Gezi-Park-Proteste 24.09.2014

Anklagepunkte gegen türkische Ärzte fallen lassen

Berlin, 24.09.2014 Mitglieder des türkischen Ärzteverbandes müssen sich am 30. September 2014 in einer Voranhörung vor einem türkischen Gericht verantworten. Sie hatten verletzte Demonstranten bei den Gezi-Park-Protesten im vergangenen Jahr in improvisierten Notstationen ärztlich versorgt, da offenbar die offizielle Notversorgung nicht gewährleistet war. Im Nachgang der Proteste hatte die türkische Regierung ein Gesetz erlassen, das die notärztliche Versorgung von Verletzten ohne zuvor erteilte staatliche Lizenz verbietet. Bereits im Januar diesen Jahres hatte  die Bundesärztekammer gemeinsam mit acht weiteren internationalen ärztlichen Organisationen, wie dem Weltärztebund und dem Ständigen Ausschuss der Europäischen Ärzte (CPME), die Gesetzesänderung kritisiert. Der damalige türkische Staatspräsidenten, Abduallah Gül, wurde aufgefordert, dieses Gesetz nicht zu unterschreiben. In der nachfolgenden gemeinsamen Stellungnahme der Organisation „Ärzte für Menschenrechte (PHR)“ mit acht weiteren Ärzteverbanden, darunter der Bundesärztekammer, wird nunmehr das türkische Gericht aufgefordert, alle Anklagepunkte fallen zu lassen, da die Ärztinnen und Ärzte nach internationalen Standards gehandelt haben. Der Weltärztebund und der CPME werden an der Gerichtsverhandlung teilnehmen. Gemeinsame Stellungnahme: Anklagepunkte gegen türkische Ärzte fallen lassen [PDF]
Sterbehilfe-Debatte bei Beckmann 19.09.2014

Montgomery: „Pille für den Exit ist der falsche Weg“

Berlin, 19.09.2014 „Der Weg zum Arzt, um sich die Pille für den Exit zu holen, ist in meinen Augen der falsche Weg. Wir wollen den Menschen Alternativen bieten, und die gibt es in den meisten Fällen.“ Mit diesen Worten wandte sich der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, in der ARD-Sendung „Beckmann“ (18.09.) gegen die Forderung nach einem ärztlich assistierten Suizid. „Wenn wir Patienten über die modernen Therapiemöglichkeiten aufklären, verlieren sehr viele von ihnen ihren Suizidwunsch. Einem großen Teil kann mit Schmerztherapie, Palliativmedizin und Hospizen geholfen werden“, so Montgomery weiter.Der BÄK-Präsident warnte vor den negativen Auswirkungen einer technisierten und ärztlich administrierten Sterbehilfe für das Patienten-Arzt-Verhältnis. „Wir Ärzte haben eine Garantenstellung für das Leben und die Gesundheit der Menschen. Für den Patienten wäre es dramatisch, wenn er nicht mehr weiß, ob der Arzt an sein Bett tritt, um sein Leben zu erhalten oder um es zu beenden.“ Auch der Fall des belgischen Sexualstraftäters, der jüngst vor Gericht die Erlaubnis zum assistierten Selbstmord erstritten hat, zeige, auf welch gefährliche Ebene eine Liberalisierung führe.Montgomery kritisierte, dass die Diskussion über menschliche Würde und Selbstbestimmung zu wenig aus Sicht der betroffenen Patienten geführt werde: „Wir machen den großen Fehler, als Gesunde über die Würde des Kranken zu bestimmen.“ Ein strafrechtliches Verbot des ärztlich assistierten Suizids lehnte der BÄK-Präsident ab. Diese Frage sei durch das Berufsrecht ausreichend und gut geregelt. Eine optimale palliativmedizinische Versorgung würde den Ärzten schwerfallen, wenn der Staatsanwalt immer im Hintergrund stünde.
Presse 08.09.2014

