Presse 27.11.2014

Montgomery: Mehr Studienplätze in der Humanmedizin notwendig

Berlin, 27.11.20014 Vor einer weiteren Verschärfung des Ärztemangels hat der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, gewarnt. Speziell bei der hausärztlichen Versorgung und bei den grundversorgenden Fachärzten wie Augenärzten und Gynäkologen zeichneten sich Engpässe ab, sagte er in der Rheinischen Post (27.11.2014). Montgomery forderte eine Reform des Medizinstudiums: "Vor allem brauchen wir mehr Studienplätze in der Humanmedizin, um wieder ausreichend Ärzte für die Patientenversorgung zur Verfügung zu haben." Notwendig seien auch angemessenere Auswahlverfahren bei der Studienplatzvergabe, die dafür sorgten, dass diejenigen ausgewählt werden, die hinterher auch in der Versorgung der Bevölkerung arbeiten wollen. Montgomery forderte zudem, dass die Studenten schon zu Beginn ihres Studiums an die Tätigkeit von Hausärzten herangeführt werden. "Voraussetzung dafür ist, dass bis 2017 an allen medizinischen Fakultäten in Deutschland ordentliche Lehrstühle für Allgemeinmedizin eingeführt werden."
Presse 25.11.2014

Prävention: BÄK für stärkere Einbindung von Ärzten

Berlin, 25.11.2014 Die Bundesärztekammer (BÄK) hat eine stärkere strukturelle Einbindung von Ärztinnen und Ärzten in die mit dem Präventionsgesetz geplanten Leistungen zur Gesundheitsförderung gefordert.  In einer Stellungnahme zu dem Gesetz weist die BÄK darauf hin, dass Ärzte in der Prävention eine zentrale Rolle spielen. Sie erreichen Patienten aller gesellschaftlichen Schichten gleichermaßen und können diese auf eine Veränderung von Verhaltensweisen und zur Wahrnehmung gesundheitsförderlicher Angebote ansprechen. Die im Gesetz vorgesehene stärkere Ausrichtung der Vorsorgeuntersuchungen auf die Erfassung und Bewertung gesundheitlicher Risiken und Belastungen sowie die Ausweitung der Kinder- und Jugenduntersuchungen bis zum 18. Lebensjahr werden begrüßt. Die inhaltliche Neugestaltung der  Gesundheitsuntersuchungen für Erwachsene sowie ihre Frequenz sollten jedoch nicht ausschließlich dem G-BA überlassen bleiben, da diese damit im Ergebnis eher zurückgefahren als ausgeweitet werden könnten. Zusätzliche ärztliche Leistungen sind bei der Honorierung mit zu berücksichtigen.Statt einer bloßen Präventionsempfehlung, wie im Gesetz angelegt, fordert die BÄK ein umfassendes ärztliches Präventionsmanagement, das sowohl eine Exploration gesundheitlicher Belastungen, eine ärztliche Beratung und Begleitung von Präventionsmaßnahmen als auch die Bewertung ihrer Wirksamkeit umfasst. Die BÄK bezeichnet es zudem als nicht nachvollziehbar, dass die Entwicklung einer nationalen Präventionsstrategie ohne die verfasste Ärzteschaft erfolgen soll. Die vorgesehene Stärkung der Prävention in Lebenswelten wird von der Bundesärztekammer begrüßt. „Es muss allerdings sichergestellt werden, dass für die entsprechenden Leistungen ein Wirksamkeitsnachweis vorliegt beziehungsweise dieser aufgrund bestehender Studien zu erwarten ist“, heißt es in der Stellungnahme. Auch dürften diese Leistungen keine bereits bestehenden Leistungen der allgemeinen Daseinsvorsorge der öffentlichen Hand ersetzen. Stellungnahme der Bundesärztekammer zum Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz – PrävG) – Referentenentwurf vom 20.10.2014 [PDF] Stand: 21.11.2014
Gemeinsame Presseerklärung von ... 19.11.2014

