19. Kurzzeitverträge

Auf Antrag von Frau Uteg-Scheffer (Drucksache IV-11) unter Berücksichtigung der Anträge von Dr. Peters (Drucksache IV-11a) und Dr. Nick (Drucksache IV-11b) faßt der 101. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung:

Der 101. Deutsche Ärztetag spricht sich gegen die Vergabe von Kurzzeitverträgen für Ärztinnen und Ärzte aus. Die Mindestvertragsdauer sollte die Weiterbildungszeit umfassen, die gegebenenfalls über Verbundermächtigungen gewährleistet werden sollte. Hiervon auszunehmen sind "Schwangerschaftsvertretungen" und zeitlich befristete Arbeitsverträge im Rahmen der stationären Weiterbildung zum "Arzt/Ärztin für Allgemeinmedizin". Vertragsbefristungen sollten insgesamt nur in Ausnahmefällen erfolgen.

Begründung:

  • Kurzzeitverträge sind für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen unzumutbar.
  • Sie machen Ärztinnen und Ärzte zum Spielball bei Verwaltungen, die nach Belieben ärztliche Stellen einsparen können.
  • Kurzzeitverträge mindern die Qualität der Patientenversorgung durch mangelnde Kontinuität in der Betreuung.