Montgomery: „Hilfe zum Leben leisten“

Berlin, 08.09.2014 „Das Berufsethos verpflichtet den Arzt, Hilfe zum Leben zu leisten, nicht Hilfe zum Sterben.“ Darauf verweist der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, in einem Gastbeitrag im Berliner Tagesspiegel (07.09.2014). Leider seien gute medizinische Möglichkeiten zur Begleitung Sterbender wie Schmerztherapien, Palliativmedizin oder Hospize zu wenig bekannt. „Unsere ärztliche Erfahrung sagt: Sehr viele Schwerkranke, die nur noch den Tod als Ausweg sehen, entscheiden sich für das Leben, wenn ein Arzt ihnen diese Alternativen aufzeigt.“Montgomery begrüßt die gegenwärtige Debatte über eine gesetzliche Regelung des assistierten Suizids. Ablehnend äußert sich der BÄK-Präsident zu dem kürzlich von einer Gruppe von Medizinern und Juristen vorgelegte Gesetzentwurf zur Neuregelung des assistierten Suizids. Nach dem Entwurf soll es Ärzten in streng geregelten Ausnahmefällen erlaubt sein, ein tödliches Mittel zu verschreiben, ohne sich am Suizid selbst zu beteiligen. „Dieser Weg führt in die Irre. Er reduziert den Arzt zum Todescocktailverschreiber, der dem Patienten gerade in der schwersten Stunde seines Lebens, im Tode, nicht zur Seite stehen darf.“ Montgomery warnt, der ärztlich assistierte Suizid eröffne nur scheinbar Freiräume. In Wirklichkeit jedoch führe er dazu, dass auf diejenigen, die unheilbar krank, dement oder vereinsamt seien, der gesellschaftliche Druck wächst. Ärztlich assistierter Suizid engt das Leben einGastbeitrag von Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Von Frank Ulrich Montgomery im Tagesspiegel
Presse 05.09.2014

Montgomery fordert große Krankenhausreform

Berlin, 05.09.2014 Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat davor gewarnt, die im Koalitionsvertrag angekündigte Initiative für eine weitreichende Finanzreform im Kliniksektor „versanden“ zu lassen. „Eine große Reform wäre für alle Beteiligten etwas Gutes. Wir befürchten aber, dass am Ende nur ein kleines Reförmchen herauskommen wird“, sagte er in einem Interview mit der Ärzte Zeitung (05.09.2014). Der BÄK-Präsident nannte drei zentrale Herausforderungen: „Der erste Punkt ist der gravierende Personalmangel und die damit verbundene enorme Belastung der Beschäftigten im Krankenhaus. Wir brauchen konkrete Personalentwicklungs-Konzepte.“ Zudem sei eine kontinuierliche Anpassung der Klinikfinanzierung an die tatsächlichen Kosten der Häuser notwendig. Das betreffe insbesondere auch nicht vorhersehbare und beeinflussbare kurzfristige Ereignisse, wie etwa eine Erhöhung der Energiekosten.  „Und der dritte Punkt ist die Investitionsfinanzierung. Wir bräuchten mindestens sechs Milliarden Euro pro Jahr, im Moment liegen wir bei etwa 2,7 Milliarden Euro“, so Montgomery. Mit Blick auf die geplante Einrichtung eines Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen forderte der BÄK-Präsident Praxisnähe. „Eine Behörde, die lediglich ein Register aller Qualitätsprojekte erstellt, würde sicherlich am Ziel vorbei gehen. Das Institut sollte für alle eine Anlaufstelle sein, die dort mit ihren innovativen Ideen zur Qualitätssicherung Gehör finden wollen.“ Zufrieden zeigte sich Montgomery über den Verlauf der Arbeiten an einer neuen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). „Wir befinden uns in der letzten Runde der Detailverhandlungen.  Unser Ziel ist es, eine Regelung zu finden, die dazu führt, dass eine Reform eben nicht erst wieder nach 30 Jahren erfolgt. Anpassungen müssen künftig zeitnah im Konsens - aber unter der Verantwortung des Ministeriums - erreicht werden“, so der BÄK-Präsident.
Gemeinsame Pressemitteilung der... 04.09.2014

Krankenhausbündnis fordert von AG-Bund-Länder qualitätssichernde Krankenhausfinanzierung