25 Jahre UN-Kinderrechtskonvention: Medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen gewährleisten

Berlin, 19.11.2014 Eine ausreichende kurative und präventive gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingsfamilien in Deutschland besteht nicht. Darauf verweisen Bundesärztekammer (BÄK), Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) anlässlich des morgigen 25. Jahrestages der UN-Kinderrechtskonvention. Die UN-Kinderrechtskonvention nennt jedoch „das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit“[1] als ein Grundrecht jedes Kindes. Das Recht eines Kindes auf körperliche Unversehrtheit umfasst darüber hinaus nach Meinung der pädiatrischen Experten auch den Schutz vor durch Impfung zu verhütende Erkrankungen. Die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen aus Flüchtlingsfamilien ist jedoch reduziert auf Notfallerkrankungen, also lediglich auf die Behandlung akuter Erkrankungen und Schmerzzustände. Die Bundesärztekammer und die Experten aus der Kinder- und Jugendmedizin fordern daher eine generelle - und nicht nur den Notfall betreffende - Regelung für die medizinische Versorgung von Flüchtlingen.[2] Die Vereinfachung eines Zugangs zur medizinischen Versorgung durch Ausgabe einer Krankenversicherungskarte für Asylsuchende (sog. Bremer Modell) ist ein Lösungsansatz.[3] Es muss auch Kindern und Jugendlichen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus eine gute Gesundheitsversorgung ermöglicht werden. Die Anonymität dieser Patientengruppe ohne legalen Aufenthaltsstatus muss hierbei in Krankenhaus und Praxis gewährleistet werden.[4] [1] Artikel 24 Absatz 1 der UN-Kinderrechtskonvention  [2] Stellungnahme vom 22.09.2014 zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Asylbewerberleistungsgesetzes und des Sozialgerichtsgesetzes Stn_BAeK_Asylbewerberleistungsgesetz.pdf  [3] http://www.gesundheitsamt.bremen.de/sixcms/media.php/13/3_GBE_Gesundheitsversorgung_Asylsuchender.pdf [4] http://www.bundesaerztekammer.de/downloads/Faltblatt_Patienten-ohne-Aufenthaltsstatus_30112013.pdf
Ärzte 18.11.2014

Zielvereinbarungen in Chefarztverträgen: BÄK für Verschärfung der gesetzlichen Vorschriften

Berlin, 19.11.2014 Die Bundesärztekammer und der Verband der leitenden Krankenhausärzte haben sich für eine Verschärfung der gesetzlichen Vorschriften nach § 136a SGB V ausgesprochen und dem Gesetzgeber einen entsprechenden Formulierungsvorschlag für eine Gesetzesnovelle unterbreitet. Die 2013 in das Sozialgesetzbuch V aufgenommene Vorschrift hatte die Deutsche Krankenhausgesellschaft dazu verpflichtet, in ihren Beratungs- und Formulierungshilfen für Verträge der Krankenhäuser mit leitenden Ärzten im Einvernehmen mit der Bundesärztekammer Empfehlungen abzugeben, die sicherstellen, dass Zielvereinbarungen, welche auf finanzielle Anreize abstellen, ausgeschlossen sind. Zwar hatte die DKG im Einvernehmen mit der Bundesärztekammer im Mai 2013 entsprechende Empfehlungen veröffentlicht. Auswertungen  von Arbeitsverträgen zeigen jedoch, dass viele Krankenhausträger weiterhin Verträge aufsetzen, die diesen Empfehlungen nicht gerecht werden. Aus diesem Grund haben die Deutsche Krankenhausgesellschaft und die Bundesärztekammer unter Mitwirkung des Verbandes der leitenden Krankenhausärzte die  Empfehlungen überarbeitet. Danach sollen nunmehr auch keine Zielvereinbarungen mehr geschlossen werden, die sich auf Leistungskomplexe bzw. Leistungsaggregationen oder Case-Mix-Volumina erstrecken. Vor dem Hintergrund dieser Neufassung halten die Bundesärztekammer und der Verband der leitenden Krankenhausärzte jedoch darüber hinaus auch eine Änderung der Vorschrift des § 136a SGB V selbst für erforderlich, die diese Änderungen und Ergänzungen aufgreift. Empfehlung von DKG und BÄK zu leistungsbezogenen Zielvereinbarungen [PDF] Formulierungsvorschlag der BÄK und des VLK für Neufassung § 136a SGB V - Förderung der Qualität durch die Deutsche Krankenhausgesellschaft [PDF]
Gemeinsame Pressemitteilung 12.11.2014

