14. Job-sharing

Auf Antrag des Vorstandes der Bundesärztekammer (Drucksache VI-7) beschließt der 101. Deutsche Ärztetag:

Bei einer Ausnahmezulassung nach den Bedarfsplanungsrichtlinien (sog. Job-sharing) ist Voraussetzung, daß der Praxisumfang nicht überschritten wird. Die vom Zulassungsausschuß festgelegte Leistungsbeschränkung sollte die verminderte Einsatzfähigkeit von Ärztinnen mit Kindern berücksichtigen. Der Zulassungsausschuß soll nicht die individuelle Gesamtpunktzahl dieser Vertragsärztinnen, sondern vielmehr die Durchschnittswerte der Fachgruppen in den entsprechenden Vorjahresquartalen als Berechnungsgrundlage heranziehen. Der Vorstand der Bundesärztekammer wird aufgefordert, an den Bundesausschuß der Ärzte und Krankenkassen heranzutreten, um eine entsprechende Änderung der Bedarfsplanungsrichtlinien herbeizuführen.

Begründung:

Mit der Änderung der am 16.01.1998 in Kraft getretenen "Bedarfplanungs-Richtlinien-Ärzte" und "Richtlinien über die Beschäftigung von angestellten Praxisärzten in der Vertragsarztpraxis (Angestellten-Ärzte-Richtlinien)" ist es nun möglich, eine beschränkte Zulassung einer Ärztin/einem Arzt in einem gesperrten Planungbereich zu erteilen. Der Zulassungsausschuß legt verbindlich das quartalsbezogene Gesamtpunktzahlvolumen fest. Da auf die Vorjahresquartale zurückgegriffen wird, muß sich dies für Vertragsärztinnen, welche aus familiären Gründen von vornherein nicht vollzeitig tätig werden konnten, nachteilig auswirken.