Videobeiträge zum 116. Deutschen Ärztetag

in Hannover vom 28. - 31.05.2013

Bilanz des 116. Deutschen Ärztetages in Hannover

Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer und des Deutschen Ärztetages, Dr. Martina Wenker, Dr. Max Kaplan, beide Vizepräsidenten, und Dr. Franz Bartmann, Präsident der Ärztekammer Schleswig-Holstein und Vorsitzender der Weiterbildungsgremien der Bundesärztekammer, fassen die Erfolge des diesjährigen Ärztetages zusammen.


Gesundheitlichen Auswirkungen von Armut entgegentreten

Der 116. Deutsche Ärztetag in Hannover hat gefordert, die gesundheitliche Förderung von sozial benachteiligten Menschen zu stärken. „Es ist eine Schande, dass die Lebenserwartung in unserem reichen Land schichtenabhängig immer noch um zehn Jahre differiert“, sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery. Ärzte könnten sozial benachteiligten Personengruppen speziell Unterstützung bei der Identifikation von Belastungsfaktoren und der Erschließung von Hilfsangeboten bieten. „Alleine lösen können wir das Problem aber nicht. Wir brauchen frühzeitige Hilfe durch Sozialarbeiter, Kindererzieher und Lehrer. Dies bedingt einen Wandel zum Beispiel in der Jugend- und Bildungspolitik und in der kommunalen Jugendbetreuung“, so Montgomery.


"Menschen statt Margen in der Medizin"

Der 116. Deutsche Ärztetag in Hannover hat gefordert, das Gesundheitssystem statt nach rein ökonomischen Vorgaben stärker an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten auszurichten. Die Dynamik der Überregulierung sowie der Ökonomisierung müsse durchbrochen werden, um wieder den notwendigen Raum für Therapiefreiheit und –verantwortung herzustellen. „Seit Jahren steigt die Zahl der Behandlungsfälle in Klinik und Praxis, die Zahl der tatsächlich zur Verfügung stehenden Arztstunden aber ist rückläufig. Zugleich nimmt der ökonomische Druck durch fortwährende Unterfinanzierung im ambulanten Bereich wie auch in der Klinik zu“, konstatierte der Ärztetag in einer Entschließung unter dem Titel „Menschen statt Margen in der Medizin“. Die Folge dieser Entwicklung sei eine Verdichtung von Arbeit, Überlastung und Demotivation von Ärztinnen und Ärzten.


Eröffnungsveranstaltung zum 116. Deutschen Ärztetag in Hannover

Eröffnungsveranstaltung des 116. Deutschen Ärztetages mit Redebeiträgen von Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr und Dr. Martina Wenker, Präsidentin der gastgebenden Ärztekammer Niedersachsen und Vize-Präsidentin der Bundesärztekammer.


Eröffnung des 116. Deutschen Ärztetag in Hannover

Der 116. Deutsche Ärztetag in Hannover hat gefordert, die gesundheitliche Förderung von sozial benachteiligten Menschen zu stärken. „Es ist eine Schande, dass die Lebenserwartung in unserem reichen Land schichtenabhängig immer noch um zehn Jahre differiert“, sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery. Ärzte könnten sozial benachteiligten Personengruppen speziell Unterstützung bei der Identifikation von Belastungsfaktoren und der Erschließung von Hilfsangeboten bieten. „Alleine lösen können wir das Problem aber nicht. Wir brauchen frühzeitige Hilfe durch Sozialarbeiter, Kindererzieher und Lehrer. Dies bedingt einen Wandel zum Beispiel in der Jugend- und Bildungspolitik und in der kommunalen Jugendbetreuung“, so Montgomery.