20. Integration ambulanter und stationärer Versorgung

Auf Antrag von Dr. Ottmann (Drucksache I-37) faßt der 102. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung:

Der 102. Deutsche Ärztetag lehnt eine weitgehende Öffnung der Krankenhäuser für eine institutionelle ambulante Behandlung durch Änderung bzw. Erweiterung der bisherigen 3-seitigen Verträge nach § 115, 116 ff. grundsätzlich ab.

Eine intensivierte Kooperation zwischen persönlich ermächtigten Krankenhausärzten mit speziellen Qualifikationen und Vertragsärzten ist jedoch absolut zu befürworten und weiter zu entwicklen.

Begründung:

Die einzelnen gesetzlichen Veränderungen der prä/post-stationären Versorgung, die Erweiterung des ambulanten Operationskataloges um stationsersetzende Leistungen, die neue institutionelle Ermächtigung der Krankenhäuser für schwere Erkrankungen mit kompliziertem Verlauf sowie die ambulanten Behandlungsmöglichkeiten von Reha-Kliniken führen in ihrer Summe zu einer generalisierten Öffnung der Krankenhäuser für eine ambulante Behandlung ohne gesicherten Qualitätsgewinn für unsere Patienten und zu einer massiven existentiellen Gefährdung der vertragsärztlichen Versorgung.