Herbert-Lewin-Preis: Forschungspreis zur Rolle der Ärzteschaft in der Zeit des Nationalsozialismus

Berlin, 12.11.2014 Ausschreibung Das Bundesministerium für Gesundheit, die Bundesärztekammer und die Kassenärztliche Bundes­vereinigung schreiben nunmehr zum fünften Mal einen Preis für wissen­schaftliche Arbeiten zu dem Thema „Aufarbeitung der Geschichte der Ärztinnen und Ärzte in der Zeit des National­sozialismus“ aus. Mit dem Herbert-Lewin-Preis sollen Arbeiten ausgezeichnet werden, die sich mit der Rolle der Ärzteschaft während der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzen. Die Bundeszahnärztekammer wird zukünftig ebenfalls die Auslobung des Preises unterstützen. Teilnehmerkreis An der Ausschreibung können teilnehmen: Zahn-/Ärztinnen und Zahn-/Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten als Einzelpersonen Kooperationen oder Gemeinschaften von Zahn-/Ärztinnen und Zahn-/Ärzten sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten Studierende der Zahn- oder Humanmedizin an zahn- und humanmedizinischen Fakultäten oder medizinhistorischen Instituten tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Jede teilnehmende Person und jede Arbeitsgruppe kann sich mit je einer Arbeit bewerben. Unterlagen Die Arbeiten müssen in deutscher Sprache verfasst sein. Sie können sowohl in Papierform (in sechsfacher Aus­fertigung) als auch in elektronischer Form abgegeben werden. Es werden nur Arbeiten berücksichtigt, die ab dem 01.01.2010 erstellt oder veröffentlicht wurden. Bereits bei vorangegangenen Ausschreibungen dieses Preises eingereichte Arbeiten können nicht erneut berücksichtigt werden. Alle abgegebenen Unterlagen und Arbeiten verbleiben bei der Bundesärztekammer und werden nicht zurückgegeben. Bewerbungsanschrift: BundesärztekammerHauptgeschäftsführungElke Böthin M.A. Herbert-Lewin-Platz 110623 Berlin E-Mail: elke.boethin@baek.de Einsendeschluss:                 Die wissenschaftlichen Arbeiten müssen bis zum 18.06.2015 bei der Bundesärztekammer eingegangen sein. Jury Die Bewertung der eingereichten Arbeiten und die Ermittlung der Preisträger werden von einer unabhängigen Jury vorgenommen, deren Mitglieder vom Bundesministerium für Gesundheit, der Bundesärztekammer, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, der Bundeszahnärztekammer dem Zentralrat der Juden in Deutschland sowie dem Bundesverband Jüdischer Ärzte und Psychologen in Deutschland benannt wurden. Namentlich sind dies: Prof. Dr. med. Volker Hess, Prof. Dr. phil. Robert Jütte, Dr. med. Manfred Richter-Reichhelm, Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Dr. phil. Dominik Groß, Prof. Dr. med. Leo Latasch und Dr. med. Roman M. Skoblo. Die Jury tagt nicht öffentlich. Die Entscheidung der Jury ist für alle teilnehmenden Personen verbindlich und kann nicht angefochten werden. Preisvergabe Der Preis ist mit insgesamt 12.500 Euro dotiert. Er kann von der Jury auf mehrere verschiedene Arbeiten aufgeteilt werden. Alle teilnehmenden Personen erhalten nach der Entscheidung der Jury eine schriftliche Nachricht. Die Preisverleihung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Informationen zum Forschungspreis sowie zu früheren Preisträgern und deren Arbeiten können im Internet unter www.baek.de/Forschungspreis abgerufen werden.
Weltärztebund 11.11.2014

