14. Qualitätsverbesserung in der Arzneimittelinformation (Rote Liste)

Auf Antrag von Dr. Huttel (Drucksache II-14) faßt der 101. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung:

Der Deutsche Ärztetag empfiehlt dem Bundesverband der pharmazeutischen Industrie, dem Verordner von Arzneimitteln in den Beiträgen zur Roten Liste Nebenwirkungen nach Häufigkeit zu ordnen und den Herstellern hierzu entsprechende Empfehlungen an die Hand zu geben.

Praktikabel wäre hierfür z.B. eine Ordnung mit vier Klassen in Anlehnung an die schwedische Arzneimittel-Liste FASS:

Nebenwirkungen Frequenz (pro Behandlungsfälle
- häufige > 1/100 - soweit mögl. Prozentangaben
- weniger häufige < 1/100 > 1/1.000
- seltene < 1/1.000 > 1/10.000
- sehr seltene < 1/10.000

Begründung:

Die in Schweden bereits seit vielen Jahren bewährte Aufstellungsweise verbessert die Information für den verordnenden Arzt erheblich. Sie erleichtert die Nutzen/Risiko-Abwägung und hilft dem Arzt in der qualifizierten Beratung des Patienten mit Aufklärung über relevante Nebenwirkungen.

Es gibt keinen Grund, diese Standardverbesserung für unsere ärztliche Arbeit weiter aufzuschieben.