4. 68-Jahresgrenze

Zu Punkt VI der Tagesordnung: Tätigkeitsbericht der Bundesärztekammer

Gesundheitspolitik

Auf Antrag von Dr. Hagedorn (Drucksache VI-27) beschließt der 103. Deutsche Ärztetag:

 

Der 103. Deutsche Ärztetag bekräftigt die Stellungnahme des Bundesärztekammer gegen die Einführung der 68-Jahresgrenze für Vertragsärzte und fordert den Deutschen Bundestag auf, den enteignungsgleichen Eingriff des Zulassungsentzugs für 68-jährige freiberuflich tätige Vertragsärzte in § 95 Abs.7 SGB V wieder aufzuheben.

Die Vorschrift ist unnötig, weil hierdurch keinem Fehlverhalten älterer Vertragsärzte entgegengewirkt werden müsste und disqualifiziert deutsche Vertragsärzte in Europa aus Altersgründen. Sie verteuert die Behandlung älterer Patienten, zerstört bei langjährigen Patienten von Gesetzes wegen die für den Heilerfolg so entscheidende Vertrauensbeziehung zum Arzt und verletzt damit das Persönlichkeitsrecht des Patienten.

Der in wenigen Jahren zu erwartende Mangel an qualifizierten Haus- und Allgemeinärzten wird durch die Vorschrift unnötig verschärft