Integrierung von Programmen zur Ausbildung in der Allgem

Beschlussprotokoll des 107. Deutschen Ärztetages vom 18.-21. Mai 2004 in Bremen

Auf Antrag von Dr. Lipp (Drucksache VI-66) fasst der 107. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung:

Der 107. Deutsche Ärztetag fordert die Universitäten auf, einen Schwerpunkt in der studentischen Ausbildung auf die Vorbereitung für eine spätere Tätigkeit als Haus- und Familienarzt zu legen. Hierbei sollen z. B. insbesondere spezielle Programme wie das Leipziger Patenprogramm Allgemeinmedizin oder des Dresdner D IPOL-Programm in die Lehre integriert werden.

Begründung:

Die im Rahmen der neuen Approbationsordnung geforderte praxis- und patientenbezogene Ausbildung soll dem Studierenden u. a. frühzeitig Grundkenntnisse der Einflüsse von Familie, Gesellschaft und Umwelt auf die Gesundheit, die Organisation des Gesundheitswesens und die Bewältigung von Krankheitsfolgen vermitteln. Spezifische Kompetenzen im Bereich der ambulanten Gesundheitsförderung und Geriatrie sollen erworben werden. Das Leipziger Patenprogramm Allgemeinmedizin bietet Studenten ab dem ersten Semester im Rahmen eines Karriereweges Allgemeinmedizin die Möglichkeit, eine klinische Exzellenz im Gebiet einer evidenzbasierten, hausärztlichen Langzeitbetreuung zu erlangen. Dies gewährleistet eine optimale Vorbereitung für eine spätere Tätigkeit im hausärztlichen Bereich im Hinblick auch auf eine koordinierende Funktion im Rahmen von Hausarztmodellen.