VI – 39 Sicherung und Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit durch Prävention

 

Entschließung

Auf A ntrag von Herrn Dr. Dipl. -Chem. Nowak, Herrn MR Dr. Groß und Herrn Dr. Wolter (Drucksache V I - 39) fasst der 115. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung:

Der Gesetzgeber wird aufgefordert, gesundheitliche Prävention und betriebliche Gesundheitsförderung unter Einbeziehung der ärztlichen Fachkunde auszubauen und zu stärken, um die gesamtgesellschaftliche Aufgabe "Sicherung und Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit" zu bewältigen.

Begründung :

Die medizinische Betreuung im betrieblichem Umfeld ist an vielen Stellen derzeit nicht ausreichend, und es besteht die Gefahr, dass einerseits das Niveau des gesetzlich normierten Gesundheitsschutzes vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen weiter sinkt und gleichzeitig die Chancen gesundheitlicher Prävention und betrieblicher Gesundheitsförderung nicht genutzt werden. Die Politik muss die geeigneten rechtlichen Grundlagen schaffen, die notwendigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Das Ziel, Erkrankungen zu vermeiden und zum Erhalt der Gesundheit beizutragen, bedarf der kontinuierlichen politischen Unterstützung wie auch der Weiterentwicklung von Erkenntnissen über Zusammenhänge zwischen Arbeit und Gesundheit und entsprechenden wirksamen Strategien. Entsprechende Netzwerke und Kooperationen sind im Entstehen, benötigen aber ausreichende Ressourcen.

Die gesamtgesellschaftliche Aufgabe "Sicherung und Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit" kann nur durch Ausbau und Stärkung von gesundheitlicher Prävention und betrieblicher Gesundheitsförderung unter Einbeziehung der ärztlichen Fachkunde bewältigt werden.