Fusion von Universitätskliniken

Beschlussprotokoll des 107. Deutschen Ärztetages vom 18.-21. Mai 2004 in Bremen

Auf Antrag von PD Dr. Scholz und Dr. Ungemach (Drucksache II-03) fasst der 107. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung:

Der 107. Deutsche Ärztetag sieht mit großer Sorge auch die Fusionen und Schließungen der Krankenhäuser, die eine Versorgung in der Fläche immer unmöglicher werden lassen. Besonders die Landesregierungen werden aufgefordert, diesen Trend gegen den Patienten zu stoppen und nicht auch noch die Häuser der Maximalversorgung, hier Universitätskliniken, zu fusionieren. Diese daraus resultierenden Kürzungen und Schließungen von Abteilungen in Standorten darf nicht durch die Landesregierungen gefördert werden.

Begründung:

Wie schon im Tätigkeitsbericht der Bundesärztekammer ausgeführt, wird die Streichung nicht nur von Betten, sondern auch Schließung von Häusern zu einer immer schlechteren Patientenversorgung führen. Wenn aber auch Universitätskliniken fusioniert werden, werden zusätzlich Weiterbildungsstellen rarer. Diese Kürzungen sind dann auch wirksam auf die Ausbildungsplätze der Medizinstudenten/innen. Dies ist vor dem Hintergrund des Nachwuchsmangels ein unhaltbarer Zustand, konträr zu den Forderungen der Politik, demnächst genügend Ärzte für die Gesamtversorgung bereit zu stellen.