2. Gentechnisch veränderte Lebensmittel

Der Antrag von Frau Dr. Ende (Drucksache IV-28) wird zur weiteren Beratung an den Vorstand der Bundesärztekammer überwiesen:

Die Delegierten des Ärztetages fordern die Bundesregierung auf dafür Sorge zu tragen, die freie Aussaat von gentechnisch manipuliertem Mais zu verbieten; der Anbau des ersten genveränderten kommerziellen Agrarproduktes muß in jedem Fall von strikter Kontrolle der Bundesregierung begleitet werden.

Begründung:

Die Ärzteschaft hat bereits an verschiedenen Stellen auf die Problematik - insbesondere des sogenannten Markierungsgens - hingewiesen, da eine Resistenzzunahme gegen eine ganze Gruppe von Penicillin-Wirkstoffen zu befürchten ist.

Wie der Presse zu entnehmen war haben außer Deutschland und Spanien alle anderen EU-Länder, trotz einer generellen Brüsseler Freigabe, die Aussaat verboten oder mit restriktiven Auflagen belegt, um zunächst zusätzliche Erkenntnisse über eine evtl. Gefährdung zu sammeln.