VI – 30 Bürokratieabbau - mehr Zeit für Patienten

Entschließung

Auf Antrag von Frau Köhler, Herrn Dr. Reinhardt, F rau Haus, Herrn Dr. Lipp, Herrn Dr. Lutz, Herrn Dr. Lücke, Frau Dr. Friedländer und Herrn Dr. Baier (Drucksache V I - 30) fasst der 115. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung:

Der 115. Deutsche Ärztetag 2012 fordert den Gesetzgeber auf, endlich überflüssige Bürokratie konsequent abzubauen. Vor allem ausufernde Dokumentationspflichten für Ärzte in Klinik und Praxis müssen systematisch reduziert werden.

Begründung :

Viele Studien der letzten Jahre, zuletzt die A.T.-Kearney-Studie, belegen eine überbordende Bürokratie im ärztlichen Alltag. Danach verbringen Klinikärzte mehr als ein Drittel der Arbeitszeit mit bürokratischen Dokumentationen, die von der gesetzlichen Krankenkasse vorgeschrieben werden. In der Praxistätigkeit ist der bürokratische Aufwand noch höher.

Dieser bürokratische Aufwand und die damit einhergehende zeitliche Belastung gehen zu Lasten der Patientenversorgung und verschlingen Milliardenbeträge. A llein die Verwaltungszeit aller Kassenärzte kostet laut A.T.-Kearney-Studie in Arbeitszeit gerechnet fast 7,1 Milliarden Euro.

Überbordende Bürokratie vermindert darüber hinaus die Attraktivität des Arztberufes und schreckt ärztlichen Nachwuchs vor der kurativen Tätigkeit ab.