Den Beruf der Arzthelferin zukunftsfest machen

Beschlussprotokoll des 107. Deutschen Ärztetages vom 18.-21. Mai 2004 in Bremen

Auf Antrag des Vorstandes der Bundesärztekammer (Drucksache VI-14) fasst der 107. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung:

Der Praxisalltag hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Er ist von Kosten- und Wettbewerbsdruck, gewachsenen Qualitätserfordernissen und zunehmender Vernetzung der Versorgungsbereiche gekennzeichnet. Sowohl der Arzt als auch sein Team müssen sich auf moderne Informations- und Kommunikationstechniken, auf Änderungen im Leistungsangebot der Praxis und auf anspruchsvollere Patienten einstellen. Diese neuen Anforderungen im Berufsfeld führen zu einem geänderten Qualifikationsbedarf, den das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (ZI) im Auftrag der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung in einer großen, mehrstufigen Studie bei niedergelassenen Ärzten und Experten der Kammern eruiert hat.

Die mehrjährige Vorarbeit bei der Bundesärztekammer für die Novellierung der Ausbildungsverordnung für Arzthelferinnen wurde nunmehr abgeschlossen; mit dem Antragsgespräch beim Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung am 19.04.2004 wurde der offizielle "Startschuss" für die Erarbeitung und Abstimmung der Verordnung auf Bundesebene gegeben.

Der Deutsche Ärztetag appelliert an die anderen Beteiligten am Verfahren (Vertreterinnen des Berufsverbandes der Arzt-, Zahnarzt- und Tierarzthelferinnen, die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, die Bundesministerien für Gesundheit und Soziale Sicherung und für Bildung und Forschung, die Kultusministerkonferenz und das Bundesinstitut für Berufsbildung), das Verfahren zügig zu gestalten und das Berufsbild so zu modernisieren, dass Arzthelferinnen für die Anforderungen eines im Wandel befindlichen Gesundheitswesens "zukunftsfest" gemacht werden. Dabei soll dafür Sorge getragen werden, dass es ab dem Inkrafttreten der neuen Verordnung in den Berufsschulen durch entsprechende didaktisch-organisatorische Gestaltung des Unterrichtes nicht zu Reibungsverlusten bei der Umsetzung kommt.