Integration von hochgradig Hörgeschädigten

Beschlussprotokoll des 107. Deutschen Ärztetages vom 18.-21. Mai 2004 in Bremen

Auf Antrag von Dr. Seidler (Drucksache VI-89) fasst der 107. Deutsche Ärztetag einstimmig folgende Entschließung:

Der Ärztetag fordert die zuständigen Gremien der gemeinsamen Selbstverwaltung auf, die Versorgung von chronisch Kranken und Behinderten nach Art. 3, Abs. 3 des Grundgesetzes auszurichten. Danach darf keiner wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Begründung:

Bei der Hörgeräteversorgung können hochgradig Hörgeschädigte durch einen einheitlichen Festbetrag für Hörhilfen nicht mehr ausreichend versorgt werden und müssen ein Versorgungsdefizit hinnehmen oder hohe Eigenleistungen (Zuzahlungen bis zu 3.500 Euro) erbringen. Dies widerspricht Art. 3, Abs. 3 Grundgesetz.