Tabakkontrollpolitik

Die Bundesärztekammer hat sich der Stellungnahme des Aktionsbündnisses Nichtrauchen (ABNR) zu den "Entwürfen eines Tabakerzeugnisgesetzes und einer Tabakerzeugnisverordnung Entwürfe für ein Erstes Gesetz zur Änderung des Tabakerzeugnisgesetzes und erste Verordnung zur Änderung der Tabakerzeugnisverordnung" vom 25.11.2015 angeschlossen,

Ein Verbot der Abgabe und Nutzung  von E-Zigaretten an bzw. durch Jugendliche wurde bereits auf dem 117. Deutschen Ärztetag gefordert , auch hier hat sich die Bundesärztekammer der Stellungnahme des ABNR zum „Entwurf eines Gesetzes zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor den Gefahren des Konsums von elektronischen Zigaretten und elektronischen Shishas“ vom 25.08.2015 angeschlossen.

Rauchen stellt in den Industrieländern das bedeutendste einzelne Gesundheitsrisiko dar und ist weiterhin als die führende Ursache frühzeitiger Sterblichkeit anzusehen. Mit einer sinnvollen Tabakkontrollpolitik werden mit gesetzlichen Maßnahmen Rahmenbedingungen geschaffen, die zu einer deutlichen Absenkung des Zigarettenkonsums führen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich bereits im Jahr 1998 mit einstimmiger Unterstützung der Weltgesundheitskonferenz als erste weltweit gültige Gesundheitskonvention für eine wirksame Tabakkontrollpolitik eingesetzt und die Framework Convention on Tobacco Control (FCTC) vorgelegt. Die FCTC wurde einstimmig von der Weltgesundheitskonferenz im Jahr 2003 verabschiedet und im Folgejahr von über 170 Ländern, darunter auch Deutschland, unterzeichnet. Um der Tabakepidemie angemessen begegnen zu können, errichtete die WHO weltweit Kollaborationszentren für Tabakkontrolle.

Das WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle in Heidelberg wurde im Jahr 2002 gegründet und ist Teil dieses WHO-Netzwerkes. Es setzt sich für eine Verringerung des Tabakkonsums durch die Bereitstellung von Wissen und Erkenntnissen über das Ausmaß des Tabakkonsums, Herausstellung tabakbedingter gesundheitlicher und ökonomischer Konsequenzen sowie die Erarbeitung wirksamkeitsüberprüfter Maßnahmen zur Verringerung des Tabakkonsums ein. Besonderer Wert wird auf die Kommunikation mit Entscheidungsträgern aus Politik, Medien und Gesundheitsberufen gelegt.

Als weitere politische Interessenvertretung versteht sich das Aktionsbündnis Nichtrauchen Zehn große nicht-staatliche Gesundheitsorganisationen haben sich zusammengeschlossen um ihre politischen Aktivitäten im Bereich "Förderung des Nichtrauchens/Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens" zu bündeln.