Berlin, 04.09.2014 In einer gemeinsamen Resolution an die Politik in Bund und Ländern fordern Deutsche Krankenhausgesellschaft, Bundesärztekammer und Deutscher Pflegerat sowie weitere Verbände, die „…Finanzierung der Krankenhäuser auf eine bedarfsgerechte und berechenbare Grundlage zu stellen…“. Zur Begründung führen die drei Spitzenverbände der Träger und Berufe des Krankenhauswesens an, dass die „…Ansprüche an die medizinische Leistungsfähigkeit in den Kliniken, die Qualität und die Patientensicherheit wachsen, aber immer mehr Krankenhäuser ihre laufenden Kosten nicht decken können und mit absolut unzureichenden Investitionsmitteln konfrontiert sind.“ Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, nennt die gemeinsame Resolution einen „…Not- und Weckruf, der die Politik darin bestärken soll, die Finanzierung der Kosten der Kliniken insbesondere der Personalkosten zu verbessern und die absolut unzureichende Investitionsfinanzierung zu beenden. Sonst sind Qualität und Patientensicherheit gefährdet“, mahnt er. Die Stimmung der 1,1 Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den 2017 Krankenhäusern beschreibt der Präsident der Bundesärztekammer, Professor Frank Ulrich Montgomery, „…als unter dem Strich unzufrieden. Arbeitsverdichtung, Zeitmangel und Leistungsdruck prägen den Arbeitsplatz“. Er fordert: „Gute medizinische Versorgung gibt es nicht zum Nulltarif. Wenn die Politik eine Qualitätsoffensive in der Krankenhausversorgung ausruft, dann muss sie auch für eine qualitätssichernde Finanzierung des stationären Sektors sorgen.“ Der Präsident des Deutschen Pflegerates, Andreas Westerfellhaus, unterstreicht, dass „…eine gute Versorgung der Patientinnen und Patienten durch Pflegende und angestellte Hebammen nur mit einer besseren Personalausstattung gelingt. Wir brauchen mehr Geld für Pflegepersonal und Hebammen in den Krankenhäusern.“ Die Verbände appellieren in der gemeinsamen Resolution an die Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Krankenhausreform, „…die Besonderheiten des Krankenhaussektors als medizinisch-sozialen Leistungsbereich der Daseinsvorsorge zu stärken. Insbesondere gilt es, die Grenzen ökonomischer Prinzipien in der gesundheitlichen Versorgung zu beachten.“ Die gemeinsame Resolution von Deutscher Krankenhausgesellschaft, Bundesärztekammer und Deutscher Pflegerat wird unterstützt durch: Arbeiterwohlfahrt Bundesverband, Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V., Caritas, Diakonie, Deutscher Landkreistag, Deutsches Rotes Kreuz, Deutscher Städtetag, Deutscher Städte- und Gemeindebund, Deutsche Rentenversicherung Bund, Der Paritätische Gesamtverband, Verband der Universitätsklinika Deutschlands, Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V., AWMF, Bundesverband der Belegärzte, Deutscher Hebammenverband e.V., Marburger Bund, Verband der Krankenhausdirektoren eV Gemeinsame Resolution für eine qualitätssichernde Krankenhausfinanzierung [PDF]Berlin, 04.09.2014 „Gute medizinische Versorgung gibt es nicht zum Nulltarif“ [PDF]Statement von Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer Resolution zur Krankenhausfinanzierung [PDF]Statement von Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft Resolution zur Krankenhausfinanzierung [PDF]Statement von Herrn Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates
Presse 19.08.2014

Humanitäre Hilfseinsätze: Helfer in Gefahr

Berlin, 19.08.2014 „Sie kamen in Gruppen herein, fünf, zehn oder 15 Männer mit Waffen. Sie sagten, wenn wir ihnen nicht alles geben, Handys, Geld, Wasser, würden sie uns erschießen. Uns alle, alle die im Krankenhaus waren. Und einige wurden erschossen.“ Ronyo Adwok war Patient im Krankenhaus von Malakal im Südsudan, als dieses im Februar angegriffen und geplündert wurde. 14 Tote fanden die Helfer von Ärzte ohne Grenzen später auf dem Gelände, elf Patienten waren in ihren Betten erschossen worden. In einer Titelgeschichte (Heft 33/34) geht das Deutsche Ärzteblatt der stetigen Zunahme von Gewalt gegen humanitäre Helfer in Kriegs- und Krisenregionen nach. Die Ursachenforschung gestaltet sich dabei so komplex wie die Konflikte, in denen die Helferinnen und Helfer arbeiten. Geplünderte Kliniken, bedrohte, misshandelte oder getötete Ärzte, Pfleger und Patienten und nicht zuletzt Entführungen von Mitarbeitern internationaler Hilfsorganisationen machen immer häufiger Schlagzeilen. Zwischen Januar 2012 und Dezember 2013 zählte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) in 23 Kriegs- und Krisenstaaten 1800 Übergriffe auf medizinische Einrichtungen, medizinisches Personal und Krankentransporte. Die Bilanz der vergangenen zwei Jahre: 168 Angehörige medizinischer Berufe wurden getötet, 267 verwundet, 211 entführt oder gefangen gehalten und 564 bedroht und eingeschüchtert. Verantwortlich für die Übergriffe waren dem IKRK zufolge in der Regel zu gleichen Teilen Polizei, Militär und bewaffnete Milizen. Zum Volltext:  www.aerzteblatt.de/archiv/161342/Humanitaere-Hilfseinsaetze-Helfer-geraten-zur-Zielscheibe
Presse 11.08.2014

