4. Unterstützung humanitärer Einsätze

Auf Antrag von Herrn Sagebiel (Drucksache IV-16) beschließt der 102. Deutsche Ärztetag:

Der Vorstand der Bundesärztekammer wird aufgefordert, bis zum nächsten Ärztetag zu prüfen, welche Arbeitszeitmodelle, Stipendienmöglichkeiten u.a. geeignet sind, um die Beteiligung deutscher Ärztinnen und Ärzte an humanitären Hilfseinsätzen und in der Entwicklungszusammenarbeit zu verbessern.

Der Vorstand der Bundesärztekammer wird aufgefordert, in Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen und der Bundesregierung einen qualitativ fundierten Ausbildungsstandard für Ärztinnen und Ärzte, die an Hilfseinsätzen teilnehmen wollen, zu entwickeln. Diese Ausbildung muß den besonderen medizinischen Gegebenheiten gerecht werden.

Begründung:

Die Teilnahme an Hilfseinsätzen ist auch heute noch immensen Schwierigkeiten unterworfen. Durch neue Arbeitszeitmodelle (in Berlin wird bereits ein Konzept vorbereitet) und Finanzmittel kann die Teilnahme an Hilfseinsätzen ermöglicht werden. Dies dient sowohl der Reputation der deutschen Mediziner, als auch der Förderung des internationalen Austausches.

Die Standardisierung der medizinischen Ausbildung ist als Grundlage für die Durchführung von qualitativ hochwertigen Hilfseinsätzen dringend erforderlich. Bisher existieren diese in Deutschland nicht.