bei der gemeinsamen Initiative von Bundesregierung, DRK und Ärzteschaft nicht um eine einmalige Aktion handelt. „Wir brauchen ein langes und großes Engagement, um diese Krankheit vor Ort zu bekämpfen.“ Die Bundesärztekammer hat die Ärztekammern auf Landesebene sowie die Medizinisch-Wissenschaftlichen Fachgesellschaften gebeten, sich im Rahmen der humanitären Hilfe zu engagieren und in Ihren Zuständigkeitsbereichen einen entsprechenden Aufruf an freiwillige Helfer zu organisieren. Dringend benötigt werden ·    Ärzte (auch in Leitungsfunktionen),·    Hebammen, ·    Physiotherapeuten, ·    Kranken- und Gesundheitspflegepersonal,·    Pharmazeuten, ·    Labortechniker, ·    Röntgenfachkräfte.Aus Sicherheitsgründen sind gute bis sehr gute Englischkenntnisse notwendig. Das DRK weist darauf hin, dass das medizinische Personal eine Woche auf den Einsatz vorbereitet wird. Es erhält dann vor Ort noch ein länderspezifisches Briefing und soll nach aktueller Planung alle vier bis sechs Wochen rotieren. Zusätzlich müssen nach Einsatzende drei Wochen verstreichen, bevor eine erneute Behandlung von Patienten im Heimatland erfolgen darf. Interessierte Helfer, die das oben beschriebene Profil erfüllen, können sich über das Online-Bewerbungssystem DRK HRnet melden: https://drkhrnet.drk.de/Home Weitere grundlegende Informationen zu Auslandseinsätzen mit dem DRK, wie Anforderungen und Voraussetzungen, finden sich unter http://www.drk.de/ueber-uns/stellenboerse/drk-international-vacancies.html
Patienten 24.09.2014

Woran Sie eine barrierefreie Arztpraxis erkennen – neue Kurzinformation erschienen

Berlin, 24.09.2014 Barrieren und Hindernisse tauchen im Alltag an vielen Stellen auf und finden sich auch in Arztpraxen. Hierzu zählen beispielsweise Stufen, fehlende Beschilderung oder auch Schwierigkeiten bei der Verständigung. Um selbstbestimmt am Leben teilhaben zu können, benötigen daher viele Menschen Unterstützung. Dies trifft nicht nur auf Personen mit geistiger oder körperlicher Behinderung, sondern beispielsweise auch auf Ältere, Eltern mit Kinderwagen oder Patienten mit vorübergehenden Einschränkungen wie einem Gipsbein zu. Von einer Arztpraxis mit wenigen oder keinen Barrieren profitieren also viele. Ein Hauptanliegen der Ärzte ist es daher, möglichst allen Menschen einen ungehinderten Zugang zu ihrer Praxis zu ermöglichen. Aus diesem Grund hat das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) jetzt eine Kurzinformation zu diesem wichtigen Thema herausgebracht. Unter der Überschrift „Woran Sie eine barrierefreie Arztpraxis erkennen“ erfahren Leser, was Barrierefreiheit bedeutet und wie Barrieren in Arztpraxen abgebaut werden können. Und sie finden Tipps, was Patienten dazu beitragen können, dass sich ein Praxisbesuch für alle möglichst hürdenfrei gestaltet. Die Reihe „Kurzinformationen für Patienten (KiP)“ entwickelt das ÄZQ im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Bundesärztekammer (BÄK). Woran Sie eine barrierefreie Praxis erkennen [PDF] Weitere Patienteninformationen
Gezi-Park-Proteste 24.09.2014

Anklagepunkte gegen türkische Ärzte fallen lassen

Berlin, 24.09.2014 Mitglieder des türkischen Ärzteverbandes müssen sich am 30. September 2014 in einer Voranhörung vor einem türkischen Gericht verantworten. Sie hatten verletzte Demonstranten bei den Gezi-Park-Protesten im vergangenen Jahr in improvisierten Notstationen ärztlich versorgt, da offenbar die offizielle Notversorgung nicht gewährleistet war. Im Nachgang der Proteste hatte die türkische Regierung ein Gesetz erlassen, das die notärztliche Versorgung von Verletzten ohne zuvor erteilte staatliche Lizenz verbietet. Bereits im Januar diesen Jahres hatte  die Bundesärztekammer gemeinsam mit acht weiteren internationalen ärztlichen Organisationen, wie dem Weltärztebund und dem Ständigen Ausschuss der Europäischen Ärzte (CPME), die Gesetzesänderung kritisiert. Der damalige türkische Staatspräsidenten, Abduallah Gül, wurde aufgefordert, dieses Gesetz nicht zu unterschreiben. In der nachfolgenden gemeinsamen Stellungnahme der Organisation „Ärzte für Menschenrechte (PHR)“ mit acht weiteren Ärzteverbanden, darunter der Bundesärztekammer, wird nunmehr das türkische Gericht aufgefordert, alle Anklagepunkte fallen zu lassen, da die Ärztinnen und Ärzte nach internationalen Standards gehandelt haben. Der Weltärztebund und der CPME werden an der Gerichtsverhandlung teilnehmen. Gemeinsame Stellungnahme: Anklagepunkte gegen türkische Ärzte fallen lassen [PDF]
Sterbehilfe-Debatte bei Beckmann 19.09.2014

