Pressemitteilung der Bundesärztekammer

Versorgungsrealität unter Alltagsbedingungen untersuchen

Ärztetag: Versorgungsforschung weiter fördern

Kiel, 03.06.2011

Angesichts der positiven Ergebnisse der Förderinitiative Versorgungsforschung der Bundesärztekammer (BÄK) hat sich der 114. Deutsche Ärztetag für eine Fortführung des Projektes ausgesprochen. Basierend auf einem Beschluss des Ärztetages im vergangenen Jahr hat die BÄK Eckpunkte für eine weitere Forschungsförderung konzipiert. Diese sollen nun umgesetzt werden. Der Fokus der neuen Initiative soll auf der Vergabe von Expertisenaufträgen sowie der Durchführung von Symposien mit begleitender Veröffentlichung weiterer Bände des „Report Versorgungsforschung liegen. Eine Reihe von Themen für Forschungsprojekte sind bereits geplant: Evaluierung des Ärztemangels, Work-Life-Balance: Spannungsfeld Arztberuf, -familie und –gesundheit sowie Suchtprävention und –therapie bei Ärztinnen und Ärzten.

Der 108. Deutsche Ärztetag hatte 2005 die Förderinitiative zur Versorgungsforschung gestartet. Die Förderinitiative zielte darauf ab, konkrete Lösungen für eine verbesserte Patientenversorgung aufzuzeigen und die Arbeitszufriedenheit von Ärztinnen und Ärzten im ambulanten und stationären Sektor zu verbessern. Für die Förderinitiative war ein Zeitraum von sechs Jahren vorgesehen, der nun beendet ist. In dieser Zeit hat die Bundesärztekammer verschiedene Projekte, die die Versorgungsrealität unter Alltagsbedingungen untersuchen, mit jährlich insgesamt 750.000 Euro unterstützt.