Rückgang der Untersuchungen zur Früherkennung von Krebserkrankungen bei Frauen seit dem 01.01.2004

Beschlussprotokoll des 107. Deutschen Ärztetages vom 18.-21. Mai 2004 in Bremen

Auf Antrag von Dr. König, Frau Dr. Bert, Frau Dr. Bühren, Dr. von Knobloch zu Hatzbach (Drucksache VI-56) fasst der 107. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung:

Durch Entfall der Zuzahlungen von 10 Euro bei der reinen Früherkennungsuntersuchung, wie vom GMG angedacht und gefordert, kommt es zu endlosen Diskussionen bei pathologischen Befunden, die weiter abgeklärt werden müssen, da dann 10 Euro Praxisgebühr notwendig werden.

Entweder werden die 10 Euro gleich gezahlt und die weitere Untersuchung, z. B. Ultraschalldiagnostik, in gleicher Sitzung durchgeführt oder die Patientin wird wieder einbestellt und erscheint eventuell nicht, weil sie keine 10 Euro bezahlen kann oder will.

Lösung:

Freistellung des Vorsorgefalles von der Praxisgebühr (alle Leistungen in dieser Sitzung) und nicht der Vorsorgeziffer allein.

Erfolg:

Motivation zur Früherkennungsuntersuchung durch Wegfall der Praxisgebühr.