6. Förderung von Projekten im Gesundheitssektor der Entwicklungszusammenarbeit

Zu Punkt VI der Tagesordnung: Tätigkeitsbericht der Bundesärztekammer

Gesundheitspolitik

Auf Antrag von Dr. Jonitz (Drucksache VI-37) beschließt der 103. Deutsche Ärztetag:

 

Die Delegierten des Deutschen Ärztetages verfolgen mit großer Sorge den deutlichen Rückgang der Bundesmittel für die gesamte Entwicklungszusammenarbeit und dabei insbesondere im Gesundheitssektor.

Der Deutsche Ärztetag beauftragt die Bundesärztekammer sich bei der Regierung dafür einzusetzen, dem Gesundheitssektor in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit wieder die notwendige Förderung zukommen zu lassen. Als wichtiger Indikator sollte die bisherige und künftige Entwicklung der Bundesmittel für Gesundheit in den Entwicklungsländern abgefragt werden.

Dem Deutschen Ärztetag ist über die Ergebnisse seiner Bemühungen zu berichten.

Begründung:
Krankheit bedroht vielfach als Folge von Armut und gleichzeitig auch als Ursache weiterer Verarmung die Menschen in Entwicklungsländern sowie den Auf- und Ausbau leistungsfähiger Sozial- und Wirtschaftssysteme. Für einen großen Teil der Armutserkrankungen existieren effektive Vorbeuge- und Bekämpfungsmaßnahmen sowie Behandlungen, die aber aus Ressourcenmangel nicht angewendet werden können. Unter maßgeblicher ärztlicher Beteiligung wurde in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland das für die Unterstützung nötige personelle und institutionelle Know how aufgebaut. Der Rückgang der Mittel bedroht nun die wichtigen bereits erreichten Fortschritte.

In einer globalisierten Welt ist ärztliches Engagement im Bereich der internationalen Gesundheit weiterhin unverzichtbar. Voraussetzung für effektives ärztliches Handeln in Entwicklungsländern ist auch die Verfügbarkeit der nötigen Mittel. Die Menschen in vielen Entwicklungsländern brauchen dringend unsere Unterstützung bei der gesundheitlichen Versorgung.