Positionspapier der Bundespsychotherapeutenkammer

Auf Antrag von Frau Dr. Ebert-Englert und Dr. Voigt (Drucksache II-05) fasst der 109. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung:

Die Bundesärztekammer fordert die Bundespsychotherapeutenkammer dazu auf, ihr Positionspapier zur Unterversorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher zurückzuziehen, um Schäden abzuwehren. Psychisch Kranke haben in unserer Gesellschaft einen schweren Stand und keine Lobby. Dies trifft insbesondere für Kinder und Jugendliche zu. Das Positionspapier der Bundespsychotherapeutenkammer "Unterversorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher, Handlungsbedarf im Vertragsärztegesetz" ist wenig geeignet, dem Anliegen einer besseren Versorgung dieser Patientengruppe gerecht zu werden. Krankheitsbilder bedürfen immer einer gründlichen ärztlichen Voruntersuchung und Diagnosestellung, um organische Ursachen sicher auszuschließen. Ärztliche Kinder- und Jugendpsychotherapeuten sind umfassend weitergebildet und in der Lage, adäquate Therapien durchzuführen bzw. zu veranlassen. Das Versorgungsdefizit darf nicht dazu führen, nicht qualifizierte psychologische Therapeuten zu generieren.

Bevor berechtigte Forderungen an die Verantwortlichen gestellt werden, ist eine gemeinsame Analyse der Ärzteschaft und der Psychologischen Psychotherapeuten erforderlich, damit alle Aspekte Eingang in Lösungsmöglichkeiten finden.