6. Rehabilitation - Versorgungskette wohnortsnah schließen

Auf Antrag von Herrn Zimmer (Drucksache III-6) faßt der 102. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung:

Der Deutsche Ärztetag hält es für unverzichtbar, Möglichkeiten der ambulanten Rehabilitation auf- und weiter auszubauen. Soweit ambulante Krankenbehandlung nicht ausreicht, um drohende Krankheiten zu verhüten, die Verschlimmerung von Krankheiten zu vermeiden, und Pflegebedürftigkeit zu vermeiden oder zu mindern, sind ambulante Vorsorge/Rehaleistungen sinnvoll.

Der Deutsche Ärztetag hält es aber für problematisch, daß diese Leistungen nach dem Willen der Bundesregierung nur in Kurorten möglich sein sollen.

Der Ärztetag begrüßt die Entwicklung neuartiger Formen komplexer Rehabilitation, die nach präziser Definition durchgeführt werden können und für die eine sozialrechtliche Normierung möglich ist (SGB IX).

Der Ärztetag hält die vorgesehene Beschränkung dieser Leistungen auf bestehende stationäre Rehabilitationsleistungen für völlig verfehlt, weil es so in der Mehrzahl der Fälle ausgeschlossen ist, diese Leistungen wohnortsnah zu erbringen.

Außerdem wird durch diese Beschränkung der Aufbau ambulanter Rehabilitationsstrukturen bei niedergelassenen Ärzten, bei Versorgungskrankenhäusern und die Verzahnung zwischen beiden Bereichen stark beeinträchtigt bzw. unmöglich gemacht.