50. Jubiläum der Deklaration von Helsinki

Berlin, 11.11.2014 In der Stadt, in der sie vor einem halben Jahrhundert verabschiedet worden war, wurde heute der 50. Jahrestag des Bestehens der Deklaration von Helsinki feierlich begangen. In Anwesenheit des Staatspräsidenten Finnlands, Sauli Niinistö, sowie der finnischen Gesundheitsministerin, Laura Räty, kamen Vertreter der Mitgliedsverbände des Weltärztebundes, darunter auch der Präsidenten der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, und Medizinethiker aus zahlreichen Ländern zusammen, um die Geschichte und Entwicklung der Deklaration zu würdigen und ihre heutige und zukünftige Bedeutung für die klinische Forschung am Menschen zu diskutieren. Die Deklaration von Helsinki ist neben dem Genfer Gelöbnis die bedeutendste normative Vorgabe des Weltärztebundes. Mit ihr wurden Prinzipien aufgestellt, die sowohl den Schutz der Teilnehmer klinischer Studien sichern, als auch den medizinischen Fortschritt ermöglichen. Diese beiden Kernziele haben die Evolution der Deklaration fortwährend geprägt. Sie unterscheidet sich in ihrem Charakter und Format von anderen Richtlinien und ist dabei immer ein Dokument von ethischen Prinzipien geblieben. Die Deklaration hat Einzug in viele nationale Gesetzgebungen gefunden und bildet die Grundlage für zahlreiche differenzierte Regelungen oder Leitlinien für die klinische Forschung. Jede Ärztin und jeder Arzt ist an ihre Prinzipien gebunden. Die Entwicklung der Deklaration von Helsinki manifestiert sich im letzten Revisionsprozess, der zur jetzt gültigen Version  führte, die 2013 von der Generalversammlung des Weltärztebundes verabschiedet worden war. Während dieses Prozesses gingen insgesamt 129 Eingaben aus 36 Ländern beziehungsweise Regionen ein. Die Bundesärztekammer hatte den Vorsitz der internationalen Arbeitsgruppe inne, die mit der Überarbeitung betraut war. Deklaration von Helsinki 2013 [PDF]
Ärzte 29.10.2014

Bundeseinheitlicher patientenorientierter Medikationsplan

Berlin, 28.10.2014 Bereits zum vierten Mal trafen sich am 28.10.2014 Vertreter des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), der Bundesoberbehörden, der Verbände der Softwareindustrie, der Bundesvereinigungen deutscher Apothekerverbände und der Krankenhausapotheker, der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Vertreter der Länder, Vertreter von Krankenkassen, Patientenvertreter sowie der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) zu einem Workshop, um gemeinsam ein Ziel zu verfolgen: den bundeseinheitlichen patientenorientierten Medikationsplan technisch und inhaltlich weiter zu entwickeln. Das BMG fördert mittlerweile den dritten „Aktionsplan zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit in Deutschland“, der mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog und Forschungsprojekten die AMTS in Deutschland verbessern will. Die Umsetzung des Aktionsplans AMTS wird durch eine Koordinierungsgruppe bei der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) gewährleistet. Ein wesentlicher Aspekt im Maßnahmenkatalog ist die Implementierung des Medikationsplans. Die Arzneimitteltherapie vor allem bei multimorbiden Patienten wird häufig dadurch beeinträchtigt, dass die Gesamtmedikation gar nicht oder nur unzureichend bekannt ist. Einerseits ist es damit Ärzten, Apothekern und Pflegekräften nicht möglich, Doppelmedikationen, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen, Kontraindikationen, notwendige Dosisanpassungen usw. bei der Arzneimitteltherapie umfassend zu berücksichtigen. Andererseits wird vor allem die Therapietreue (Adhärenz) des Patienten beeinträchtigt, wenn dieser nicht zuverlässig darüber informiert ist, welche Arzneimittel er wie und wann einnehmen soll. Einige Arzt-, Krankenhaus- und Apothekensoftwarehersteller bieten bereits die Möglichkeit, Medikationspläne zu erstellen. Deren Inhalte und Formate sind jedoch je nach Softwarehersteller unterschiedlich, so dass diese nicht von allen am Medikationsprozess Beteiligten genutzt werden können. „Mit einem bundeseinheitlichen Medikationsplan können wir einen großen Schritt zur Verbesserung der Interoperabilität und damit der AMTS in Deutschland machen. Daher hat das BMG hier drei Modellprojekte auf den Weg gebracht“ sagte Frau Dr. Anne Dwenger vom BMG. In den Modellregionen Thüringen, Sachsen, Nordbayern soll der Medikationsplan gefördert durch das BMG bald zur Erprobung eingesetzt werden. Darüber gibt es weitere Medikationsplan-Projekte u.a. in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und in Sachsen und Thüringen. Die Ergebnisse aller Projekte werden ausgewertet und auf einem weiteren Workshop diskutiert. Zusätzlich wird ein transparentes Verfahren erarbeitet, wie mit Hilfe der Koordinierungsgruppe des Aktionsplans AMTS und eines technischen Boards ggfs. weitere notwendige inhaltliche und technische Anpassungen und Weiterentwicklungen in transparenter Weise und mit Beteiligung aller Stakeholder vorgenommen werden können.
Hartmannbund-Stiftung 22.10.2014

