VI – 129 Änderung der (Muster-)Berufsordnung § 6, Meldungen von Nebenwirkungen an die Realität anpassen

Vorstandsüberweisung

Der Beschlussantrag von Herrn PD Dr. Scholz (Drucksache V I - 129) wird zur weiteren Beratung an den Vorstand der Bundesärztekammer überwiesen:

Die Bundesärztekammer möge prüfen, ob § 6 der (Muster-)Berufsordnung (MBO) an die aktuellen arzneimittelrechtlichen Begrifflichkeiten angepasst werden sollte.

Begründung :

Die aktuelle MBO lautet:

"§ 6 Mitteilung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen
Ärztinnen und Ärzte sind verpflichtet, die ihnen aus ihrer ärztlichen Behandlungstätigkeit bekannt werdenden unerwünschten Wirkungen von Arzneimitteln der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft und bei Medizinprodukten auftretende Vorkommnisse der zuständigen Behörde mitzuteilen."

Die aktuelle MBO verpflichtet den Arzt zurzeit, alles zu melden, was ihm auffällt. Wirklicher Bedarf für die Arzneimitteloberbehörden besteht im Rahmen der Pharmakovigilanz, also von Beobachtungen über die Zeit, um gerade schwerere und ungewöhnliche Nebenwirkungen eines Arzneimittels zu erfassen.