Thematik "Weibliche Genitalbeschneidung" als Inhalt eines Weiterbildungscurriculums

Der Antrag von Frau Dr. Schulenberg (Drucksache VII-35) wird zur weiteren Beratung an den Vorstand der Bundesärztekammer überwiesen:

Es soll ein Curriculum erstellt werden, das in den Weiterbildungsgang zumindest der Fachgebiete Gynäkologie, Kinder- und Jugendmedizin sowie Allgemeinmedizin aufgenommen wird, das den Ärztinnen und Ärzten Wissen über die medizinischen Folgen und Folgeerkrankungen der Female Genital Mutilation vermittelt. Die Behandlungsrichtlinien der Bundesärztekammer sollten in das Curriculum aufgenommen werden.

Begründung:

20 000 bis 38 000 Frauen - bei hoher Dunkelziffer - sind in Deutschland von Genitalbeschneidung betroffen. Um diese nach unserem medizinischem Standard behandeln zu können, müssen die Kenntnisse darüber vermittelt werden.