Beschlussprotokoll des 108. Deutschen Ärztetages vom 03.-06. Mai 2005 in Berlin

Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Der Antrag von Dr. Lipp (Drucksache VIII-26) wird zur weiteren Beratung an den Vorstand der Bundesärztekammer überwiesen:

Der Deutsche Ärztetag fordert die Implementierung sinnvoller Maßnahmen, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu gewährleisten.

  • Klinikträger sind gefordert, verstärkt Kinderbetreuung anzubieten, die den Ansprüchen der Arbeitszeit im Arztberuf gerecht wird.
  • Klinikträger sind ebenfalls gefordert, feste Teilzeitstellen zu schaffen. Es sollten Stellenpläne mit einer festgelegten Stellenzahl pro Abteilung eingerichtet werden, um das Kürzen von halben Stellen bei temporärer Nichtbesetzung zu verhindern.
  • Die Förderung des Wiedereinstiegs in den Beruf kann durch entsprechende Seminarangebote sowie durch Fort- und Weiterbildungskurse gewährleistet werden, die sich an Ärzte und Ärztinnen in der Elternzeit richten.
  • Die Anstellung von Ärztinnen und Ärzten in der Vertragsarztpraxis soll gefördert und durch die Genehmigung zur Leistungsausweitung refinanzierbar werden.

Begründung:

Vor dem Hintergrund des wachsenden Frauenanteils in der Medizin muss eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie gewährleistet werden, damit nicht ein Großteil der gut ausgebildeten Ärztinnen nach wenigen Berufsjahren wieder aus der ärztlichen Laufbahn ausscheidet. Der wachsende Ärztemangel wird durch diese Tendenz verstärkt.