Beschlussprotokoll 105. Dt. Ärztetag 2002: Zu Punkt I der Tagesordnung: Gesundheits-, Sozial- und ärztliche Berufspolitik

I, 23 : DRGs - Versorgungsnotstand bei der ambulanten und rehabilitativen Behandlung

Auf Antrag von Dr. Lipp, Dr. Windau, Dr. Vogel und Dr. Weiss (Drucksache I-16) fasst der 105. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung:

Der Deutsche Ärztetag stellt fest, dass es durch die Einführung der DRGs zu einem Versorgungsnotstand in der ambulanten und rehabilitativen Behandlung kommen wird und fordert das Bundesministerium für Gesundheit auf, nach Lösungen zu suchen.

Begründung:
Die Einführung der DRGs führt zu einer verkürzten Verweildauer der Patienten im Krankenhaus. Daraus resultiert eine intensivere und längere ambulante und rehabilitative Nachbehandlung. Diesem Notstand kann nur begegnet werden, wenn die dadurch entstehenden höheren Folgekosten finanziell abgesichert sind.

Die rückläufige Zahl der Arztpraxen in allernächster Zeit wird die Versorgungslücken verschärfen. Dieses Defizit muss durch die Gewinnung von Ärzten für die ambulante Versorgung ausgeglichen werden.