Arztkinder in Not – Jede Spende hilft!

Berlin, 22.10.2014 Seit mehr als einem halben Jahrhundert kümmert sich die Hartmannbundstiftung „Ärzte helfen Ärzten“* um in Not geratene Arztfamilien mit einem zentralen Gedanken – kollegiale Hilfe zu leisten. Die Unterstützung von Arztkindern, deren Eltern sich auf Grund von Notsituationen oder persönlichen Schicksalsschlägen in finanziell prekärer Lage befinden ist der Schwerpunkt der Stiftungsarbeit. Insbesondere die Zahl der Halbwaisen und Waisen aus Arztfamilien, die auf eine Unterstützung durch die Stiftung angewiesen sind, hat sich in den letzten Jahren stark erhöht. Oft sind es ganz persönliche Einzelschicksale mit vielen Sorgen und Nöten. Aber auch die Hilfestellung bei der Berufseingliederung von Ärztinnen und Ärzten sowie die schnelle und unbürokratische Unterstützung bei Schicksalsschlägen und Notlagen als Hilfe zur Selbsthilfe sind ein wichtiger Bestandteil der Stiftungsarbeit. Helfen Sie mit, diese unverzichtbare Hilfe aufrecht zu erhalten und auszubauen. Unterstützen Sie mit Ihrer Spende die Arbeit der Hartmannbund-Stiftung „Ärzte helfen Ärzten“ – damit wir auch in Zukunft dort Hilfe leisten können, wo sie gebraucht wird. Vielen Dank Dr. Klaus ReinhardtVorsitzender der Stiftung „Ärzte helfen Ärzten“, Vorsitzender Hartmannbund – Verband der Ärzte Deutschlands e. V.   Dr. Waltraud DiekhausStellvertretene Vorsitzende der Stiftung „Ärzte helfen Ärzten“, Ehrenmitglied der Medical Women`s International Association   Prof. Dr. Frank Ulrich MontgomeryPräsident der Bundesärztekammer unddes Deutschen Ärztetages   Dr. Peter EngelPräsident der BundeszahnärztekammerArbeitsgemeinschaft der Deutschen Zahnärztekammern e. V.   Dr. Andreas GassenVorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung Spendenkonto der Stiftung: Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG Stuttgart IBAN DE88 3006 0601 0001 4869 42 BIC (SWIFT CODE) DAAEDEDDXXX Online-Spende unter www.aerzte-helfen-aerzten.de
Presse 22.10.2014

