Rettungswesen

Das Rettungswesen ist eine öffentliche Aufgabe der organisierten nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr und der staatlichen Daseinsvorsorge und gliedert sich in Notfallrettung und Krankentransport.

In der Notfallrettung, d.h. der organisierten präklinischen medizinische Hilfe für Notfallpatienten, werden Krankenkraftwagen (RTW=Rettungs(transport)wagen, NAW=Notarztwagen, NEF=Notarzteinsatzfahrzeug) und Rettungshubschrauber (RTH) sowie ggf. andere Spezialfahrzeuge bereitgehalten. Sie werden mit notfallmedizinisch geschultem ärztlichem und nichtärztlichem Rettungsfachpersonal besetzt.

Aufgabe der Notfallrettung ist es, bei Notfallpatienten am Notfallort lebensrettende Maßnahmen oder Maßnahmen zur Verhinderung schwerer gesundheitlicher Schäden durchzuführen und ggf. ihre Transportfähigkeit herzustellen. Die Patienten werden unter Aufrechterhaltung der Transportfähigkeit und Vermeidung weiterer Schäden in eine weiterführende medizinische Versorgungseinrichtung, in der Regel das nächstgelegene geeignete Krankenhaus, transportiert.

Gemäß Art. 70, 72 und 74 des Grundgesetzes ist das Rettungswesen im Rahmen der konkurrierenden Gesetzgebung Angelegenheit der Bundesländer. Die Bundesländer haben unterschiedliche rechtliche Regelungen zur Durchführung des Rettungsdienstes getroffen (Rettungsdienstgesetze, Richtlinien und/oder Erlasse und/oder Verordnungen für den Rettungsdienst, Feuerwehrgesetzgebung, Vereinbarungen über den Ausbau und die Durchführung des Krankentransportes und Rettungsdienstes).

Träger des Rettungsdienstes ist das Bundesland, das in der Regel diese Aufgabe an die Gebietskörperschaften (Kreise oder kreisfreien Städte) weitergibt.

Für den qualifizierten Krankentransport, d.h. die Beförderung und Betreuung von Erkrankten, Verletzten oder sonstigen hilfsbedürftigen Personen, die keine Notfallpatienten sind, werden ebenfalls Transportmittel, z. B. Krankenkraftwagen (KTW=Krankentransportwagen) bereitgehalten und mit geschultem nichtärztlichem Rettungs(fach)personal besetzt.