Montgomery: Wir sind nicht Techniker des Todes, sondern Helfer zum Leben

Berlin, 11.08.2014 Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat sich in zwei Interviews entschieden gegen eine Erlaubnis der ärztlichen Beihilfe zum Selbstmord ausgesprochen. „Wir möchten nicht die Profis für den Tod sein. Wir sind die Profis für das Leben“, sagte er dem Evangelischen Pressedienst (11.08.). Statt den klinisch sauberen, qualitätsgesicherten Tod zu vermitteln, sollten Ärztinnen und Ärzte aufklären und ein würdevolles Sterben in Kliniken und Hospizen ermöglichen. Wäre die Beihilfe zum Suizid eine ärztliche Aufgabe, dann müsse sie nach den Regeln der ärztlichen Kunst erledigt werden. Die damit verbundenen Konsequenzen wolle er sich gar nicht ausmalen, erklärte der BÄK-Präsident in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (09.08.): „Am Ende gäbe es noch eine Abrechnungsziffer für Beihilfe zum Selbstmord. Nein, das ist Tötung auf Verlangen, und die ist falsch, sie verstößt gegen ärztliche Ethik. Und das alles will ich nicht.“ Auch die organisierte Sterbehilfe lehnt Montgomery ab. Der Wunsch, aus dem Leben zu scheiden, entstehe meist in einer akuten Notlage. Die meisten Menschen wüssten zu wenig von den vielen medizinischen Möglichkeiten zur Begleitung Sterbender. „Da müssen wir ansetzen und Hilfe zum Leben geben, nicht Hilfe zum Sterben. Deswegen bin ich grundsätzlich gegen solche Organisationen. Wir brauchen hier, aber auch nur hier eine rechtliche Präzisierung: das Verbot der organisierten Beihilfe zum Selbstmord“, so Montgomery. Die aktuell diskutierte strafrechtliche Regelung für Ärzte könnte nach Ansicht Montgomerys zulasten der Patienten gehen. „Würden wir jetzt über das Berufsrecht hinausgehen, bestünde die Gefahr, dass wir die Palliativmedizin in den Bereich des Strafrechts rücken. Wir würden dann riskieren, dass der Mut zu einer intensiven Schmerztherapie und einer intensiven palliativen Sedierung wieder sinken würde. Daher glaube ich, dass das Standesrecht hier ausreicht. Es gibt keinen Grund für eine strafrechtliche Regulierung“, stellte Montgomery im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst klar. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung warnte er außerdem vor den möglichen gesellschaftlichen Konsequenzen des assistierten Suizids: „Einmal auf die schiefe ethische Ebene gelangt, kann ein vermeintlich individuelles Recht durch gesellschaftlichen Druck zur Pflicht werden.“
Ärzte 05.08.2014

Weltärztebund: Neufassung der Deklaration von Helsinki in deutscher Übersetzung veröffentlicht

Berlin, 05.08.2014  Die revidierte Fassung der Deklaration von Helsinki liegt nun in einer deutschen Übersetzung vor. Sie war im Herbst letzten Jahres von der 64. Generalversammlung des Weltärztebundes auf seiner Jahrestagung im brasilianischen Fortaleza verabschiedet worden. Die Neufassung, an der die Bundesärztekammer federführend beteiligt war, fordert einen besseren Schutz und mehr Rechte für Studienteilnehmer. Zudem sollen in Zukunft nicht nur klinische, sondern alle medizinischen Studien am Menschen registriert werden. Für die Mitglieder von Ethikkommissionen gelten strengere Qualifikationsanforderungen. Auch die Regeln für die Sammlung von Daten und Materialien wurden verschärft. Die 1964 erstmals veröffentlichte Deklaration von Helsinki ist das wichtigste Dokument des Weltärztebundes. Sie definiert die ethischen Prinzipien der medizinischen Forschung am Menschen. Geregelt wird in der Deklaration unter anderem die Erfordernis einer Einwilligungserklärung zu Forschungsvorhaben, der Schutz nicht-einwilligungsfähiger Patienten, die Genehmigungspflicht für Forschungsvorhaben durch unabhängige Ethikkommissionen und der Vorrang des Wohlergehens von Versuchspersonen vor wissenschaftlichen Interessen. Obwohl die Deklaration von Helsinki juristisch nicht bindend ist, beziehen sich Gesetzesregelungen weltweit auf sie. In Deutschland findet man Inhalte der Deklaration unter anderem in der Berufsordnung der Ärzte wieder. Deklaration von Helsinki 2013 [PDF]
Ausländische Stipendiaten 15.05.2014