Normung im Gesundheitswesen: GVG veröffentlicht Positionspapier

Berlin, 22.10.2014 „Die Normung von Gesundheitsdienstleistungen auf europäischer Ebene greift in die Kompetenz der Mitgliedstaaten zur Festlegung und Gestaltung ihrer Gesundheitssysteme ein. Sie ist daher unzulässig und deshalb zu unterlassen!" Das fordern zahlreiche Akteure aus dem Gesundheitswesen in einem gemeinsamen Positionspapier zur „Normung heilkundlicher Dienstleistungen“, das im Ausschuss Europäische Union der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e. V. (GVG) entwickelt wurde. Der für das Thema zuständige EU-Ausschuss der GVG, in dem auch die Bundesärztekammer mitwirkt, befasst sich mit sozialpolitischen Entwicklungen auf europäischer Ebene und deren Bedeutung für die Entwicklung der deutschen Sozialpolitik. Europäische Normen für Gesundheitsdienstleistungen seien nicht kompatibel mit den nationalen Gesundheitssystemen, würden die individuelle Behandlung der Patienten bedrohen und in unzulässiger Weise auf die Therapiefreiheit der Heilberufe einwirken. Daneben gefährde eine solche Entwicklung nicht nur die Rechtssicherheit und die Durchsetzbarkeit von Ansprüchen der Patienten, sondern greife unzulässig in die nationalen Kompetenzen der Mitgliedstaaten ein, „Verwaltung, Anforderungen, Qualitäts- und Sicherheitsnormen, Organisation und Bereitstellung der Gesundheitsversorgung festzulegen", wird in dem gemeinsamen Papier angeführt. Die Mitglieder des GVG lehnen die Entwicklung von europäischen und internationalen Normen für Gesundheitsdienstleistungen als überflüssig und für den postulierten Zweck ungeeignet ab. Sie fordern die Einstellung der entsprechenden Aktivitäten beim Europäischen Komitee für Normung (CEN) sowie der darauf gerichteten Überlegungen bei der Europäischen Kommission. Die Bundesregierung habe nach Ansicht der Verfasser darauf hinzuwirken, „dass die von ihr gewährte finanzielle Förderung von CEN nicht dazu genutzt wird, Normen für Gesundheitsdienstleistungen zu erarbeiten, und dadurch mitgliedstaatliche Kompetenzen unterlaufen werden". Stattdessen wird das CEN aufgefordert, sich an die selbstauferlegte Verpflichtung zu halten, dass „europäische Standards keine Themen behandeln, die – nach dem Subsidiaritätsprinzip – eindeutig in den Regelungsbereich der Mitgliedstaaten gehören“.  Positionspapier zur Normung heilkundlicher Dienstleistungen [PDF]
Ärzte 17.10.2014

