6. Assistierte Reproduktion, Mehrlings-Schwangerschaft bei hormoneller Stimulation

Auf Antrag von PD Dr. Benninger (Drucksache IV-32) beschließt der 102. Deutsche Ärztetag:

Der Deutsche Ärztetag fordert die Bundesärztekammer zur Überprüfung der "Richtlinien zur Durchführung der assistierten Reproduktion" im Hinblick auf Verhütung von hochgradigen (> 2-3) Mehrlings-Schwangerschaften auf.

Während bei der in vitro-Fertilisation (Punkt 4.1 der Richtlinien) empfohlen wird, i.d.R. nur 2 (max. 3) Eizellen zu befruchten und 2 (max. 3) Embryonen zu transferieren, fehlt eine entsprechende zahlenmäßige Begrenzung bei der hormonellen Stimulation. Durch Ultraschall-Untersuchung kann die Zahl der reifen Follikel (> 14-15 mm) gut bestimmt und eine spezielle Beratung dahingehend durchgeführt werden, den Eisprung bei mehr als 2 (max. 3) Follikeln ungenützt verstreichen zu lassen.