Statistik 2004 "Arbeitsmedizinische Fachkunde"

Stand: 31.12.2004

Statistik "Arbeitsmedizinische Fachkunde 2004" [PDF]

Es ist anhand der vorliegenden Statistik festzustellen, dass sich die Anzahl der Ärztinnen und Ärzte mit arbeitsmedizinischer Fachkunde gegenüber der zuletzt mit Stand vom 31.12.2003 ermittelten Gesamtzahl von 12.236 im Jahr 2004 um 1,6% moderat gesteigert hat. Der Rückgang der Ärztin­ nen/Ärzte mit arbeitsmedizinischer Fachkunde gemäß §§ 3, 6 BGV A2 "Be­ triebsärzte  und  Fachkräfte  für  Arbeitssicherheit"  zwischen  den  Jahren 2000-2002 um 10,5 % ist vor allem durch die umfassende EDV-Umstellung und Neuausrichtung der Erhebungsgrundlage in den Landesärztekammern zu erklären (s. Pfeil). Es erfolgten insbesondere Bereinigungen von Doppel­ und Mehrfachnennungen unterschiedlichster Stufen arbeitsmedizinischer Fachkunde gemäß §§ 3, 6 BGV A2 und damit einhergehend die Erfassung nur der jeweils höchsten betriebsärztlichen Qualifikationen im Bereich sämtlicher Ärztekammern.

 

Zur näheren  Interpretation  dieser Statistik folgende  Hinweise:

1.  Gegliedert  nach  Ärztekammer-Bereichen sowie  zusammengefasst auf  Bundesebene  erfolgt  die  Angabe  der  Zahl  der  Ärzte  mit  den nach §§ 3, 6 BGV A2 "Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssi­ cherheit"  in der Fassung  vom 01.10.2005  möglichen  betriebsärztli­ chen Qualifikationen.  Ausgewiesen wird somit nicht nur die Zahl der Ärzte, welche die Gebietsbezeichnung "Arbeitsmedizin" oder die Zusatzbezeichnung "Betriebsmedizin" zu führen berechtigt sind, sondern auch die Zahl derjenigen Ärzte, die nach Erfüllung der Voraussetzungen  die Übergangsregelungen des § 6 Abs. 1 Nr. 1 und 2a) sowie Nr. 1 und 2b) BGV A2 weiterhin über die arbeitsmedizini­ sche  Fachkunde  verfügen.  Die  Zahl  dieser  Ärzte  nimmt  entspre­ chend  dieser  Konstruktion  dieser  Vorschriften  als Übergangsregelungen seit 1988 ständig ab. Darüber hinaus  ist die Zahl derjenigen  Ärzte  ausgewiesen,  welche  die  nach  §  6  Abs.  2 BGV A2  "Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit"  erfor­derlichen  Voraussetzungen  erfüllen, um - befristet in der Regel auf 3 Jahre - im Rahmen  einer 2-jährigen selbständigen betriebsärztli­chen Tätigkeit in einem "geeigneten Betrieb" die Zusatzbezeichnung "Betriebsmedizin" erwerben zu können. Auch diese Zahl wird konti­nuierlich zurückgehen, da dieser Qualifizierungsgang von den Kammern nicht mehr angeboten wird.

2.   Auf Grund der schon Ende 1987 erfolgten Fristenabläufe  für die Erfüllung der entsprechenden Voraussetzungen entfallen für die neuen Bundesländer zwar Angaben über die Zahl der Ärzte mit einer Fachkunde  gemäß der o. g. Übergangsregelung, die in den neuen Bundesländern früher erteilten sogenannten staatlichen Anerkennungen als Betriebsarzt sind nur in einigen Kammerbereichen  - und dort auch nur teilweise - in Anerkennung für die Berechtigung zur Führung der Zusatzbezeichnung "Betriebsmedizin" umgewandelt und  somit  in  dieser Statistik berück­sichtigt worden. Sofern keine Umwandlung in die Zusatzbezeichnung  "Betriebsmedizin" erfolgte, ist  dennoch auch wiederum nur in einigen Kammerbereichen, diese nach den Bestimmungen  des Einigungsvertrages für eine betriebsärztliche Tätigkeit ebenso ausreichende Qualifikation bzw. die Zahl der so qualifizierten Ärzte unter dieser Rubrik ausgewiesen  worden. ln die­ ser Statistik nicht enthalten ist die Zahl derjenigen Ärzte, die in den Bereichen einiger Landesärztekammern über die nach §§ 3, 6 BGV A2 "Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit" vorge­gebenen  Fachkunde-Varianten hinausgehend  eine sogenannte  unternehmensbezogene Fachkunde gemäß länderindividueller und dem Einvernehmen mit den Landesverbänden der gewerblichen Berufsgenossenschaften und den zuständigen Sozialministerien getroffenen Regelungen besitzen und auf dieser Grundlage in ihren langjährigen  betreuten Betrieben ebenso noch betriebsärztlich tätig sind.