Montgomery: „Pille für den Exit ist der falsche Weg“

Berlin, 19.09.2014 „Der Weg zum Arzt, um sich die Pille für den Exit zu holen, ist in meinen Augen der falsche Weg. Wir wollen den Menschen Alternativen bieten, und die gibt es in den meisten Fällen.“ Mit diesen Worten wandte sich der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, in der ARD-Sendung „Beckmann“ (18.09.) gegen die Forderung nach einem ärztlich assistierten Suizid. „Wenn wir Patienten über die modernen Therapiemöglichkeiten aufklären, verlieren sehr viele von ihnen ihren Suizidwunsch. Einem großen Teil kann mit Schmerztherapie, Palliativmedizin und Hospizen geholfen werden“, so Montgomery weiter.Der BÄK-Präsident warnte vor den negativen Auswirkungen einer technisierten und ärztlich administrierten Sterbehilfe für das Patienten-Arzt-Verhältnis. „Wir Ärzte haben eine Garantenstellung für das Leben und die Gesundheit der Menschen. Für den Patienten wäre es dramatisch, wenn er nicht mehr weiß, ob der Arzt an sein Bett tritt, um sein Leben zu erhalten oder um es zu beenden.“ Auch der Fall des belgischen Sexualstraftäters, der jüngst vor Gericht die Erlaubnis zum assistierten Selbstmord erstritten hat, zeige, auf welch gefährliche Ebene eine Liberalisierung führe.Montgomery kritisierte, dass die Diskussion über menschliche Würde und Selbstbestimmung zu wenig aus Sicht der betroffenen Patienten geführt werde: „Wir machen den großen Fehler, als Gesunde über die Würde des Kranken zu bestimmen.“ Ein strafrechtliches Verbot des ärztlich assistierten Suizids lehnte der BÄK-Präsident ab. Diese Frage sei durch das Berufsrecht ausreichend und gut geregelt. Eine optimale palliativmedizinische Versorgung würde den Ärzten schwerfallen, wenn der Staatsanwalt immer im Hintergrund stünde.
Presse 08.09.2014

Montgomery: „Hilfe zum Leben leisten“

Berlin, 08.09.2014 „Das Berufsethos verpflichtet den Arzt, Hilfe zum Leben zu leisten, nicht Hilfe zum Sterben.“ Darauf verweist der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, in einem Gastbeitrag im Berliner Tagesspiegel (07.09.2014). Leider seien gute medizinische Möglichkeiten zur Begleitung Sterbender wie Schmerztherapien, Palliativmedizin oder Hospize zu wenig bekannt. „Unsere ärztliche Erfahrung sagt: Sehr viele Schwerkranke, die nur noch den Tod als Ausweg sehen, entscheiden sich für das Leben, wenn ein Arzt ihnen diese Alternativen aufzeigt.“Montgomery begrüßt die gegenwärtige Debatte über eine gesetzliche Regelung des assistierten Suizids. Ablehnend äußert sich der BÄK-Präsident zu dem kürzlich von einer Gruppe von Medizinern und Juristen vorgelegte Gesetzentwurf zur Neuregelung des assistierten Suizids. Nach dem Entwurf soll es Ärzten in streng geregelten Ausnahmefällen erlaubt sein, ein tödliches Mittel zu verschreiben, ohne sich am Suizid selbst zu beteiligen. „Dieser Weg führt in die Irre. Er reduziert den Arzt zum Todescocktailverschreiber, der dem Patienten gerade in der schwersten Stunde seines Lebens, im Tode, nicht zur Seite stehen darf.“ Montgomery warnt, der ärztlich assistierte Suizid eröffne nur scheinbar Freiräume. In Wirklichkeit jedoch führe er dazu, dass auf diejenigen, die unheilbar krank, dement oder vereinsamt seien, der gesellschaftliche Druck wächst. Ärztlich assistierter Suizid engt das Leben einGastbeitrag von Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Von Frank Ulrich Montgomery im Tagesspiegel

Beschlussprotokoll

des 120. Deutschen Ärztetages
2017 in Freiburg
(Stand: 26.05.2017)

Bundesweite Fortbildungssuche

Pilotprojekt für eine Übersicht aller in Deutschland von einer Landesärztekammer anerkannten Fortbildungsmaßnahmen 

www.baek-fortbildungssuche.de

Fortbildungsveranstaltungen der AkdÄ

Aktuelle Termine und Vorträge

Karriere trotz Teilzeit?
Karriere in Teilzeit!

Zur Unterstützung von Ärztinnen und Ärzten, die trotz Teilzeittätigkeit eine Leitungsfunktion im Krankenhaus anstreben oder nach Erreichen einer Leitungsfunktion eine solche planen, beabsichtigt die Bundesärztekammer, eine Übersicht erfolgreicher Modelle aufzubauen.

Bitte melden Sie uns positive Beispiele unter Nennung der Fachrichtung und der Klinik an: karriere-in-teilzeit@baek.de.

Evaluation der Weiterbildung

Medizinische Fachangestellte

Ausschüsse & Ständige Konferenzen

Liste der Ausschüsse und Ständigen Konferenzen

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