Beschlussprotokoll des 108. Deutschen Ärztetages vom 03.-06. Mai 2005 in Berlin

Facharztbezeichnung und Zusatz-Weiterbildung "Plastische und Ästhetische Operationen"

Der Antrag von Dr. Heinrich und Dr. Hornberger (Drucksache V-04) wird zur weiteren Beratung an den Vorstand der Bundesärztekammer überwiesen:

  1. Der 108. Deutsche Ärztetag beschließt, die Facharzt-Bezeichnung "Plastische Chirurgie" um den adjektivischen Zusatz "Ästhetische" zu ergänzen, so dass die neue Bezeichnung in der Muster-Weiterbildungsordnung lautet:

    "Facharzt/Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie"
    (Plastischer und Ästhetischer Chirurg/Plastische und Ästhetische Chirurgin)
  2. Der 108. Deutsche Ärztetag beschließt, die Zusatz-Bezeichnung "Plastische Operationen" um den adjektivischen Zusatz "Ästhetische" zu ergänzen, so dass die neue Bezeichnung in der Muster-Weiterbildungsordnung lautet:

    "Plastische und Ästhetische Operationen"

    Die Landesärztekammern werden gebeten, diese Änderungen in die Weiterbildungsordnungen der Länder aufzunehmen.
  3. Die Voraussetzungen zum Erwerb der Zusatz-Weiterbildung "Plastische und Ästhetische Operation" um folgende Facharztkennungen zu ergänzen:
    • - Facharzt für Augenheilkunde
    • - Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
    • - Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten
    und den Weiterbildungsinhalt zu ergänzen um jeweils eigene operative Eingriffe und Untersuchungs- und Behandlungsmethoden für die neu zugangsberechtigten Fachärzte festzulegen.

Begründung:

Vom Grundsatz her ist es zu begrüßen, dass "Ästhetische Chirurgie" auch in der Weiterbildung qualitativ unterlegt wird. Dabei ist der Teilhabe unterschiedlicher Facharztgruppen an diesem Tätigkeitsfeld durch eine chancengleiche Differenzierung Rechnung zu tragen. Dies lässt sich am besten in Form eines Menüsystems verwirklichen, in welchem allgemeinen Inhalten der Zusatz-Weiterbildung "Plastische und Ästhetische Operationen" spezifische Inhalte der neu zugangsberechtigten Fachärzte zugeordnet werden - analog der bestehenden Regelungen für HNO-Ärzte und Fachärzte für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie.