Statistik 2003 "Arbeitsmedizinische Fachkunde"

Stand: 31.12.2003

Statistik "Arbeitsmedizinische Fachkunde 2003" [PDF]

Anhand der vorliegenden Statistik ist festzustellen, dass die Anzahl der Ärztinnen und Ärzte mit arbeitsmedizinischer Fachkunde gegenüber der zuletzt mit Stand vom 31.12.2002 ermit­telten Gesamtzahl von 11.991, sich im Jahr 2003 um 2% moderat gesteigert hat. Der Rück­gang der Ärztinnen/Ärzte mit arbeitsmedizinischer Fachkunde gemäß § 3 Unfallverhütungs­vorschrift "Betriebsärzte" zwischen 2000 und 2002 um 10,5% ist vor allem durch die umfas­sende EDV-Umstellung und Neuausrichtung der Erhebungsgrundlagen in den Landes­ärztekammern zu erklären (s. Pfeil). Es erfolgten insbesondere Bereinigungen von Doppel­- und Mehrfachnennungen unterschiedlicher Stufen der arbeitsmedizinischen Fachkunde ge­mäß § 3 Unfallverhütungsvorschrift "Betriebsärzte" und damit einhergehend die Erfassung nur der jeweils höchsten betriebsärztlichen Qualifikationen im Bereich sämtlicher Ärztekammern.

Zur näheren Interpretation dieser Statistik folgende Hinweise:

1.  Gegliedert nach Ärztekammer-Bereichen sowie zusammengefasst auf Bundesebene erfolgt die Angabe der Zahl der Ärzte mit den nach § 3 Unfallverhütungsvorschrift "Betriebsärzte" i.d.F. vom 1. April 1989 möglichen betriebsärztlichen Qualifikationen. Ausgewiesen wird somit nicht nur die Zahl der Ärzte, welche die Gebietsbezeichnung "Arbeitsmedizin" oder die Zusatzbezeichnung "Betriebsmedizin" zu führen berechtigt sind, sondern auch die Zahl derjenigen Ärzte, die nach Erfüllung der Voraussetzungen der Übergangsregelungen des §3 Abs. 4 Nr. 1 und 2a) sowie Nr. 1 und 2b) Unfallverhü­tungsvorschrift "Betriebsärzte" weiterhin über die arbeitsmedizinische Fachkunde verfü­gen. Die Zahl dieser Ärzte nimmt entsprechend der Konstruktion dieser Vorschriften als Übergangsregelungen seit 1988 ständig ab. Darüber hinaus ist die Zahl derjenigen Ärzte ausgewiesen, welche die nach § 3 Abs. 3 Unfallverhütungsvorschrift "Betriebsärzte" er­forderlichen Voraussetzungen erfüllen,  um - befristet  i.d.R. auf drei Jahre - im Rahmen einer zweijährigen selbstständigen betriebsärztlichen Tätigkeit in einem "geeigneten Be­trieb" die Zusatzbezeichnung "Betriebsmedizin" erwerben zu können.

2.  Aufgrund der schon Ende 1987 erfolgten Fristabläufe für die Erfüllung der entsprechen­ den Voraussetzungen entfallen für die neuen Bundesländer zwar Angaben über die Zahl der Ärzte mit einer Fachkunde gemäß der o.g. Übergangsregelungen, Fachkunden nach § 3 Abs. 3 Unfallverhütungsvorschrift "Betriebsärzte" werden hingegen auch dort zuneh­mend ausgestellt. Die in den neuen Bundesländern früher erteilten sog. staatlichen Anerkennungen als Betriebsarzt sind nur in einigen Kammerbereichen - und dort auch nur teilweise - in Anerkennungen für die Berechtigung zur Führung der Zusatzbezeichnung "Betriebsmedizin" umgewandelt  und somit in dieser Statistik berücksichtigt  worden. So­fern keine Umwandlung in die Zusatzbezeichnung "Betriebsmedizin" erfolgte, ist dennoch auch wiederum nur in einigen Kammerbereichen diese nach den Bestimmungen des Ei­nigungsvertrages für eine betriebsärztliche Tätigkeit ebenso ausreichende  Qualifikation bzw. die Zahl der so qualifizierten Ärzte unter dieser Rubrik ausgewiesen worden.

ln dieser Statistik nicht enthalten ist die Zahl derjenigen Ärzte, die in den Bereichen eini­ger Landesärztekammern über die nach  § 3 Unfallverhütungsvorschrift "Betriebsärzte" vorgegebenen Fachkunde-Varianten hinausgehend eine sog. unternehmensbezogene Fachkunde gemäß länderindividueller und im Einvernehmen mit den Landesverbänden der gewerblichen Berufsgenossenschaften und den zuständigen Sozialministerien  ge­troffener Regelungen besitzen und auf dieser Grundlage in ihren langjährig betreuten Be­trieben ebenso noch betriebsärztlich tätig sind.