Aufruf der ärztlichen Spitzenverbände: „Gemeinschaftsaktion gegen Ebola“

Berlin, 17.10.2014 Die unterzeichnenden ärztlichen Spitzenverbände haben am 16. Oktober 2014 auf Einladung der Bundesärztekammer Maßnahmen im Kampf gegen Ebola beraten. Gemeinsam haben sie zu einer internationalen Kraftanstrengung zur Eindämmung der Epidemie in Westafrika aufgerufen. Die Erfahrungen aus den betroffenen Gebieten zeigen, dass der Mangel an fachkundigen Helfern, an Materialien aber auch eine unzureichende Vorbereitung und Ausbildung der Helfer die Seuchenbekämpfung vor Ort erschweren. Im Kampf gegen Ebola sind deshalb kurz-, mittel- und langfristig wirksame Interventionen notwendig. Die ärztlichen Spitzenverbände bitten Ärztinnen und Ärzte mit einschlägigen Ausbildungs- und Erfahrungskompetenzen und guten Englischkenntnissen um Unterstützung bei der Ebola-Bekämpfung vor Ort. Interessierte Kolleginnen und Kollegen sind aufgerufen, hierfür Kontakt mit dem Deutschen Roten Kreuz oder anderen Hilfsorganisationen aufzunehmen (siehe Hinweise unten). Die ärztlichen Spitzenverbände fordern die politisch Verantwortlichen auf, eine ausreichende Absicherung für die Helferinnen und Helfer aus Deutschland, die sich in den Ebola-Krisengebieten einsetzen, sicherzustellen, insbesondere ausreichende Haftpflichtversicherung, Lebensversicherung, Arbeitsplatzgarantie und Versorgungsgarantien bei Krankheitsfällen, wie den Rücktransport nach Deutschland. Die ärztlichen Spitzenverbände fordern Deutschland und die internationale Staatengemeinschaft dazu auf, die notwendige Versorgung mit Ausrüstungen zum Schutz von Ärzten und weiteren vor Ort helfenden Mitarbeitern unverzüglich bereitzustellen und damit das Risiko von Ansteckungen zu vermeiden. Eine angemessene Vorbereitung und Ausbildung der Helfer muss sichergestellt werden. Es ist unerlässlich, die Gesundheitssysteme in den betroffenen Ländern zu stärken, auch um eine Ausbreitung der Seuche in andere Weltregionen zu verhindern. Deutschland und die internationale Staatengemeinschaft sind aufgerufen, ihre finanzielle Unterstützung für die Ebola-Bekämpfung vor Ort zu intensivieren. Auch Bürgerinnen und Bürger können mit Geldspenden die Arbeit der Helfer unterstützen (siehe Hinweis unten). Die ärztlichen Spitzenverbände fordern die Weltgesundheitsorganisation und die internationale Staatengemeinschaft dazu auf, Maßnahmen zu ergreifen, die künftig eine schnellere und effektivere internationale Intervention in solchen Krisenfällen ermöglichen. Notwendig sind zudem Investitionen in die Impfstoffforschung sowie wirksame Strategien zur  Durchführung von Impfungen. Hinweis:Freiwillige medizinische Helfer können sich unter anderem beim Deutschen Rote Kreuz für einen Hilfseinsatz melden: https://drkhrnet.drk.de/HomeSpenden: Aktion Deutschland Hilft, Spenden-Stichwort: Ebola,Spendenkonto: 10 20 30, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00 Deutsches Rotes Kreuz, Stichwort Ebola,Spendenkonto: 41 41 41 / BLZ: 37020500 VerbändeArbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF)BundesärztekammerBundesverband der Knappschaftsärzte e. V.Deutscher Ärztinnenbund e. V.Deutscher Hausärzteverband e.V.Freie Ärzteschaft e. V.Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände (GFB)Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.Kassenärztliche BundesvereinigungMarburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband MEDI GENO Deutschland e. V. Medizinischer Fakultätentag der Bundesrepublik DeutschlandNAV-Virchow-BundSanitätsdienst der BundeswehrSpitzenverband FachärzteDeutschlands e. V. (SpiFA)Verband der leitenden Krankenhausärzte Deutschlands e.V....

Beschlussprotokoll

des 120. Deutschen Ärztetages
2017 in Freiburg
(Stand: 26.05.2017)

Bundesweite Fortbildungssuche

Pilotprojekt für eine Übersicht aller in Deutschland von einer Landesärztekammer anerkannten Fortbildungsmaßnahmen 

www.baek-fortbildungssuche.de

Fortbildungsveranstaltungen der AkdÄ

Aktuelle Termine und Vorträge

Karriere trotz Teilzeit?
Karriere in Teilzeit!

Zur Unterstützung von Ärztinnen und Ärzten, die trotz Teilzeittätigkeit eine Leitungsfunktion im Krankenhaus anstreben oder nach Erreichen einer Leitungsfunktion eine solche planen, beabsichtigt die Bundesärztekammer, eine Übersicht erfolgreicher Modelle aufzubauen.

Bitte melden Sie uns positive Beispiele unter Nennung der Fachrichtung und der Klinik an: karriere-in-teilzeit@baek.de.

Evaluation der Weiterbildung

Medizinische Fachangestellte

Ausschüsse & Ständige Konferenzen

Liste der Ausschüsse und Ständigen Konferenzen

Arztbibliothek

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