3. Evaluation ärztlicher Fortbildung

Auf Antrag von Dr. Josten (Drucksache II-3) beschließt der 102. Deutsche Ärztetag:

Die ärztliche Fortbildung dient der Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung der Menschen in der Bundesrepublik Deutschland in Prävention, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation von Erkrankungen.

Die ärztliche Fortbildung vermittelt die Fortschritte in der medizinischen Forschung und den angrenzenden Wissensbereichen problemorientiert.

Die Bewertung der Ergebnisse ärztlicher Fortbildung erfolgt unter Beachtung der Ergebnisse der Qualitätssicherungsprojekte bei den Ärztekammern. Die Erfolge dieser Vorgehensweise für die Patienten sind durch die vorliegenden Ergebnisse der bestehenden Projekte belegt.

In den Bereichen ärztlichen Handelns, deren Schwerpunkte außerhalb der Qualitätssicherungsprojekte bei den Ärztekammern liegen, werden im Rahmen der ärztlichen Selbstverwaltung flankierende Modelle zur Evaluation der ärztlichen Fortbildung entwickelt und umgesetzt. Diese Vorhaben berücksichtigen sowohl die Erfahrungen der klinischen Forschung als auch die Situation der Versorgungsebene. Allein Projekte, welche die aktuelle Patienten-Arzt-Beziehung berücksichtigen, werden Erfolg in der Umsetzung zum Vorteil der Patienten haben können. Die Umsetzung dieses Gewinns an ärztlichem Wissen durch die Fortbildung erfolgt unter Berücksichtigung der rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Gesundheitswesens.

Literatur:

Michael Berger, Ingrid Mühlhauser
Diabetes Care and Patient-Orientated Outcomes
JAMA 1999; 281: 1676-1678

Linda Hutchinsons
Evaluating and researching the effectiveness of educational interventions
BMJ 1999; 318: 1267-69

TJ. David, Diana HJM Dolmans, Leena Patel, CPM van der Vlenten
Problem - based learning as an alternative to lecture - based continuing medical education
JR Soc Med. 1998; 91: 626-30