Leitlinie zur Qualitätssicherung in der Röntgendiagnostik

1 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen

Anodentarget: Einsatz im Anodenteller aus speziellem Material z.B. Molybdän, das vom Basismaterial der Anode abweicht

BWG: Bildwiedergabegerät: Bildschirm, Monitor (Cathode Ray Tube, CRT- oder Liquid Crystal Display/Thin Film Transistor, LCD/TFT-Gerät) zur Darstellung digitaler Bilder, unterschiedliche Anforderungen an Befund- bzw. Betrachtungsmonitor ( s. QS-RL )

CCD: Charge Coupled Device

CIE: Commission International de L’Éclairage

CR: Computed Radiography

Dichtekurve, sensitometrische Kurve: graphische Darstellung der optischen Dichte eines verarbeiteten photographischen Films in Abhängigkeit vom Zehnerlogarithmus der Exposition (DIN ISO 9236-1)

Diagnostische Referenzwerte: Dosiswerte für typische Untersuchungen mit Röntgenstrahlung, bezogen auf Standardphantome oder auf Patientengruppen mit Standardmaßen, mit für die jeweilige Untersuchungsart geeigneten Röntgeneinrichtungen und Untersuchungsverfahren. Als Dosiswerte können das Dosisflächenprodukt, die Einfalldosis oder die Oberflächendosis angegeben werden

DICOM Grayscale Standard Display Function / CIE-Kurve: Charakteristische Korrekturkurven um ein Bildwiedergabegerät an die Gleichabständigkeit der Helligkeitsempfindung des menschlichen visuellen Systems möglichst gut anzugleichen

DICOM-Standard: Digital Imaging & Communication in Medicine

Dominante: diagnosewichtiger Bereich des Röntgenbildes, Position der Messkammer der Belichtungsautomatik

Dosisflächenprodukt : Produkt aus Fläche des Strahlenfeldes und Einfalldosis

Dosisindikator: Ein vom digitalen Bildempfängersystem zu jedem Bild angegebener herstellerspezifischer Wert, der unter gleichen Aufnahmebedingungen mit der Bildempfängerdosis korreliert

DRG: Deutsche Röntgen-Gesellschaft

Dynamikumfang: Verhältnis zwischen höchstem und niedrigstem erfassbaren Intensitätswert z. B. eines Detektors, eines Bildes usw.

DQE: Detective Quantum Efficiency, detektive Quantenausbeute, informationsbezogener Quantenwirkungsgrad eines Bildempfängers

Einfalldosis: Dosis frei Luft ohne Rückstreuung

Filmkontrast siehe Objektkontrast

FOV: Field of View, Strahlenfeld, wie durch die Einblendung festgelegt wird

G: mittlerer Gradient, Anstieg (tan α) der Dichtekurve im mittleren (bildwirksamen) Bereich eines Film-Foliensystems

IHE: Integrated Healthcare Enterprise, Beschreibung der wichtigen Arbeitsabläufe unter Einbeziehung unterschiedlicher Geräte in einer bildgebenden Abteilung unter Verwendung des DICOM Standards

KB: Bildempfängerdosis, für Film-Folien-Systeme gilt KB ≤ 2 x KS (DIN 6815), Abschaltwert der Belichtungsautomatik

KN: Nenndosisbedarf eines Film-Folien-Systems für Nettodichte 1,0 mit den Verarbeitungsbedingungen vor Ort, KN ≤ 1,6 x KS

KS: Systemdosis eines Film-Foliensystems für Nettodichte 1,0, Kenngröße eines Film-Foliensystems

Kontrast: Allgemeine Definition, Differenz der Intensität (Helligkeit) eines Objektes zur Umgebung geteilt durch die Intensität der Umgebung

Kontrastauflösung: kleinster gerade noch darstellbarer Kontrast = Minimalkontrast

Kontrast-Detail-Diagramm: Abbildung eines Prüfkörpers mit unterschiedlich großen Objekten, die jeweils einen unterschiedlichen Kontrast zur Umgebung aufweisen

Leuchtdichte: Maß für die Helligkeit eines Bildschirms, gemessen in der Einheit Candela/Quadratmeter, cd/m2

LIH: Last Image Hold, digitale Speicherung des letzten Durchleuchtungsbildes

Maximalkontrast: Bei Bildwiedergabegeräten Verhältnis von höchster zu niedrigster Leuchtdichte.

Modulation: Differenz der Intensität zweier Bildbereiche geteilt durch die Summe der Intensitäten beider Bereiche

MÜF: Modulationsübertragungsfunktion, Darstellung der durch das Abbildungssystem dargestellten Modulation für verschiedene Ortsfrequenzen, praktisch: Kontrast, mit dem unterschiedlich große Objekte dargestellt werden

Nyquistfrequenz: Höchste darstellbare Ortsfrequenz bei einem digitalen (Bild-) Aufnahmesystem, reziprok zum Abstand der Bildelemente(Pixel) = 1/(2x Pixelgröße), praktisch: entspricht der kleinsten gerade noch darstellbaren Objektgröße

Objektumfang: Verhältnis zwischen höchster und niedrigster Absorption der Röntgenstrahlung im Objekt

Objektkontrast: Differenz der maximalen und minimalen optischen Dichte, mit der ein Detail auf Film abgebildet wird

Pixel: picture element = Bildelement

Presentation LUT: dt.: Darstellungskennlinie; Tabelle zur Umsetzung der Pixelwerte in Grauwerte basierend auf der DICOM bzw. CIE Kurve

SC: Speed-Class, Empfindlichkeitsklasse eines Film-Folien-Systems

Signal-Rausch-Verhältnis: Verhältnis der Effektivwerte der Signal- und Rauschverteilung.

Strahlenkontrast: Durch unterschiedliche Absorption der verschiedenen Gewebe und Organe entstehendes Strahlenrelief auf der Austrittsseite

Umgebungsbeleuchtungsstärke: Raumhelligkeit, gemessen in Lux (lx)

Visuelles Auflösungsvermögen (Ortsauflösung): Gerade noch sichtbare Strichgruppe eines Bleistrichrasters, angegeben als Ortsfrequenz mit der Einheit Linienpaare/mm, (Normbegriff mm-1)

Wiener-Spektrum: Spektrale Darstellung der Stärke des Rauschens in Abhängigkeit der einzelnen Ortsfrequenzen oder Ortsfrequenzbereiche