Informationen für Ärzte aus dem Ausland

Berlin, 15.05.2014 Die ärztliche Weiterbildung in Deutschland genießt international einen hervorragenden Ruf. Eine Reihe von Ländern sendet deshalb Ärztinnen und Ärzte zur Weiterbildung nach Deutschland und fördert dies mit eigenen Stipendien oder Förderprogrammen. Um Missverständnissen über die Anforderungen an eine Weiterbildung in Deutschland und möglichen Problemen, die daraus entstehen können, entgegenzuwirken, hat die Bundesärztekammer zur Information für die Stipendiaten ein „Merkblatt zur Anerkennung der Weiterbildungszeiten ausländischer Ärztinnen und Ärzte im Rahmen eines Stipendiums oder eines anderen Förderprogramms“ erarbeitet. Darin werden die formalen und fachlichen Grundvoraussetzungen zusammengefasst, die eine Weiterbildung in Deutschland erfüllen muss. In den einzelnen Bundesländern gelten eigene Weiterbildungsordnungen, die im Detail voneinander abweichen können. Die Bundesärztekammer rät ausländischen Ärztinnen und Ärzten daher, sich rechtzeitig vor Beginn ihrer Weiterbildung von der zuständigen Ärztekammer beraten zu lassen und offene Fragen zu klären. Das Merkblatt kann unter Merkblatt_Stipendiaten.pdf abgerufen werden.
Presse 20.03.2014

Bundesärztekammer gibt Hinweise für „Ärzte in sozialen Medien“

Berlin, 20.03.2014 „Soziale Netzwerke können eine sinnvolle Ergänzung zum direkten Gespräch zwischen Arzt und Patient sein –  allerdings müssen bestimmte Regeln eingehalten werden“.  Das sagte Dr. Franz Bartmann, Vorsitzender des Telematikausschusses der Bundesärztekammer, mit Blick auf die Handreichung „Ärzte in sozialen Medien“, die heute auf der BÄK-Internetseite veröffentlicht wurde. Bartmann stellte klar, dass die  ärztliche Schweigepflicht und der Datenschutz bei der Nutzung sozialer Medien immer beachtet werden müssen. Wichtig sei auch, die Grenze zur viel diskutierten Fernbehandlung einzuhalten. Die Handreichung der BÄK soll Ärzte und Medizinstudierende für  die Besonderheiten der Online-Kommunikation sensibilisieren und Konflikten mit beruflichen und ethischen Standards vorbeugen. In zehn Fallbeispielen wird geschildert,  wo mögliche Probleme für Ärzte und Medizinstudierende liegen und wie man  ihnen begegnen kann. Wie anonymisiere ich Informationen so, dass die ärztliche Schweigepflicht gewahrt bleibt? Was muss ich in Bezug auf Datenschutz und Datensicherheit beachten? Wo  verläuft die Grenze zwischen allgemeiner Gesundheitsaussage und unerlaubter Fernbehandlung? Das sind nur einige der Fragen, die hier beantwortet werden. Die Handreichung basiert auf den Empfehlungen des 115. Deutschen Ärztetags und des Weltärztebundes und richtet sich  ebenso an Neulinge wie an erfahrene Nutzer sozialer Medien.  Handreichung: Ärzte in sozialen Medien [PDF]

Beschlussprotokoll

des 120. Deutschen Ärztetages
2017 in Freiburg
(Stand: 26.05.2017)

Bundesweite Fortbildungssuche

Pilotprojekt für eine Übersicht aller in Deutschland von einer Landesärztekammer anerkannten Fortbildungsmaßnahmen 

www.baek-fortbildungssuche.de

Fortbildungsveranstaltungen der AkdÄ

Aktuelle Termine und Vorträge

Karriere trotz Teilzeit?
Karriere in Teilzeit!

Zur Unterstützung von Ärztinnen und Ärzten, die trotz Teilzeittätigkeit eine Leitungsfunktion im Krankenhaus anstreben oder nach Erreichen einer Leitungsfunktion eine solche planen, beabsichtigt die Bundesärztekammer, eine Übersicht erfolgreicher Modelle aufzubauen.

Bitte melden Sie uns positive Beispiele unter Nennung der Fachrichtung und der Klinik an: karriere-in-teilzeit@baek.de.

Evaluation der Weiterbildung

Medizinische Fachangestellte

Ausschüsse & Ständige Konferenzen

Liste der Ausschüsse und Ständigen Konferenzen

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