VI – 87 Produktesicherheit - Medizinprodukteregister

Entschließung

Auf Antrag von Herrn Dr. Spanholtz, Herrn Zimmer und Frau Haus (Drucksache VI - 87) fasst der 115. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung:

Der 115. Deutsche Ärztetag 2012 fordert ein verpflichtendes Gesamtregister für im Körper verbleibende Implantate (Risikoklasse III).

Begründung :

Alleine die ca. 500.000 weltweit eingesetzten schadhaften PIP -Implantate demonstrieren, welche Bedeutung die zentrale Erfassung von in situ verbleibenden Implantaten hat. Es gibt in diesen Fällen keine Möglichkeit, zeitnah festzustellen, welche Patientinnen die Implantate wann erhalten haben.

Ein Register kann aus Gründen der Schweigepflicht und Patientensicherheit nur die implantierenden Ärzte erfassen, die im Falle von Schadhaftigkeit des Implantats die Patientinnen und Patienten kontaktieren bzw. benennen können müssen. Das Register soll vor allem Patientinnen und Patienten, aber auch Ärztinnen und Ärzte vor kriminellen Herstellern schützen, die mutwillig schadhaft hergestellte Implantate in Umlauf bringen.