Beschlussprotokoll des 104. Deutschen Ärztetages vom 22.-25. Mai 2001 in Ludwigshafen

24. Stärkung der Position leitender Ärztinnen und Ärzte zur Vertretung der Interessen ihrer ärztlichen Mitarbeiter

Auf Antrag von Frau Dr. Beck (Drucksache II-24) fasst der 104. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung:

Der 104. Deutsche Ärztetag fordert, dass die Position der leitenden Ärztinnen und Ärzte bei ärztlichen Belangen und auch Fragen der ärztlichen Personalangelegenheiten im Zusammenhang mit Verwaltungsfragen im Krankenhaus vorrangig berücksichtigt wird. Die leitenden Ärztinnen und Ärzte müssen auch gegenüber den Krankenhausverwaltungen und -trägern die Möglichkeit haben, willkürliche Befristungen und Nichtbezahlungen bzw. Nichtausgleich von Überstunden ihrer ärztlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gemäß der ärztlichen Berufsordnung zu verhindern.

Begründung:

In der Regel werden die willkürliche Befristung von Arbeitsverträgen mit Weiterbildungsassistentinnen und -assistenten und die Nichtbezahlung zahlloser Überstunden von der Krankenhausverwaltung bestimmt. Dieses muss durch die leitenden Ärztinnen und Ärzte gemäß ihres berufsrechtlichen Auftrages unterbunden werden können.